Test: Trekstor SurfTab duo W1 – Windows 10-Tablet mit Tastatur und FullHD (Volkstablet)

Seit Mitte Dezember haben wir das Trekstor SurfTab duo W1 im regelmäßigen Einsatz und wollen nun im Rahmen eines Testberichts genauer auf unsere Erfahrungen mit dem Gerät eingehen. Wir haben schon länger verschiedene Windows-Tablets im Auge, bisher scheiterte es entweder an der meist geringen Display-Auflösung oder eben am Preis, wenn man z. B. an die Surface Pro-Serie von Microsoft denkt. Wir wollten einfach ein kleines Tablet mit Tastatur, welches man auch mal ein wenig produktiv einsetzen kann. Das Trekstor SurfTab duo W1 überzeugte uns hier mit seiner FullHD-Auflösung, dem günstigen Preis und Windows 10 als Betriebssystem. Wir verfügen zwar auch über ein iPad Air mit passender Tastatur, das Betriebssystem und auch die fehlenden Anschlussmöglichkeiten (z. B. Maus) verhindern hier aber einfach den wirklich produktiven Einsatz. Hier zeigt sich das Trekstor SurfTab duo W1 deutlich anschlussfreudiger und Windows 10 ist auch der aktuellsten Version von iOS in Sachen Produktivität einfach weit überlegen. Aber gehen wir einfach mal der Reihe nach vor.

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Lieferumfang

In der Verpackung befindet sich natürlich das Tablet selber, die Tastatur, ein Ladekabel samt Netzteil und ein USB 3.0-Adapterkabel, ein Reinigungstuch und kleinere Anleitungen. Weiterhin gibt es zahlreiche Gutscheine für Sky Online, Audible, iKiosk oder auch Bild+. Sicher eine nette Zugabe (der Hersteller gibt einen Wert von 145 € an), für unseren Test aber eher nebensächlich, da es wie gesagt alles begrenzte Testoptionen sind. Die technischen Daten spare ich mir an dieser Stelle auch, da sich die meisten Interessierten wahrscheinlich schon vorab informiert haben. Ansonsten sind alle Infos auf der Produktseite des Herstellers zu finden. 

Erster Eindruck

Als erstes fällt das sehr hohe Gewicht auf, wenn man sonst immer ein iPad Air in der Hand hat. Gefühlt ist das Tablet selber das deutlich schwerere Teil, die Tastatur nimmt sich da aber im Vergleich auf der Waage wenig an Gewicht. Das Tablet wiegt 607 Gramm und die Tastatur 581 Gramm. Der schwarze Rahmen um das Display ist relativ groß und erinnerte mich spontan an die erste Generation des iPad. Die Verbindung von Tablet und Tastatur gelingt durch die verbauten Magneten problemlos, gleiches gilt auch für die Trennung der beiden Komponenten. Die Magneten sind auch durchaus stark genug die Tastatur zu halten, wenn man das Gerät nur am Tablet selber anfasst und hochhebt. Ein wirklich gutes Gefühl hat man dabei aber nicht. Bleibt man irgendwo hängen, löst sich die Tastatur sehr leicht vom Tablet. Daher sollte man es für den Transport eher an beiden Teilen festhalten oder zusammenklappen. Bzgl. der Verarbeitung kann man bei diesem Preissegment nicht wirklich meckern. Ich würde nicht wie manch anderer den Begriff „edel“ wählen, davon ist es dann doch etwas entfernt, aber es wirkt auf den ersten Blick alles gut verarbeitet. Trotz des Verzichts auf Hochglanzmaterialien sind die Fingerabdrücke des Vortesters (Testgerät war anscheinend schon vorher im Einsatz) auf der Rückseite des Tablets und ganz besonders auf der gummierten Unterseite der Tastatur noch zu erkennen. Da hilft auch das mitgelieferte Reinigungstuch wenig. Lüfter gibt es keine und somit bleibt das Gerät natürlich auch im Betrieb geräuschlos.

