Test: VideoWeb 600S HD – Hybrid HDTV Satelliten-Receiver

VideoWeb 600S - HDTV Satelitten-Receiver

VideoWeb 600S - HDTV Sat-Empfänger

In den letzten vier Wochen haben wir unseren Humax HD-1000 Satelliten-Receiver gegen den VideoWeb 600S ausgetauscht. Wirklich neu ist das Projekt von VideoWeb nicht. Das Karlsruher Team um den Web.de-Gründer Matthias Greve arbeitet bereits seit mehreren Jahren an dem Projekt. Zuerst sollte ein VideoWeb 500S erscheinen, dieser wurde aber nie ausgeliefert. Durch Veränderungen im HDTV-Bereich wie z.B. HD+ wurde das Gerät übersprungen und am verbesserten VideoWeb 600S weiter gearbeitet. Nach längeren Beta-Testphasen ist das Gerät nun etwas mehr als 3 Monate offiziell verfügbar. Es gibt schon einige Testberichte auf Basis der Vorserien-Modelle, wir haben uns aber entschlossen auf das finale Gerät zu warten. In diesem Bericht werden wir Euch über unsere Erfahrungen mit dem HDTV Satelliten-Receiver berichten. Der 600S unterscheidet sich durch vielfältige Internet-Funktionen und Applikationen von einem normalen Satelliten-Receiver.

Kommen wir aber erst mal zu den technischen Daten:

•    HDTV-Satelliten-Receiver
•    HD + fähig (entsprechende HD+ Karte im Lieferumfang – 12 Monate kostenlos)
•    Digitaler HD-Videorecorder (externes USB-Speichermedium erforderlich)
•    Super Videotext und RedButton TV
•    TV Portal mit HD Videothek und Internet TV
•    Internet-Apps wie z.B. Twitter, Picasa. Weitere Applikationen geplant.

Anschlüsse:
•    HDMI-Ausgang
•    2x USB-Eingang (Vorder- und Rückseite)
•    Ethernet-/LAN-Anschluss

Lieferumfang:

•    Fernbedienung, HDMI-Anschlusskabel, LAN-Kabel (5m)

Optik / Verarbeitung / Fernbedienung

Anschlüsse des VideoWeb 600S

VideoWeb600S - Front- und Rückansicht

Der VideoWeb 600 S kommt in einem schwarzen Hochglanzgehäuse daher. Ich persönlich bevorzuge mittlerweile Geräte in nicht glänzenden und unempfindlicheren Gehäusen. Das Gehäuse des VideoWeb 600S zeigt trotz vorsichtigem Umgang schon unschöne Spuren. Fingerabdrücke lassen sich kaum vermeiden und deren vorsichtige Entfernung (Microfasertuch) führt zu kleinsten Kratzern. Wirklich störend sind diese aber höchstens wenn das Gerät frei und offen steht. In unserem TV-Rack fällt dies nur aus nächster Nähe auf.  Auf der vorderen linken Seite befindet sich ein einfaches bernsteinfarbenes Display. Es zeigt je nach Zustand das Datum oder die Programmnummer. Zusätzlich werden der aktuelle Modus, die Internetverbindung und die Aktivität der Fernbedienung angezeigt. Ich habe hier persönlich nichts vermisst, aber man muss anmerken, dass dieses Display weder besonders stylisch noch sonderlich informativ ist. Selbst unser mittlerweile ein paar Jahre alter Humax HD-1000 zeigt zumindest schon den Sendernamen. Gerade bei einem solchen interaktiven Gerät könnte man ein höherwertiges bzw. informativeres Display erwarten. Rechts neben dem Display befinden sich die wichtigsten Steuerelemente in Tastenform, um die Grundfunktionen auch ohne Fernbedienung ausführen zu können. Auf der Vorderseite des VideoWeb 600S findet man weiterhin einen USB-Anschluss (externe Speichermedien) für die Videorecorder-Funktion. Dieser USB-Anschluss ist mit einer Gummiabdeckung geschützt, meiner Meinung nach optisch eher unschön und unnötig. Ich habe etliche Geräte mit offenen USB-Anschlüssen und hatte dort noch nie Probleme, vor allem nicht bei einem stationären Gerät. Grundsätzlich ist der Anschluss vorne aber sehr gut, wenn man z.B. das Aufnahmemedium nicht dauerhaft am Receiver belassen will. Rechts findet sich dann eine Klappe mit einem Kartenslot für die mitgelieferte HD+ Karte und darunter ein CI-Slot.

