Test: Seagate Free Agent Go 500 GB – 2,5 Zoll externe USB-Festplatte

Seagate Free Agent GoBeim heutigen Testkandidaten handelt es sich um eine externe 2,5 Zoll USB-Festplatte von Seagate. Die Festplatte stammt aus der Free Agent Go-Serie. Neben der hier getesteten 500 GB-Variante gibt es auch Modelle mit 250 GB, 320 GB, 640 GB, 880 GB und 1 TB. In unserem Testgerät ist eine Segate ST9500325AS Festplatte verbaut. Hierbei handelt es sich um eine Festplatte aus der Seagate Momentus Reihe (6.Generation). Sie arbeitet mit 5400 U/min, hat eine SATA-300 Schnittstelle und verfügt über 8 MB Cache. Für eine 2,5 Zoll Festplatte liefert die verbaute ST9500325AS gute Werte im Bereich Transferleistung von durchschnittlich ca. 65 MB/s (maximal über 80 MB/s). Die Zugriffszeit ist mit über 8 ms eher mittelmäßig. Diese Werte beziehen sich natürlich nur auf die verbaute Festplatte. Durch den Anschluss über USB muss man (wie bei allen USB-Festplatten) Einbußen in Sachen Geschwindigkeit hinnehmen.

Auffällig ist, dass die Festplatte extrem leise ist und bei normaler Nutzung kaum hörbar ihre Aufgabe verrichtet. Auch das Starten der Festplatte und Parken der Schreib-/Leseköpfe geht dank der Quickstep-Technologie von Seagate kaum hörbar von statten. Dank der G-Force Protection und dem dafür verbauten Free Fall-Sensor, erkennt die Festplatte schnelle Bewegungen wie z.B. ein Fallen vom Tisch und parkt die Schreib-/Leseköpfe in Sekundenbruchteilen an einer sicheren Position. Gerade für eine externe Festplatte ist die natürlich ein klares Plus an Sicherheit. Nach den inneren Werten wollen wir uns nun den äußeren Werten widmen.

Free Agent Pro Größenvergleich

Free Agent Pro Größenvergleich

Zuerst fällt auf, dass bei der Free Agent Go wirklich nur das nötigste an Gehäuse um die eigentliche Festplatte gepackt wurde. Das Gehäuse ist 1,25 cm hoch – 8 cm breit und 13 cm lang  und wiegt 160 Gramm (die 1 TB-Variante ist rund 1 cm höher und wiegt 290 g). Also der ideale Begleiter für unterwegs mit viel Kapazität. Wer möchte kann zu den Geräten auch eine Dockingstation erwerben, in diese wird die Festplatte dann einfach hochkant eingestellt. Ich persönlich sehe da keinen großen Sinn drin, da der Anschluss über USB sehr einfach und schnell geht. Das Gehäuse gibt es in mehreren Farben, unser Testkandidat ist „titansilber“. Die Optik ist schlicht, aber hochwertig und edel. An der oberen Rückseite sind viele kleine Löcher in der oberen Abdeckung und darunter signalisiert eine weiße LED die Aktivität. Ich bin mir nicht sicher ob die farbigen Modelle auch andere LED-Farben benutzen. Wenn das wichtig ist, sollte man dies vor dem Kauf ggf. noch prüfen. Grundsätzlich finde ich die Aktivitätsanzeige eine schöne Sache. Man sieht dadurch, ob die Festplatte verbunden ist und durch das Pulsieren (sehr langsam und weich) auch die Aktivität. Es kann allerdings störend sein, wenn die Festplatte als Datenlieferant für einen Blu-ray Player oder eine Mediacenter dient. Im abgedunkelten Raum ist das Licht dann schon sehr gut wahrnehmbar und ggf. störend.

Einen direkten Ein-/Aus-Schalter gibt es nicht, was aber bei 2,5 Zoll Festplatten durchaus üblich ist, da diese meist für den mobilen und weniger den stationären Einsatz gedacht sind. Diesen Hauptzweck erkennt man auch an dem ca. 45 cm langen USB-Kabel, welches für unterwegs ideal ist, aber zu hause könnte es hier und da vielleicht etwas kurz sein. Da es ein handelsübliches USB -> USB Mini-Kabel ist, kann man aber problemlos ein anderes Kabel verwenden. Zur Wärmeentwicklung der Festplatte gibt es nichts Auffälliges zu sagen, sie wird bei starker Nutzung warm (38 bis 40 Grad), aber mehr auch nicht.