Display

Dann habe ich das Trekstor SurfTab duo W1 zum ersten Mal eingeschaltet. Es mussten Updates durchgeführt werden und natürlich wollte ich mein eigenes Microsoft-Konto einrichten, um Zugriff auf alle meine Dinge zu haben. Das dauerte ehrlich gesagt eine halbe Ewigkeit und selbst die Dialoge von Microsoft zeigten zwischendurch, dass der Vorgang ungewöhnlich lange dauert. Kein wirklich überzeugender erster Eindruck. Aber es funktionierte alles und es schien erstmal nur bei der ersten Einrichtung so lange zu dauern. Das 10,1 Zoll (25,7 cm) IPS-Display mit seiner Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln machte sofort einen wirklich guten Eindruck. Auf der Einstellung 75% Helligkeit war es für die meisten Anwendungen völlig ausreichend hell (in dunklen Umgebungen reichten auch 50%). Andere Berichte wo die Helligkeit bemängelt wurde, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Leider spiegelt das Display allerdings relativ stark. Innen fällt das zumindest ohne direkte Sonneneinstrahlung nicht sehr störend auf, aber bei Sonne oder draußen ist das teilweise schon schwieriger und da hilft dann auch die Erhöhung der Helligkeit auf 100% nur bedingt. Die Farben weichen im Vergleich zu anderen Displays etwas ab und sind nicht ganz so kräftig, es ist aber alles im Rahmen aus meiner Sicht.

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Tastatur und Touchpad

Die Tastatur ist natürlich aufgrund der Größe auch an vielen Stellen verkleinert. Bei den normalen Tasten fällt dies weniger auf, die Eingabetaste hätte aber etwas größer sein dürfen, genau wie die Pfeiltasten. Ich habe mich aber relativ schnell an die Tastatur gewöhnt und schreibe gerade auch diesen Testbericht mit dem Trekstor SurfTab duo W1 ohne größere Probleme.

Das Touchpad in der Tastatur sorgt hier schon eher für Probleme. Ich muss generell anmerken, dass ich kein großer Freund von Touchpads bin. Eine Maus wird wann immer möglich angeschlossen. Durch die geringe Größe der Tastatur, kommt man aber beim normalen Tippen durchaus mal gerne an das Touchpad und der Cursor springt ungewollt an einen anderen Punkt. Das war den Entwicklern wohl klar und daher gibt es sehr prominent unten rechts eine Taste um das Touchpad zur deaktiveren. Das hilft ungewollte Bedienungen zu vermeiden.

Alternativ kann man natürlich auch das Touchdisplay benutzen, was in vielen Fällen besser funktioniert als mit dem Touchpad der Tastatur. Leider hat das Tablet in dem Tastaturdock noch einiges an Spiel und das Betätigen des Touchdisplays lässt den oberen Teil doch immer ein wenig wackeln. Es ist nicht schlimm, aber eben auch nicht optimal. Der mögliche Neigungswinkel des Displays nach hinten reicht in den meisten Fällen aus, etwas mehr wäre aber kein Fehler gewesen. Alternativ kann man die Tastatur auch verdreht einrasten lassen und das Gerät in umgedrehter V-Form auf den Tisch stellen um z. B. Videos zu schauen.

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Ich habe mich dann trotzdem noch mal an das in der Tastatur integrierte Touchpad gewagt. Aber es ist einfach zu klein für mich und mangels entsprechendem Treiber (zumindest aktuell – ggf. folgt da was per Update) kann man es auch nicht sauber konfigurieren. So führt man leider häufig ungewollt Aktionen aus. Ein einfaches Scrollen mit zwei Fingern, z. B. auf einer Webseite führt schnell zur Änderung des Zoomfaktors oder blendet Fenster aus etc. Das wäre für mich so dauerhaft keine Lösung. Wenn man z. B. Gesten deaktivieren könnte oder die Sensibilität beeinflussen könnte, wäre da sicher eine Optimierung und eine bessere Nutzung möglich. Hier sollte der Hersteller ggf. einen entsprechenden Treiber mit Einstellungsmöglichkeiten bereitstellen. Ansonsten benötigt man glaube ich sehr kleine Finger, eine behutsame und langsame Vorgehensweise um damit klar zu kommen. Auch der Druckpunkt zum „Klicken“ ist sehr kräftig und erfordert mehr Druck als sonst üblich.