Auf der Rückseite befindet sich ein Ein-/Ausschalter, ein LAN-Anschluss, ein weiterer USB-Anschluss, ein HDMI-Anschluss und S/PDIF-Anschluss für entsprechende Audio-Receiver oder Soundsysteme. Besonders der weitere USB-Anschluss ist sehr positiv zu bewerten. Diesen vermisse ich z.B. bei meinem LG BD-370 Blu-ray-Player. Dort gibt es nur vorne einen Anschluss und eine Festplatte „hängt“ somit immer optisch unschön an der Vorderseite. Wer jetzt nach einem Scart-Ausgang oder S-Video-Anschluss sucht, wird beim VideoWeb 600S nicht fündig. Dies ist aber aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung. Es handelt sich um ein Gerät, welches sich auf HD-Inhalte spezialisiert und einen digitalen Videorecorder mitbringt, da sind solche Anschlüsse überflüssig. Nur der ein oder andere Besitzer eines Beamers vermisst vielleicht einen YUV-Anschluss.

PC-Konfiguration des VideoWeb 600S

PC-Konfiguration des VideoWeb 600S

Ein Internetanschluss (DSL) bzw. ein PC/Netzwerk (einfach über den Router, den fast jeder haben sollte) ist natürlich Pflicht. Viele der Sonderfunktionen, auf die wir nachher genauer eingehen, können nur mit Internet genutzt werden. Das gilt auch für einige Einstellungen wie z.B. die Favoritenliste. Diese kann man sehr einfach und komfortabel am PC erstellen, aber eben auch nur dort. Ein Nachteil könnte für einige natürlich die fehlende WLAN-Integration sein. Im Standard ist der VideoWeb 600S nur per Netzwerkkabel zu betreiben. Ob und wann es einen WLAN-Stick zur Erweiterung geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Mich stört es nicht, da meine Wohnung bestens verkabelt ist und dies gerade für das Streaming von Videoinhalten in HD-Qualität oft auch die bessere Wahl ist als WLAN. Wobei dies mit dem aktuellen WLAN n-Standard auch kein Problem mehr sein muss. Wer WLAN unbedingt benötigt findet bei diversen Hersteller entsprechende Geräte um einen normalen LAN-Anschluss auch WLAN-tauglich zu machen.

VideoWeb 600S - Fernbedienung

Die Fernbedienung

Zur Fernbedienung gibt es wenig Besonderes zu sagen. Einen besonders hochwertigen Eindruck vermittelt die Fernbedienung nicht. Im Gegensatz zu einigen Produktfotos ist unsere Fernbedienung auf der Oberseite silbern und nicht schwarz. Sie liegt gut in der Hand und alle wichtigen Funktionen sind einfach zu erreichen. In unserem Test hatten wir ab und zu das Gefühl, dass diese etwas träge reagierte. Dies ist aber nicht wirklich der Fall (erkennbar an der Aktivitätsanzeige im Display). Einige der Internet-Funktionen brauchen einfach ein wenig bis eine Reaktion auf dem Fernseher zu sehen ist. Dazu muss ich sagen, dass meine DSL 6000-Leitung nicht gerade die Schnellste ist. Wobei laut Hersteller selbst für HD-Inhalte per Internet nicht mehr als 4 Mbit/s notwendig sind. Das können wir auch bestätigen. Bei der Wiedergabe von Online-Inhalten gab es keine Ruckler oder Artefakte, welche auf Bandbreiten-Probleme hinweisen würden.

