Jul03

Alexa Skill: AVM FRITZ!DECT 200 und 210 Steckdosen mit Amazon Echo schalten (inoffiziell)

Bereits bei unserem Test der FRITZ!DECT 210 von AVM haben wir die fehlende Unterstützung für den Amazon Echo bzw. Alexa moniert. Die Smart Home-Steckdosen von AVM sind sicher nicht die günstigsten, dafür bieten diese aber viel Funktionalität über das einfache Schalten hinaus und sind sehr beliebt. Das Wichtigste bei Smart Home-Komponenten ist aber die zentrale und einfache Steuerung aller Geräte im Haushalt. Da seitens AVM bisher nur Steckdosen und Heizungsthermostate gibt, müssen die meisten auch auf Lösungen anderer Hersteller für Licht, Schalter, Kameras, Bewegungsmelder, Rauchmelder usw. zurückgreifen. Diese häufig cloudbasierten Smart Home-Lösungen kann man meist mit den offiziellen Alexa Skills der jeweiligen Hersteller mit seinem Amazon Echo oder Echo Dot steuern.  Alexa schaltet dann per Zuruf gewünschte Geräte an und aus oder dimmt Lampen bzw. reguliert die Temperatur. Amazon Alexa kann dabei auch verschiedene Skills gleichzeitig nutzen um eine herstellerübergreifende Steuerung zu ermöglichen.

Nicht so bei den Lösungen von AVM, da diese im Haus auf die DECT-Verbindung setzen, welche regulär von Funktelefonen genutzt wird, kann man diese nicht direkt per WLAN steuern. Die Lösungen von AVM sind nicht cloudbasiert, sondern laufen über die heimische FRITZ!Box als Zentrale. Die Steckdosen kann man zwar per App lokal und auch von unterwegs per App steuern, es gibt aber bisher keinen offiziellen Alexa Skill für die FRITZ!DECT 200, 210 oder auch Powerline 546E. Die Umsetzung ist technisch nicht so einfach, da auf der FRITZ!Box ein Zugang eingerichtet werden muss und irgendwer als Vermittler zwischen Alexa und der FRITZ!Box herhalten muss. Es gibt Lösungen mit eigenen kleinen lokalen Smart Home-Servern auf Raspberry Pi-Basis oder über Webserver etc. Alles aber wenig komfortabel oder für den Normalanwender überhaupt nicht umsetzbar. Während andere Hersteller ohne fertige Lösung für Alexa zumindest einen Ausblick geben oder Beta-Versionen von Skills bereitstellen, hält sich AVM weiter bedeckt und lässt nichts Konkretes verlauten. Was uns z. B. über andere Lösungen für unsere Steckdosen nachdenken lässt und sicher andere Nutzer auch. Was schade wäre, da sonst die Zufriedenheit mit den AVM-Lösungen sehr groß ist.

FRITZ!Dect 200 und 210 Alexa Skill - inoffiziell

Nun hat sich jemand in seiner Freizeit die Mühe gemacht und einen inoffiziellen Skill erstellt. Dieser ist heute bei Amazon gelistet worden. Wir konnten diesen noch nicht testen, wollten Euch aber schon mal vorab informieren. Auch dieser Weg ist nicht superkomfortabel und auch nicht sonderlich dokumentiert (was sich noch ändern kann), vielleicht ist es aber für den einen oder anderen eine Lösung. Natürlich sollte man auf jeden Fall dem neu angelegten Benutzer auf seiner FRITZ!Box nur Zugang zu den Smart Home-Komponenten (System/FRITZ!BOX-Benutzer/ Berechtigungen) erlauben. Damit man mit diesem Account nichts anderes machen kann. Natürlich möchte ich damit dem Entwickler in keinster Weise etwas unterstellen, allerdings dürften sich viele nicht gerne auf einer unbekannten Webseite mit Amazon-Login einloggen und da Zugangsdaten zur eigenen FRITZ!Box hinterlegen. Durch einen eigenen FRITZ!Box-Benutzer mit eingeschränkten Rechten behält man aber die Kontrolle und kann diesen auch wieder löschen oder das Passwort ändern. Auch wenn die Webseite des Entwicklers Sven Johannsen sehr dünn ist, gibt es zumindest ein Impressum mit Angaben zum Entwickler. Man muss auch klarstellen, dass der Entwickler diese Informationen braucht um eine Verbindung zwischen Alexa und Eurer Fritz!Box aufzubauen. Ohne diese Schritte wäre eine Steuerung über einen Alexa Skill nicht möglich.