Glücklicherweise gibt es aber an beiden Seiten der Tastatur einen USB 2.0-Anschluss um z. B. eine Maus anzuschließen. Damit geht mir das Arbeiten schon deutlich leichter von der Hand. Leider sind in der Tastatur aber nur USB 2.0-Anschlüsse. Im Tablet selbst gibt es seitlich einen Micro-USB 2.0 und einen Micro-USB 3.0-Anschluss. Letzterer kann dann über das im Lieferumfang genannte Adapterkabel zu einem vollwertigen USB 3.0 USB-Anschluss gemacht werden. Finde ich persönlich vom Aufbau etwas unglücklich. Für normale Erweiterungen reicht in der Regel der USB 2.0- Anschluss aber z. B. bei einer externen Festplatte oder einem USB-Stick macht USB 3.0 natürlich Sinn. Ich hätte es besser gefunden, wenn man solche Dinge dann direkt an einen Port an der Tastatur hätte anschließen können. Es geht natürlich mit dem Adapterkabel am Tablet, ist dann aber optisch und auch vom Handling nicht optimal.

Windows 10 und vorinstallierte Software

Nach der ganzen Werbung auf der Verpackung hätte ich wie bei vielen anderen Herstellern einen zugemüllten Desktop mit irgendwelchen Verlinkungen erwartet. Es hielt sich aber zumindest bei unserem Testgerät in Grenzen und die Sachen waren meist im Startmenü. Es kann aber auch sein, dass unser Testgerät schon etwas aufgeräumt wurde.

Nachdem die Performance des Gerätes beim Update oder der Einrichtung eines Microsoft-Kontos eher sehr langsam war, ging es im normalen Betrieb recht gut. Ich habe auch erstmal mit dem vorinstallierten Browser Edge gearbeitet, da mein bevorzugter Browser Chrome sich gerne mal etwas mehr Speicher genehmigt als wirklich nötig. Allerdings legte das Gerät auch hier bei kleineren Aufgaben immer wieder ein paar Gedenksekunden ein. Zuerst hatte ich das WLAN im Verdacht, der Empfang funktionierte bei uns aber immer einwandfrei und mit meist vollem Ausschlag. Dann habe ich mir mal die laufenden Prozesse angeschaut und die vorinstallierte McAfee Sicherheitslösung genehmigte sich durchgängige 20-35% der Prozessorleistung. Also habe ich erstmal alles in der Oberfläche der Sicherheitssoftware abgeschaltet. Leider ohne wirklichen Erfolg, trotz der Deaktivierung der einzelnen Dinge von Scanner, Firewall und Co. blieb die Auslastung fast identisch. Also blieb nur die vollständige Deinstallation. Auch hier merkte man wieder, dass solche Dinge wie Installation und Deinstallation von Software das gute Gerät ziemlich auslasten. Nach der vollständigen Deinstallation war aber alles gut und man konnte merklich flüssiger Arbeiten. Wer also hier Probleme hat, sollte mal schauen ob er nicht mit den Bordmitteln von Windows auskommt oder zumindest eine weniger performancehunrige Lösung nutzt. Aus dem ausgeschalteten Zustand startet das Tablet in ca. 12-15 Sekunden bis zum Anmeldedialog von Windows.

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Windows 10 ist aus meiner Sicht in Sachen Produktivität der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Tablets mit Android oder iOS. Man kann einfach simpelste Dinge wie Markieren, Kopieren, Einfügen und Co. deutlich schneller und besser erledigen. Das Bloggen mit dem Trekstor SurfTab 10 duo geht ganz gut von der Hand und auch Office lässt sich doch flüssig bedienen, sofern man da keine riesigen Grafiken oder sehr komplexe Tabellen nutzt. Natürlich kann es für die meisten keinen PC oder ein Notebook ersetzen, als mobile Alternative für zwischendurch aber durchaus eine gute Sache.