Einrichtung / Inbetriebnahme / Menü / Updatefunktion

PC-Verwaltung per mein.videoweb.de

Favoriten am PC verwalten

Wie schon im oberen Texte geschrieben, ist ein DSL-Anschluss und ein PC für die komplette Einrichtung notwendig. Beim Einschalten des Gerätes fällt der lange Bootvorgang mit über 40 Sekunden auf. Wir dachten zuerst, dass dies aus dem Standby nachher schneller gehen würde, aber das ist leider nicht der Fall. Ein bisschen Geduld nach dem Einschalten ist also gefragt. Die grundsätzliche Einrichtung verläuft recht einfach und am PC hat man Zugriff auf ein Online-Handbuch, welches einen bei der Einrichtung unterstützt. Dieses wird man auch öfter benötigen, da nicht alle Funktionen selbsterklärend sind. So haben wir es ohne Anleitung nicht geschafft, die Hauptsender (1-99) zu sortieren. Wenn man es einmal verstanden hat, geht es aber recht einfach. Einen Sendersuchlauf muss man beim VideoWeb 600S nicht durchführen. Für Astra gibt es eine vorgefertigte Senderliste, welche durch Updates bei Veränderungen aktualisiert wird. Im Standard gibt es auch noch verschiedene Gruppen wie z.B. Sport, Nachrichten, Dritte Programme, in welche die einzelnen Programme noch mal kategorisiert sind. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, ist es erforderlich, sich online ein Benutzerkonto anzulegen. Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geschlecht sind hier Pflichtfelder. Auch wenn der Hersteller oft von sehr einfacher Bedienung spricht, ist der VideoWeb 600S definitiv kein Gerät mit dem man nach dem Anschließen gleich loslegen kann.

Hauptmenue VideoWeb 600S

VideoWeb 600S TV-Portal

Die Menüs des Gerätes sind ziemlich schlicht und haben uns nicht wirklich angesprochen, vor allem auch in Sachen Auflösung. Hier sind wir von dem Menü unserer LG-Geräte etwas verwöhnt. Das Menü ist ähnlich aufgebaut wie das von einem Apple iPhone oder iPad. Einfache Symbole nebeneinander und untereinander aufgereiht. Die Symbole sind leicht verständlich aber optisch leider wenig einheitlich. Besonders bei den Icons TV oder Twitter sieht man anfangs nicht, dass diese aktuell ausgewählt sind. Markierte Funktionen erhalten einen weißen Rand, welcher allerdings auf den ersten Blick auch zum Symbol selber gehören könnte. Daran gewöhnt man sich aber schnell, wenn man die Markierung einmal verstanden hat. Sehr störend empfand ich die Tatsache, dass es in den Menüs nicht möglich ist von der obersten Reihe durch einen Klick nach oben in die untere Reihe zu springen. Man muss dann mehrmals nach unten drücken, um in die letzte Reihe zu gelangen. Insgesamt alles zu verschmerzen, aber das Menü und die Bedienung sind definitiv kein Highlight des VideoWeb 600S.

Grundsätzlich ist es natürlich sehr schön, wenn sich ein Gerät über Updates regelmäßig aktualisiert und verbessert. Auch der Verzicht auf einen Sendersuchlauf durch Updates per Internet ist eine gute Idee. In der Umsetzung ist das aber noch nicht überzeugend. Jedes Mal, wenn man das Gerät ausschaltet, kommt noch eine Abfrage, ob man abschalten oder nach Updates suchen will. Letzteres ist dann auch immer noch vorausgewählt. Sorry, aber das ist absolut unpraktisch. Oft habe ich den Fernseher schon auf ein anderes Gerät wie z.B. meinen Blu-ray Player oder die Xbox 360 umgeschaltet, dann kann ich den Receiver nicht ausschalten (außer ich lerne den Blindflug durch das Menü). Hinzu kommt, dass es gar nicht täglich Updates gibt. Hier gibt es sicher bessere Methoden, um Updates zu melden und durchzuführen. Beim Abschalten ist aus unserer Sicht der denkbar Schlechteste. Noch nerviger wird es, wenn es Änderungen bei den Sendern gab, dann fragt der  VideoWeb 600S jeden einzeln ab (Wollen Sie den Sender XYZ zu Ihren Hauptsendern hinzufügen?).  Wenn ich ein Gerät ausschalte, dann möchte ich auch, dass es entsprechend reagiert.