Vielleicht bewegt sich jetzt was bei AVM. Mit MyFRITZ hat der Hersteller ja bereits einen Dienst um den flexiblen Zugriff auf die heimische FRITZ!Box zu erlauben. Jetzt müsste man das mittels eines Alexa Skills noch mit dem Amazon-Konto und Alexa verknüpfen.

Wenn Ihr experimentierfreudig seid, probiert es gerne mal aus und berichtet uns in den Kommentaren unten. Wir werden es schnellstmöglich auch mal testen. Da der Skill noch sehr neu ist, gibt es aktuell auch noch nicht viele Rezensionen dazu. Die erste Rezension ist auf jeden Fall schon mal positiv mit 5 von 5 Sternen.

Update 04.07.2017: Wir haben den neuen Alexa Skill gestern ausprobiert und bei uns funktioniert es leider nicht. Trotz der Einrichtung über die Webseite mit eigenem FRITZ!Box-Benutzer wird angezeigt, dass die FRITZ!Box nicht erreichbar ist bzw. Logindaten nicht stimmen oder die Firmware der FRITZ!Box nicht aktuell ist. Das trifft bei uns alles nicht zu. Ich vermute, das Problem ist unser Glasfaseranschluss. Dieser hat keine feste IPv4 mehr und ist nur über eine iPv6 von außen erreichbar. Abgesehen vom Telekom-Netz die IPv6 unterstützen können wir auch per App in keinem anderen Mobilfunknetz auf unsere FRITZ!Box 7490 zugreifen. Dafür kann aber der Entwickler des Skills nichts. Die Rezensionen zum Alexa Skill für die FRITZ!DECT 200 und 210 sind mittlerweile sehr durchwachsen. Einige der Rezensionen lassen allerdings vermuten, dass die Leute es nicht verstanden haben. Man kann nicht einfach den Skill installieren und dann sofort nach Geräten suchen lassen. Man muss auf der Webseite des Entwicklers eine Verbindung zum Amazon-Account herstellen und Dinge wie die FRITZ!Box-Adresse und Zugangsdaten angeben.

Wer den unten eingefügten Dialog nicht erfolgreich ausgefüllt hat, darf sich nicht wundern, wenn es nicht funktioniert. Hier sollte man noch mal die Beschreibung des Skills lesen. Natürlich ist die Dokumentation nicht optimal und auch dieser Weg ist nicht einfach für den Normalanwender. Deshalb und weil man ggf. selbst die Beschreibung nicht richtig gelesen oder verstanden hat, sollte man aber nicht gleich eine schlechte Bewertung hinterlassen. Es ist kein offizieller Skill des Herstellers, sondern ein Hobbyprojekt, welches der Entwickler kostenlos zur Verfügung stellt. Da sollte man den Entwickler eher motivieren und konstruktiv genauere Infos liefern, was wo nicht funktioniert. Schlechte Bewertungen ohne konkrete Informationen zum Problem werden den Autor sicher nicht dazu motivieren den Skill zu verbessern oder eine bessere Dokumentation bereitzustellen. Im Zweifel stellt er das Projekt ein und damit ist niemandem geholfen.

Update 09.07.2017: Wir hatten kurz Kontakt mit dem Entwickler. Er hat sich freundlicherweise unseres Problems angenommen und recherchiert. Bei uns liegt es tatsächlich an der aktuell fehlenden IPv6-Unterstützung. Wer davon nicht betroffen ist und Probleme hatte, sollte es heute noch mal versuchen. Anscheinend hat der Entwickler etwas geändert, die letzten Rezensionen enthalten nun mehrere Erfolgsmeldungen von Nutzern.

Link: Amazon Alexa – AVM FRITZ!DECT 200 und 210 Steckdosen mit Amazon Echo schalten (inoffiziell)

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Mai05

Amazon Echo: Alexa zu Sendungsstatus von DHL- und DPD-Paketen befragen

Gestern haben wir über eine Möglichkeit berichtet, wie Ihr Euren Fernseher per Amazon Echo steuern könnt. Bereits seit ein paar Tagen gibt es auch einen Skill des Paketdienstleisters DPD. Darüber könnt Ihr den Sendungsstatus Eurer Pakete abfragen oder nach der Adresse des nächsten Paketshops fragen. Lt. den Bewertungen funktioniert der Skill grundsätzlich gut, verlangt aber aktuell ein Login über Facebook, was nicht jedem Nutzer recht ist. Da wir selber sehr selten was per DPD geliefert bekommen, konnten wir das nicht wirklich testen.