Man sollte sich vor der Anschaffung des Trekstor SurfTab duo W1 überlegen was man machen will. Nur zum Surfen und für ein paar Apps würde meine Wahl nicht auf das Gerät und sehr wahrscheinlich auch nicht auf Windows 10 fallen. Solche Aufgaben erledigt ein iOS- oder auch Android-Tablet auf der Couch komfortabler. Aber sobald die Tastatur ins Spiel kommt, macht Windows 10 durchaus Sinn. Natürlich kann man mit Windows auch „richtige Programme“ nutzen, hier muss aber klar sein, dass die Möglichkeiten durch die Performance und den Speicher begrenzt sind. Aufwändigere Bildbearbeitungen oder gar Spiele sollte man eher nicht im Kopf haben. Bei Spielen geht das einfache Casual-Game, mehr aber nicht. Ähnlich sieht es auch beim Thema Software aus. Office geht in normalem Umfang, viel mehr aber auch nicht oder nur mit sehr sehr viel Geduld. Wer in Sachen Performance gerne Benchmarks zur Rate zieht, kann mal in den Testbericht des notebooksbilliger-Blog schauen.

Speicher

Die zur Verfügung stehenden 2 GB RAM sind natürlich nicht viel, aber er reichte bei uns in den meisten Fällen aus. Man muss sich aber schon Gedanken über geöffnete Apps, Anwendungen und auch Browertabs machen. Wer da zu unbedarft vorgeht, kommt schnell an seine Grenzen. Gerade Chrome als Browser genehmigt sich mit ein paar geöffneten Tabs schon einiges an Speicher. Auch das Thema Multitasking wird durch den begrenzten Hauptspeicher limitiert.

Auch der interne Speicher mit 32 GB ist begrenzt. In unserem Fall war davon nur noch etwas weniger als die Hälfte wirklich verfügbar (nicht vom System belegt). Da wir nichts Großes installieren wollten, war es kein Problem. Wir haben auch testweise eine 64 GB Speicherkarte (MicroSD von Samsung EVO) eingesetzt, welche problemlos erkannt wurde und ihren Speicher als Laufwerk D: bereitstellte. In einigen Amazon-Rezensionen liest man von Problemen mit microSD-Karten, mit unseren Samsung-Karten hatten wir keinerlei Probleme.

Der Akku

Lt. Hersteller soll der Akku für rund 7-8 Stunden je nach Nutzung ausreichen oder 10 Tage im Standby. Wie üblich waren die Zeiten in der Praxis geringer, je nach Nutzung waren aber 5-6,5 Stunden problemlos möglich. Bei anfordernden Aufgaben kann sich die Laufzeit aber natürlich noch weiter reduzieren. Für mich ein guter Wert, da man so in der Regel mindestens über den Tag kommt und das Gerät nachts laden kann. Das Ganze hängt natürlich auch stark von den Einstellungen von WLAN, Helligkeit und sonstigen Einstellungen ab. Wir haben nicht groß was verändert, wer da tiefer in die Einstellungen geht, kann die Laufzeit noch optimieren. Geladen wird das Trekstor SurfTab duo W1 über das mitgelieferte Netzteil (2 Ah). Leider sieht man im geschlossenen Zustand mit Tastatur, keine genaueren Infos zur Aufladung. Nur an der Innenseite gibt es eine LED, welche die Aufladung signalisiert. Bei unserem Gerät blinkte diese aber lustig weiter, nachdem das Gerät schon geladen war. Durch ein Tippen auf die Lautstärkestasten kann man auf dem Display kurzzeitig einen Ladestatus anzeigen lassen. Die Aufladung dauerte mit rund 6-8 Stunden verhältnismäßig lang. Sollte man also wirklich über Nacht an die Steckdose hängen.