HDTV Satelliten-Receiver / Digitaler Videorecorder (PVR/DVR)

Infoanzeige des VideoWeb 600S

Info-Anzeige im TV-Modus

Kommen wir nun zu den Hauptfunktionen des VideoWeb 600S. Bei allen Zusatzfunktionen, die wir später noch behandeln, sind dies der HDTV-Receiver und der digitale Videorecorder. Dies werden für die meisten die Hauptgründe für die Anschaffung sein. Die Bildqualität war bei uns über jeden Zweifel erhaben. Das galt sowohl für SD- als auch HD-Sender. Es fiel besonders auf, dass der Ton im Vergleich zu unserem alten Humax HD1000 hörbar besser war. In den Foren von VideoWeb wird über Probleme (Knacken) mit dem Ton berichtet. Dies scheint geräteabhängig (TV) zu sein, denn bei uns war davon nichts auszumachen. Die Umschaltzeiten sind sicher nicht im Spitzenbereich aber mit knapp über 2 Sekunden bei SD- und ca. 3 Sekunden bei HD-Programmen absolut zufriedenstellend. Weniger überzeugend hingegen ist die EPG-Funktion, diese erinnert an sehr einfache Receiver der untersten Preisklasse. Man sieht nur einen Sender mit kleiner Livevorschau und die nächsten Sendungen. Über Reiter kann man die nächsten Tage durchgehen. Eine komplette Übersicht wie bei anderen Geräten fehlt völlig. Da macht die Planung und Auswahl des Fernsehprogramms oder von Aufnahmen nicht wirklich Spaß. Es ist wohl schon länger eine deutlich verbesserte EPG-Funktion in Planung, wann diese erscheint, ist aber noch unklar.

HD Text - HbbTV

HD Text Sat1 - Videotext 2.0

Trotz der vielen Internet-Funktionen ist auch normaler Videotext vorhanden. Dieser funktioniert gut und ohne Probleme. Durch HbbTV, auch Videotext 2.0 genannt, wird man bei vielen Sendern mit einer moderneren Variante versorgt. Natürlich ist auch der Empfang von Radiosendern per Satellit möglich und wenn die Sender es unterstützen auch mit erweiterten Funktionen (HbbTV). Leider ist der Empfang von Internet-Radiosendern bisher nicht vorgesehen, dies wäre aus unserer Sicht eine gute Erweiterung für das Gerät. Hat man alle Sender einmal nach seinen Wünschen sortiert, kann man über die OK-Taste aus einer übersichtlichen Liste alle Gruppen und Programme schnell anwählen. Gut gefällt auch die schlichte aber informative Bauchbinde, die beim Umschalten oder beim Druck auf die Info-Taste alle wichtigen Infos zum aktuellen Programm, dem Sender, Signalqualität und Tonformat zeigt. Störend ist die Tatsache, dass nach dem Einschalten des Gerätes eine explizite Auswahl von „TV“ notwendig ist. Schön wäre, wenn man das in den Optionen wählen könnte, also z.B. „TV“ oder „Portal-Übersicht“ oder sogar „zuletzt genutzte Funktion“. Durch die beiliegende HD+ Karte kann man auch RTL, SAT1, PRO7, VOX, Kabel1 und zukünftig Sport1 in HD schauen. Sicher, der „Standard“ HD+ wird sehr kontrovers diskutiert und das auch zu Recht. Hat man es aber und beurteilt nur die Qualität, dann überzeugt es durchaus. Seien wir mal ehrlich, wenn man irgendwelche Filme oder Serien schaut, dann ist das sehr häufig genau auf diesen Sendern. Und in HD macht das dann noch mehr Spaß. Es ist noch nicht alles in HD aufbereitet, aber im Gegensatz zur früheren kostenlosen Testphase, sieht man heute nur noch selten SD-Material auf den Sendern. HD+ ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber die Bildqualität der Programminhalte überzeugt. Auch wenn das meiste HD-Material der HD+ Sender noch nicht ganz mit dem von z.B. Sky mithalten kann.