DPD
DPD
Entwickler: DPD Deutschland GmbH
Preis: Kostenlos

Heute wurde dann ein vergleichbarer Alexa Skill von DHL veröffentlicht. Auch hier könnt Ihr nach Euren Paketen und dem aktuellen Status fragen. Es ist kein Login oder Ähnliches nötig. Dafür muss man die Sendungsnummer aber in Einzelschritten diktieren. Alexa nimmt in einem Durchgang maximal 8 Zeichen/Ziffern entgegen und man muss die Sendungsnummer dadurch in mehreren Schritten diktieren. Grundsätzlich funktionierte das Diktieren bei uns gut, allerdings ist es so sehr langwierig. Alexa merkt sich die Eingaben auch nicht und man muss dann bei jeder Abfrage neu diktieren. Hier wäre eine Verknüpfung mit einem Kundenkonto hilfreich.

DHL Paket
DHL Paket
Entwickler: Deutsche Post DHL
Preis: Kostenlos

Grundsätzlich ein guter Ansatz, an der Benutzerfreundlichkeit muss aber noch gearbeitet werden. So dürfte es für die meisten nur eine Spielerei sein und wenig effektiv. Ein separater Alexa Skill für jeden Paktetdienstleister ist aus Kundensicht auch eher suboptimal. In der Praxis nutze ich dann lieber die ParcelTrack-App für Smartphone oder Tablet. Im Gegensatz zu den oben genannten Skills, kann man sich hier auch aktiv über Veränderungen des Sendungsstatus informieren lassen. In der App sind auch alle wichtigen Dienstleister vereint.

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Mai04

Amazon Echo: Samsung-TVs per Sprache steuern (Android-Smartphone erforderlich) – per IR auch andere Hersteller möglich

Es gibt fast täglich neue Alexa Skills für den Amazon Echo oder Echo Dot. Wir hatten schon mal berichtet, wie man sich außerhalb der Alexa-App über neue Skills informiert. Aber sicher werden die meisten nicht täglich nach neuen Skills schauen. Viele Skills sind auch sehr speziell oder nur für Nutzer in einer bestimmten Stadt oder mit spezieller Hardware interessant. Glaubt man einer aktuell laufenden Umfrage bei der ComputerBild besitzen fast die Hälfte der Teilnehmenden einen Fernseher der Marke Samsung. Auch im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis begegnen diese Geräte einem sehr häufig.

Samsung UHD Fernseher bei AmazonBereits seit vielen Jahren gibt es Apps für diverse Smartphones, um darüber den Fernseher zu steuern. Die Entwickler von Smart TV Remote für Android haben ihre App nun so erweitert, dass man diese mit einem gerade erschienenen Alex Skill koppeln kann und danach dann den Fernseher per Sprache steuern kann. Die Steuerung findet nicht direkt zwischen dem Amazon Echo und dem Fernseher statt, sondern über einen Umweg über Eurer Android-Smartphone. Die eigentliche Steuerung übernimmt dann das Smartphone per Netzwerk oder Infrarot (falls im/vom Smartphone unterstützt). Noch nicht der komfortabelste Weg und auf Android-Geräte begrenzt, aber auf jeden Fall schon mal ein Anfang. Wer es ausprobieren möchte, richtet zu erst die App auf seinem Smartphone ein und dann die Verbindung zu seinem Samsung-Fernseher. Das gelingt übers Netzwerk mit vielen Geräten aus den Jahren 2011-2013 und 2016. Die Steuerung über das Netzwerk funktioniert allerdings nicht mit Modellen aus den Jahren 2014/2015 (H- und J-Modelle). Wer einen Infrarotsender in seinem Smartphone hat, kann auch diesen Weg statt der Steuerung über das heimische Netzwerk nehmen. Dann ist man auch nicht mehr auf Geräte der Marke Samsung beschränkt.

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Entwickler: adiroid
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Wenn das soweit klappt, müsst Ihr noch den Alexa Skill installieren und über die App-Einstellungen eine Verbindung zu Alexa herstellen.

Smart TV Remote
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Entwickler: adiroid
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Unser Fernseher ist zwar auch von Samsung aber leider zu alt und mein Huawei P9 Lite hat keinen Infrarotsender. Berichtet gerne mal in den Kommentaren, wenn Ihr es ausprobiert habt.

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