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Die Lautsprecher

Diese konnten mich nicht überzeugen. Es gibt zwei Lautsprecher, welche beide an der rechten Seite des Tablets sitzen. Das klingt irgendwie blechern und eher unnatürlich. Das können andere Tablets deutlich besser. Es geht natürlich und die Lautstärke ist auch ausreichend, aber darüber Musik zu hören, ist kein Vergnügen, gleiches gilt für Videos. Hier sollte man dann ggf. den Kopfhörerausgang nutzen. Für die normale Nutzung reicht es natürlich, man darf da nur nicht zu viel erwarten. Störgeräusche oder ein Fiepsen haben wir nicht bemerkt, davon hatten wir in anderen Kundenmeinungen gelesen.

Die Kameras

Es sind zwei Kameras im Tablet verbaut mit jeweils 2 Megapixel. Bei vernünftig heller Umgebung kann man damit z. B. Videotelefonie oder auch mal einen Schnappschuss machen. Mehr ist aber nicht drin. Für das Scannen von Dokumenten, was ich gerne mal mit meinem Smartphone oder iPad mache, reichen die Kameras nicht. Und je weniger Licht, desto schlechter wird es natürlich (bei jeder anderen Kamera auch). Hier sollte man also nicht viel erwarten.

HDMI-Ausgang und weitere Anschlüsse

Am Tablet gibt es auch einen Micro-HDMI-Ausgang über welchen man das Trekstor-Tablet an einem Monitor oder Fernseher anschließen kann. Ein passender Adapter auf HDMI oder ein entsprechendes Kabel werden leider nicht mitgeliefert. Wir hatten ein Kabel da und haben es mal an unseren FullHD-Fernseher im Wohnzimmer gehangen. Das funktionierte auch weitgehend problemlos. Mit den Anzeigeeinstellungen von Windows gelang es zuerst nicht, die Anzeige auf beide Display zu verdoppeln. Es wurde zwar am Fernseher angezeigt aber nicht in der korrekten Auflösung, sodass es links und rechts Balken gab. Auch die Ausrichtung des Displays musst man feststellen, da sonst die Anzeige auf dem Fernseher auch wechselte (Hoch-/Querformat). Es ist aber auch noch eine Anwendung der Intel HD-Grafik installiert und darüber gelang es dann. Alternativ kann man die Anzeige natürlich auch erweitern und beide Bildschirme unabhängig nutzen. Funktionierte ganz gut, wobei aufgrund der Performance des Tablets nicht viele Dinge gleichzeitig möglich sind. Grundsätzlich kann man so aber die Inhalte des Tablets per Kabel auf den Fernseher bringen.

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Auf die USB-Anschlüsse sind wir oben schon im Bereich Tastatur und Touchpad eingegangen. Darüber hinaus gibt es auch den schon angemerkten microSD-Slot und einen Kopfhörerausgang (mit Option für Headset mit Mikrofon). Da die Lautsprecher nicht so berauschend sind, auf jeden Fall eine gute Option. Alternativ kann man natürlich auch Kopfhörer oder Lautsprecher per Bluetooth verbinden.

Die Modelle mit 3G oder LTE (exklusiv bei der Telekom) verfügen zusätzlich über einen SIM-Karten-Slot. Unser Testgerät war ein Modell mit 3G, wir haben diese Funktion aber mangels passender SIM (in Normalgröße) nicht getestet.

Alle Anschlüsse am Tablet selbst sind ohne Abdeckung. Das kann man je nach dem als Vorteil oder Nachteil sehen. Bei Dingen wie dem SIM-Slot wäre eine Abdeckung schon sinnvoll. Bei den anderen Anschlüssen kann man streiten, ob ein schnelles Anschließen nun wichtiger ist als der Schutz der Anschlüsse.

Stift

Das Trekstor SurfTab duo W1 ist eines der wenigen Tablets dieser Preisklasse, wo es auch einen passenden Stift zur Bedienung gibt. Leider stand uns dieser zum Test nicht zur Verfügung, somit können wir dazu wenig sagen. Der Stift kostet 39 Euro. Lt. ersten Bewertungen bei Amazon sind nicht alle Käufer wirklich begeistert.