Kanalliste des Sat-Empfängers

Senderauswahl - VideoWeb 600S

Ein weiteres wichtiges Feature ist der sogenannte Digitale Videorecorder (DVR oder auch PVR). Durch die zwei USB-Anschlüsse (vorn/hinten) kann man eine Festplatte zur Aufzeichnung von Sendungen anschließen. Laut Hersteller geht dies nur mit Festplatten, aber in unserem Test ging es auch mit einem FAT32 formatierten USB-Stick (16 GB). Wobei FAT32 wegen der 4GB Grenze gerade bei HD-Inhalten kein gute Wahl ist. Mit einer NTFS formatierten Segate Free Agent Festplatte konnte der VideoWeb 600S leider nichts anfangen (Filesystem kann nicht identifiziert werden). Wer die Festplatte hauptsächlich nur am Receiver nutzt, kann diese dort mit einem Linux-Dateisystem formatieren lassen und hat dann auch keine 4GB-Grenze wie bei FAT32. Aufnahmen kann man einfach per Druck auf die Aufnahmetaste starten oder auch im EPG programmieren. Zusätzlich gibt es auch die Option „Pause-TV“ (bei anderen Herstellern TimeShift genannt). Dadurch kann man das aktuelle TV-Programm pausieren und auf Knopfdruck ab der pausierten Stelle weiterschauen. Dazu zeichnet das Gerät das laufende Programm auf und gibt es dann gleichzeitig an der gestoppten Stelle wieder. Das funktioniert leider nicht mit den HD+ Sendern. Dies ist aber kein Fehler des VideoWeb 600S, sondern liegt an den Begrenzungen des HD+ Formats. Dieses erlaubt nicht das Spulen in Aufzeichnungen, um so z.B. Werbung zu überspringen oder diese sogar rauszuschneiden. Das macht leider auch die Pause-TV Funktion zunichte. Bei anderen unverschlüsselten Sendern ist das aber problemlos möglich. Das Gerät verfügt nur über einen Tuner und somit kann man während einer Aufnahme nur noch auf eine begrenzte Senderauswahl zugreifen, welche die laufende Aufnahme nicht stört. Dies ist aber auch bei allen anderen Receivern mit nur einem Tuner der Fall. Ein absoluter Schwachpunkt der Aufnahmefunktion ist, dass diese nicht aus dem Standby funktioniert. Sprich, der Receiver muss eingeschaltet sein. Kaum jemand will seinen Receiver immer laufen lassen und wenn man sowieso davor sitzt, kann man die Aufnahme auch manuell starten. Die Qualität der Aufnahmen war überzeugend sowohl bei SD- wie auch HD-Sendern, die Auswahl und Übersicht der aufgenommenen Sendungen war strukturiert und direkt über eine Taste auf der Fernbedienung zu erreichen. Grundsätzlich ist die Aufnahme eine gute Sache und auch bei den zwei USB-Schnittstellen hat der Hersteller mitgedacht. Aber ohne Aufnahmen aus dem Standby wird die Funktion für viele nur beschränkt sinnvoll nutzbar sein.

Internet-Funktionen / Zusatzfeatures

Hier wollen wir Euch kurz die Funktionen aufzählen, welche der VideoWeb 600S anderen Receivern voraus hat. Viele davon sind aus unserer Sicht sehr speziell und nicht für eine größere Zielgruppe interessant. Hier ist es aber so, dass der Hersteller diese in der Zukunft noch stark ausbauen will. So gibt es Aussagen, dass sich der Umfang in einem Jahr rund verzehnfachen könnte. Wichtig ist aus unserer Sicht aber nicht die Quantität sondern die Qualität und vor allem der Nutzen für eine möglichst große Zielgruppe. Schauen wir uns aber erst mal die bisher vorhandenen Funktionen an.

