Microsoft Security Essentials: Kostenloser Virenschutz von Microsoft

MSE - Microsoft Security Essentials

MSE - Microsoft Security Essentials

Seit gestern kann man bei Microsoft eine kostenlose Antivirus-Software namens Microsoft Security Essentials (kurz MSE) herunterladen. Die Software beinhaltet einen Echtzeitschutz und einen On-Demand-Scanner. Die Antivirus-Lösung benötigt keine Registrierung und funktioniert auf jedem Windows XP (ab SP2), Windows Vista und Windows 7.  Einzige Voraussetzung ist das Bestehen der Microsoft Windows-Echtheitspüfung (sprich eine legale Windows-Version auf dem System). Eine 64-Bit Version für Windows Vista/7 ist ebenfalls verfügbar.

Seit wann hat Microsoft etwas zu verschenken? Sinn der Aktion ist es laut Microsoft nicht, eine direkte Konkurrenz zu Norton, G-DATA, Bitdefender, F-Secure etc. zu etablieren. Microsoft Security Essentials soll Anwender erreichen die bisher komplett auf einen Virenschutz verzichtet haben. Es wird versucht, Windows damit auf einfache Weise und ohne zusätzliche Kosten für den Nutzer sicherer zu machen.

Das Installationssetup ist erfreulich klein (ca. 5-9 MB je nach Betriebssystem) und schnell installiert. Das Programm hat eine extrem einfach zu bedienende und aufgeräumte Oberfläche. Microsoft beschränkt sich auf wesentliche Funktionen, was in Sachen Ressourcenbedarf auch durchaus bei anderen Anbietern wünschenswert wäre. Auf meinem schon betagten Notebook konnte ich bisher keine nennenswerten Geschwindigkeitseinbußen festellen. Selbst während eines laufenden Systemscans war flüssiges Arbeiten problemlos möglich. Ob MSE eine wirkliche Alternative zu herkömmlichen Antivirus-Lösungen ist, wird sich aber erst nach Tests von spezialisierten Experten wie AV-Test.de sagen lassen. Diese führen fast alle großen Vergleichstest für internationale PC-Magazine und Zeitschriften durch. Dort wurde vor einigen Monaten bereits die Beta-Version getestet und für gut befunden. Alle getesteten Bedrohungen wurden gefunden und entfernt. Im Gegensatz zu mancher Konkurrenz wurden auch keine Fehlalarme ausgelöst (unbedenkliche Dateien als bösartig gemeldet). Jetzt hängt es natürlich davon ab, wie gut und schnell Microsoft mit Signaturen und Updates auf neue Bedrohungen reagiert.

katzeausdemsack.de meint: Wer bisher keinen Virenschutz nutzt oder eine Lösung sucht, die sich aufs Wesentliche konzentriert, sollte Microsoft Security Essentials auf jeden Fall ausprobieren. Auch wenn andere Hersteller von Antiviren-Lösungen es als Schwäche und fehlenden Funktionsumfang bezeichnen, dass nichts in Sachen Webseiten-Prüfung, Phishing usw. passiert, hat mir gerade das gut gefallen. Wenn ich einen Virenschutz installiere, will ich persönlich auch nur einen Antivirus und keine Phishing-Plugins, Link-Checker, Verbreitungs-Landkarten und was bei anderen Lösungen heute noch so alles installiert wird. Auf meinem System bleibt das neue Tool von Microsoft erstmal drauf; sollte sich mein erster Eindruck ändern werde ich euch berichten. Erfahrungsberichte von euch in den Kommentaren sind natürlich auch immer willkommen.

Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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