AVM: FRITZ!OS 6.80 für FRITZ!Box 7490 ab sofort verfügbar

AVM arbeitet bereits seit Ende Juli 2016 an einem neuen Update von FRITZ!OS. Wir hatten  zu dieser Zeit schon über die Labor-Firmware berichtet. Aber sicher möchte nicht jeder diese Betaversionen ausprobieren. Heute hat AVM das neuste FRITZ!OS 6.80 final und offiziell für die FRITZ!Box 7490 freigegeben. Das Update ist noch so neu, dass es ggf. auf dem Startbildschirm noch nicht angezeigt wird. Geht einfach auch „System“, „Update“ und dann „Neues FRITZ!OS suchen“. Besitzer einer FRITZ!Box 7560 oder 7580 sind schon im Dezember mit dem Update auf FRITZ!OS 6.80 versorgt worden. Die FRITZ!Box 7490 dürfte aber eine deutlich größere Verbreitung haben. Zukünftig soll das Update auch für weitere FRITZ!Box-Modelle bereitgestellt werden. Insgesamt spricht AVM von rund 80 Neuerungen und Verbesserungen seit dem letzten offiziellen Update. Unten findet Ihr alle Infos zum neusten Update. Neben dem Update startete Anfang Januar die Auslieferung der FRITZ!DECT 210 Außensteckdose. Vor wenigen Tagen startete auch die Auslieferung des neuen Heizkörperregler FRITZ!DECT 300 (mehr Infos). Wirklich neu ist das Heizkörperthermostat für die Fritz!Box nicht. Unter dem Namen Eurotronic Comet DECT gibt schon seit Anfang 2016 eine entsprechende Hardware die auch seit FRITZ!OS 6.50 schon offiziel unterstützt wird. Optisch unterscheiden sich die Geräte auf Fotos anscheinend nur durch die aufgedruckte Produktbezeichnung. Ob es im Inneren grundlegende Änderungen oder Verbesserungen der Technik gibt, ist aktuell noch unklar. Der derzeit höhere Preis der „originalen“ FRITZ!DECT 300 ist da auch kein zuverlässiger Hinweis, dieser kann auch nur auf der Neueinführung und noch knappen Verfügbarkeit begründet sein kann.

Die Änderungen in Fritz!OS 6.80 (Kurzform – mehr unten oder unter avm.de/fritzOS):

  • Mächtiges WLAN: Band Steering, Reservierung der Datenraten
  • Erweiterte Smart-Home-Funktionen und mehr für MyFRITZ!
  • FRITZ!Fon: Neue Startbildschirme und ein Nachtmodus
  • Ein Plus an Sicherheit und Netzanpassungen

Mehr WLAN-Tempo durch Band Steering

Einen enormen Schub fürs WLAN bietet das neue FRITZ!OS durch Band Steering: Viele Smartphones oder Tablets können Daten sowohl auf dem 2,4-GHz-Band als auch auf dem 5-GHz-Band übertragen. Bei hoher Auslastung eines Bandes veranlasst die FRITZ!Box jetzt automatisch einen Band-Wechsel. So werden die Ressourcen im WLAN noch besser ausgeschöpft und die Daten gelangen schneller und ungehindert zum Ziel. Band Steering ist für alle FRITZ!Box-Modelle mit Dual Band WLAN AC+N möglich (FRITZ!Box-Modelle 7580, 7490, 7560, 6490, 4040, 3490).

Hoheitsrechte im WLAN

Mit dem Update auf FRITZ!OS 6.80 können sich Anwender darauf verlassen, dass sie selbst auch dann ungehindert surfen, streamen und chatten können, wenn das Gastnetz stark genutzt wird. Denn sie entscheiden, welche Übertragungsraten ihnen und ihren Gästen zustehen. Sind die FRITZ!Box-Besitzer selbst nicht online, so freuen sich die Gäste über höhere Datenraten. Praktisch ist auch der neue Online-Monitor, der neben den Downstream-Raten für Internet und IP-TV nun auch die Datenraten des Gastzugangs anzeigt.

FRITZ!Fon: weitere Startbildschirme und Nachtmodus

FRITZ!Fon, das DECT-Telefon für die FRITZ!Box, hat neue Startbildschirme zur Auswahl erhalten. Anwender haben ihre Smart-Home-Produkte nun direkt im Blick und können noch einfacher schalten. Neu ist auch die Anzeige einer analogen Uhr in weißer und schwarzer Ausführung. Der neue Nachtmodus dimmt das Display, wenn eine festgelegte Umgebungshelligkeit unterschritten wird. Die Möglichkeiten der Rufumleitung mit der FRITZ!Box lassen sich jetzt auch auf alle Kontakte eines gewünschten Telefonbuchs anwenden. Auch lässt sich mit FRITZ!OS 6.80 optional die Anzahl ausgehender Telefonate begrenzen.