Online Videothek - Video on Demand

Filme in HD-Qualität leihen

HD-Kino: Diese Funktion ist eine Art Online-Videothek, aus der man sich gegen Bezahlung Filme leihen kann. Aktuell stehen knapp über 60 Filme zur Auswahl. Neben ein paar wirklich aktuellen Filmen, handelt es sich bei dem Großteil um ältere Filme, die längst schon im Free-TV liefen. Die Preise unterscheiden sich nicht viel von anderen VoD-Plattformen (Video on Demand). Die Preise liegen je nach Film und Auflösung meist zwischen  2,99 €  und 5,99 €. Für Avatar oder Kampf der Titanen zahlt man das ggf. auch gerne, aber „Free Willy“ in SD für 4,99 € scheint etwas übertrieben. Das Menü zur Auswahl der Filme ist nicht besonders schön und übersichtlich. Es werden 10 verschiedene Filmtitel (Cover) gleichzeitig in zwei Reihen untereinander angezeigt. Hier ist das einzelne Filmcover deutlich zu klein, um von der „fernen“ Couch eine entspannte Auswahl treffen zu können. Ein klarer Nachteil ist aktuell, dass alle Filme nur Stereo-Ton bieten. Das geht aus unserer Sicht vor allem bei dem Preis gar nicht. HD bedeutet bei dem VoD-Dienst des VideoWeb 600S eine Auflösung von 720p (1280 x 720). Vergleichen wir hier die Preise und Leistungen des VoD-Dienst von Microsoft mit FullHD und 5.1 Sound, so würden wir sicher eher dort einen Film leihen. Aber nicht jeder verfügt über eine solche Spielkonsole. Einen geliehenen Film kann man wie bei den meisten anderen Diensten auch 24 Stunden lang anschauen. Guter Ansatz, aber hier muss in Sachen Auswahl, Technik und Präsentation noch deutlich nachgebessert werden, damit es konkurrenzfähig ist.

Kinovorschau: Dieser Bereich ist genauso aufgebaut wie HD-Kino, nur dass es sich hier um kostenlose Trailer handelt. Knapp über 30 Trailer stehen aktuell (Oktober 2010) zur Verfügung. Man hat auch wie bei HD-Kino die Auswahl zwischen HD, SD+ und SD je nach Verfügbarkeit. So ist auch für jede DSL-Bandbreite ab 1Mbit/s ein passendes Format dabei. Etwas nervig ist die Tatsache, dass man dies vor allem bei der Kinovorschau immer wieder wählen muss. Hier würden wir uns eine Einstellung in den Optionen wünschen (wenn verfügbar immer HD auswählen). Das würde in dem Menü, welches nicht gerade das Schnellste ist, einen Schritt sparen. Leider auch hier wieder nur Stereo-Ton.

Kino-Trailer

Kinovorschau per Internet

HD Klassik: Hier stehen derzeit 4 Videos in HD-Qualität zur Verfügung. Also eine sehr begrenzte Auswahl. Während die Überschrift des Menüpunkts von Dolby Digital spricht, ist in den Details auch nur Stereo als Ton angegeben. Der Wechsel zwischen verschiedenen Videos bringt den VideoWeb 600S leider häufig aus dem Tritt.

Fitness-TV: Hier stehen über 25 Videos mit verschiedensten Fitness-Übungen in HD bereit. Sicher sehr speziell, aber die Bildqualität der Videos ist gut. Leider auch hier oft Probleme beim Wechsel der Videos. Obwohl man im Hauptmenü ist, läuft das letzte Video ungewollt im Hintergrund weiter.

Free VoD: Hier gibt es derzeit 10 kostenlose Filme in SD-Qualität. Es handelt sich um ältere Filme wie z.B. Rush Hour oder Eine Hochzeit zum Verlieben. Die Qualität ist hier SD bzw. teilweise SD+.

NASA TV: In diesem Bereich findet man derzeit 6 HD-Videos zum Thema Raumfahrt und Weltall. Leider sind alle Videos nur in englischer Sprache verfügbar.

Tagesschau: Hier hat man Zugriff auf die aktuellsten Beiträge der Tagesschau. Man kann die Beiträge einzeln anwählen und so nur gezielt das Interessante rauspicken. Es gibt auch ein Archiv über das man in eine ältere Ausgabe der Tagesschau schauen kann. Schönes und übersichtliches Menü. Die Bildqualität ist in der kleinen Vorschau sehr gut, als Vollbild liegt es leider unter der normalen SD-Qualität. Was aber natürlich an den zur Verfügung gestellten Videos und nicht am VideoWeb 600S liegt.

Videoweb 600S - Tagesschau

Tagesschau auf Abruf

ARD-Text: Hierbei handelt es sich um eine verbesserte Form des Videotextes (auch SuperVideoText genannt). Die neue Version erscheint moderner, optisch schärfer, ansprechender und bietet neben reinem Text auch Bilder. Die Navigation ist deutlich besser als bei normalem Videotext.