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Fazit

Das Trektstor Surftab duo W1 macht einen guten Eindruck. An der Verarbeitung kann man in der Preisklasse wenig meckern. Für die optimale Performance muss man Dinge wie die Sicherheitssoftware aber deinstallieren bzw. Alternativen wählen. Aber auch danach darf man keine Wunder erwarten. Einfache Anwendungen wie Office funktionieren, darüber hinaus geht aber nicht viel. Mit Windows 10 kann man im Vergleich zu iOS oder Android aber um Längen besser produktiv arbeiten. Die Tastatur ist in Ordnung, das Display spiegelt stärker, hat uns aber ansonsten nicht enttäuscht. Das Touchpad ist in der aktuellen Form aus unserer Sicht nur sehr begrenzt nutzbar. Durch die fehlenden Einstellungen kann man da leider derzeit nichts konfigurieren und es kommt oft zu Fehlbedienungen (Zoomen statt Scrollen usw.). Wer sowieso eine Maus anschließen will, sollte sich daran nicht stören. Das Touchpad kann auf der Tastatur deaktiviert werden. Es gibt an Anschlüssen alles wichtige von USB über HDMI bis hin zu einem microSD-Slot. Schade ist, dass man den USB 3.0-Anschluss nur am Tablet selber hat (Micro-USB) und somit in der Regel immer das mitgelieferte Adapterkabel genutzt werden muss. Dieser wäre aus unserer Sicht in der Tastatur (wo es 2x USB 2.0 in voller Größe gibt) besser aufgehoben gewesen. Das Gewicht mit zusammen 1,2 kg sollte man nicht unterschätzen. Eine generelle Empfehlung kann man bei einem solchen Gerät nicht aussprechen.

Für uns ist es durchaus geeignet um mobil etwas zu bloggen oder Texte zu schreiben. Sicher kein Ersatz für PC oder Notebook aber um Längen produktiver als iOS und Android. Auf der anderen Seite liest man bei Amazon-Rezensionen oft, dass solche Geräte für Mama und Papa angeschafft werden. Wenn die mit Windows geübt sind und einfach was Kleines suchen, kann das passen. Wenn ich aber die Eltern an das Thema „Computer“ und „Surfen“ heranführen wollte, würde ich eher zu einem iOS- oder auch Android-Gerät greifen. Die sind aus meiner Sicht einfacher zugänglich und wenn man nicht produktiv sein will, reicht auch das OnScreen-Keyboard. Aber die Anwendungsgebiete und Vorlieben sind so unterschiedlich, dass man hier immer selbst entscheiden muss. Nach meinen Erfahrungen mit sehr frühen Netbooks hatte ich nicht wirklich hohe Erwartungen. Aber das Gerät macht was es verspricht und das zu einem günstigen Preis. Die Oberflächen (besonders die Unterseite) könnte etwas weniger empfindlich für Fingerabdrücke sein. Insgesamt kommen wir so zu unserer drittbesten Note „gut“. Die Rezensionen bei Amazon sind im Durchschnitt mit derzeit 3 von 5 Sternen nicht so prickelnd. Hier sollte man aber genauer hinschauen. Viele schlechte Bewertungen sind auf defekte Geräte zurückzuführen. Auch Probleme mit den Speicherkarten führen oft zu Abwertungen. Diese konnten wir nicht nachvollziehen. Die Probleme wurden aber ggf. in der Zwischenzeit auch durch die Updates behoben. Wer mit den genannten Schwächen leben kann, sollte dem Trektstor SurfTab duo W1 ruhig mal eine Chance geben. Wer mehr Leistung will und bereit ist auch mehr zu investieren, kann sich das TrekStor SurfTab duo W2 mal anschauen.

Trekstor-SurfTab-Duo-W1-testlogo

TrekStor SurfTab duo W1 Volkstablet bei amazon.de

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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