Free Agent Pro 500 GB mit Kabel

Free Agent Pro 500 GB mit Kabel

Die Festplatte ist vorformatiert (NTFS – nur für Windows)  und die Software Free Agent zum Synchronisieren und Sichern von Daten befindet sich ebenfalls bereits auf dem Laufwerk. Bei der von uns getesteten Variante war noch die Software „muvee Reveal„, ein Programm zum schnellen Erstellen von Videoshows dabei. Die Variante ist etwas beschränkt, so können z.B. keine HD-Videos (h.264) mit der speziellen Seagate-Edition erstellt oder importiert werden. Ansonsten muss man aber sagen, dass die Software ziemlich gut ist. Es gibt keine komplizierten Timelines oder ähnliches, sondern man sucht einfach die gewünschten Fotos und Videos raus, ggf. noch ein MP3 zu Musikuntermalung und nach Auswahl eines der vorgegebenen Stile erhält man auf Knopfdruck ein absolut professionell wirkendes Video. Ob diese Software dauerhaft und immer im Umfang ist, können wir leider nicht sagen. Bei uns war es durch einen Aufkleber „Muvee – Movie Making Software“ auf der Verpackung zu erkennen.

Testtools bescheinigen der Free Agent Go 500 GB über USB eine durchschnittliche Transferrate von knapp über 30 MB/s. In der Praxis zeigte z.B. Total Commander beim Kopieren eines großen ISO-Images von der Festplatte rund 35 MB/s als Durchschnittswert an. Bei kleineren Dateien wie z.B. Fotos oder MP3s lag der Wert in Bereichen zwischen 25 MB/s und 33 MB/s. Der Test erfolgte an einem schon etwas betagten Notebook mit einem Centrino 1,6 Ghz Prozessor. Von den 500 GB stehen nach der Formatierung (NTFS) 465 GB unter Windows zur Verfügung. Seagate gewährt eine eingeschränkte Garantie von 5 Jahren.

katzeausdemsack.de meint: Die Seagate Free Agent Go 2,5 Zoll Festplatte hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Schick, sehr klein und extrem leise. Die Zugriffszeiten und Transferraten sind nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Wer hier deutlich mehr will, sollte schauen, ob die Platte wirklich so klein sein muss und ob die zu verbindenen Geräte nicht vielleicht auch SATA-Anschlüsse zur Verfügung stellen. Unser Kaufgrund für die Festplatte war aber der Wunsch nach einer möglichst kleinen Festplatte (ohne Netzteil) die optisch auch ansprechend ist. Diese Wünsche erfüllt die Seagate Free Agent Go 500 GB sehr gut und die Softwarezugabe von Muvee war in unserem Fall mal ein wirklicher Mehrwert und blieb nicht ungenutzt wie sonstige vorinstallierte Software anderer Bundles. 5 Jahre Garantie (wenn auch eingeschränkt) und die G-Force Protection runden das Bild ab.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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2 Kommentare

  1. Das klingt natürlich nicht nach guten Erfahrungen. Meine hier getestete 500 GB funktioniert immer noch einwandfrei. Ich schleppe die fast täglich mit mir rum. Mal am PC, mal am Receiver zur Aufnahme. Oft formatiert (brauche mal FAT32 und mal NTFS). Daher kann ich nicht Klagen. Aber die verbauten Festplatten sind vielleicht auch nicht immer gleich. Danke für deine Erfahrung.

  2. SeagateFree Agent Go 320 GB nach kurzer Zeit kaputt(Zu grosse Festplattenfehler>dann Seagate Free Agent Go 500 GB kann aus dem Raw Zustank nicht mehr reaktiviert werden!Diese Laufwerke kaufe ich nicht mehr!!!Alle anderen USB Laufwerke ausser die vorgenannten WD laufwerke machen mir keine Probleme!!Kann seagate Free Agent Go nicht empfehlen dazu kurze Lebensdauer.

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