Smart Home: per Geräusch schalten

Die intelligenten Steckdosen FRITZ!DECT 200 und DECT 210 lassen sich bereits per App oder per Telefon automatisch wie beispielsweise nach Sonnenstand oder individuellen Zeitplänen schalten. Nun ist eine weitere Option hinzugekommen: Mit FRITZ!OS 6.80 wird bei der intelligenten Steckdose lokal im Gerät ein akustischer Sensor aktiviert. Lampen oder andere angeschlossene Geräte sind nun auch durch Geräusche wie Klatschen, Klopfen etc. schaltbar. Eine weitere Neuerung ist die Anzeige eines Temperaturverlaufs der letzten 24 Stunden in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box. Für den neuen Heizkörperregler FRITZ!DECT 300 ist ab FRITZ!OS 6.80 auch die Gruppenschaltung möglich.

Noch schöner und einfacher: MyFRITZ! für Browser und App

Nach der Benutzeroberfläche fritz.box, dem Fenster zur FRITZ!Box, erscheinen mit FRITZ!OS 6.80 nun auch die Benutzeroberflächen des MyFRITZ!-Dienstes (myfritz.net) und von FRITZ!NAS im Responsive Design und passen sich jeder Display-Größe an. Mit der MyFRITZ!App 2 (für Android) haben Anwender bequem Zugriff auf gespeicherte Daten, die Anrufliste oder Sprachnachrichten – zuhause wie unterwegs. Bei verpassten Anrufen oder neuen Sprachnachrichten werden die Anwender in Echtzeit über die App benachrichtigt. Mit nur einer Wischbewegung stellen sie unterwegs einen sicheren Zugang in ihr Heimnetz her und greifen auf ihre FRITZ!Box oder daran angebundene Geräte zu. Auch Smart-Home-Geräte lassen sich direkt per App oder per Widget schalten und steuern.

Auf Nummer sicher: starke Passwörter und Einstellungen mit Bestätigung

Das Einrichten neuer IP-Telefone und Rufumleitungen sowie das Speichern von Sicherungsdateien wird noch sicherer durch die neue Funktion der zusätzlichen Bestätigung, die nur direkt an der FRITZ!Box geschehen kann (Zwei-Faktor-Authentifizierung). Anmeldeversuche mit falschen Benutzerdaten werden als Ereignis protokolliert. FRITZ!OS 6.80 sorgt außerdem dafür, dass zum Einrichten eines IP-Telefons oder einer IP-Türsprechanlage über die FRITZ!Box ein mindestens 8-stelliges Passwort vergeben werden muss. Zahlreiche weitere Aktualisierungen bringen die FRITZ!Box mit FRITZ!OS 6.80 auf den aktuellen Stand der Sicherheitstechnik. Für optimalen Schutz und beste Netzabstimmung empfiehlt AVM wie bei jedem größeren Update die jeweils neueste Version von FRITZ!OS zu verwenden.

Leichter am Telekom-Anschluss – vorbereitetet für Änderungen im DSL-Netz

Für alle, die ihre FRITZ!Box 7490 an einem Anschluss der Deutschen Telekom einsetzen wollen, geht die Einrichtung in Zukunft automatisch vonstatten. Außerdem wird der Tarif „Zuhause Start“ unterstützt. Zusätzlich sind ausgewählte FRITZ!Box-Modelle mit FRITZ!OS 6.80 kompatibel zu Netzen, in denen künftig VDSL Supervectoring 35B angeboten wird. VDSL Supervectoring 35B erfordert für das Erreichen höherer Geschwindigkeiten neue Hardware; durch die integrierte Kompatibilität bleiben FRITZ!Boxen aber auch in Zukunft an Supervectoring-Anschlüssen besser nutzbar.

FRITZ!-Komfort mit DECT-Telefonen anderer Hersteller

Mit FRITZ!OS 6.80 stehen auch für DECT-Telefone, die den Standard CAT-iq 2.0 beherrschen, eine Reihe der Komfortmerkmale der FRITZ!-Telefonie zur Verfügung: Schnurlostelefone anderer Hersteller können ein oder mehrere Telefonbücher der FRITZ!Box nutzen und die Anwender erhalten mit der Anrufliste einen schnellen Überblick.

Online-Spiele, Spielekonsolen oder IP-Geräte für Zugriffe aus dem Internet freigeben

An der FRITZ!Box angeschlossene Geräte sind sicher vor unerwünschten Zugriffen aus dem Internet. Bestimmte Anwendungen wie Online-Spiele oder Geräte wie IP-Kameras und Spielekonsolen müssen jedoch manchmal auch für andere über das Internet erreichbar sein. Durch gezielte Portfreigaben ermöglichen FRITZ!Box-Anwender solche Verbindungen. Neu ist auch, dass nun auch einzelnen Geräte erlaubt werden kann, Portfreigaben selbst zu steuern. Alle Portfreigaben (IPv4, IPv6, MyFRITZ! oder selbständige) können mit FRITZ!OS 6.80 nun auf einen Blick betrachtet und auch eingestellt werden. Im Menü unter „Internet“ „Freigaben“ erhalten Anwender eine Übersicht aller Portfreigaben mit den jeweils zugeordneten Heimnetzgeräten. Einstellungen für die Kindersicherung lassen sich mit dem neuen FRITZ!OS auch auf reine IPv6-Geräte anwenden.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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