Sevenload: Hier kann man sich einige wenige vorgegebene Kanäle anschauen. Sehr spezielle Sachen von denen mich nichts recht angesprochen hat. Leider werden einige Videos auch nur in Briefmarkengröße auf dem Fernseher gezeigt. Die Inhalte scheinen eher für kleine Internetvideos erstellt worden zu sein. Leider gab es auch hier öfter Probleme beim Verlassen eines Videos. Trotz „Stopp“, „X“ oder „Portal“ blieb der Bildschirm schwarz und nur ein Ausschalten half, um wieder ins Hauptmenü zu kommen.

BR-Text: Hier handelt es sich wie beim ARD-Text um eine erweiterte Videotext-Funktion. Leider hatten wir in unserem Testzeitraum nur teilweise das Glück, dass dies auch funktionierte. Viele dieser Dinge scheinen seitens der Anbieter noch in der Aufbauphase zu sein.

Einführung: In diesem Bereich findet man aktuell 5 HD-Videos, welche einem die Nutzung des VideoWeb 600S näher bringen sollen. Leider werden ähnlich wie auf der Verpackung des Gerätes einige Bereiche erklärt, die derzeit gar nicht verfügbar sind (Facebook, BildTV, Google Maps usw.). Sehr nervig ist, dass man am Ende des Videos nicht wieder im Menü landet. Der Bildschirm bleibt einfach schwarz und man muss erst eine Taste drücken. Diese Menüstruktur nervt nach einiger Zeit. Man würde sich hier wünschen, dass der Zwischenschritt der Detailauswahl verschwindet. Denn so muss man auch zweimal zurück, um das nächste Video wählen zu können (betrifft fast alle Bereiche).

Web-Streams: Hier stehen derzeit rund 20 Web-Streams aus verschiedensten Bereichen zur Verfügung. Unter anderem geht es um Nachrichten, Musik, Games und weitere Themen. Leider war eine Vielzahl der Streams in unserem Test nicht erreichbar. Hier erhält man auch keinen Hinweis über Sendezeiten oder Verbindungsprobleme. Der Bildschirm bleibt einfach schwarz.

Screensaver: In diesem Bereich gibt es 10 verschiedene Bildschirmschoner zur Auswahl. Diese werden aber nicht selber aktiv, wenn man z.B. Radio hört, sondern müssen explizit angewählt werden. Diese sind in ansprechender HD-Qualität und reichen von Kaminfeuer bis zu 3D-Animationen. Der Nutzen ist aber relativ gering, da hier nichts wirklich „geschont“ wird, sondern diese einfach zum Anschauen dienen. Leider sind es auch nur Videos. Das Kaminfeuer knackt also nicht und es kommt kein richtiges Kamin-Feeling auf.

Picasa: Über dieses Symbol hat man Zugriff auf Googles Fotodienst Picasa. Google Picasa ermöglicht es, Fotoalben im Internet abzulegen. Wenn man die entsprechenden Daten über die Weboberfläche des VideoWeb 600S konfiguriert, hat man Zugriff auf seinen Picasa-Account. Sind keine Daten hinterlegt, bekommt man zur Demonstration ein paar voreingestellte Alben zu verschiedenen Themen angezeigt.

Videoweb 600S Streams

VideoWeb 600S - Streams

Twitter: Leider funktionierte Twitter während unserer Testphase lange nicht. Es wurde aber zumindest eine Meldung angezeigt, welche bei anderen auch nicht funktionierenden Bereichen fehlte. Während unseres Tests gab es dann ein Update (Version 70). Mit diesem Update funktioniert Twitter wieder. Der Nutzen ist aber relativ gering. Leider ist die Ansicht der Nachrichten zu klein, um diese von der Couch aus entspannt lesen zu können. Es handelt sich auch um eine reine Ansicht eines vordefinierten Accounts und dessen Freunde. Eine Suche oder gar die Erstellung von Tweets ist nicht möglich.

Mediatheken: Dieser Bereich kam ebenfalls mit dem Update auf Version 70 hinzu. Hier befinden sich derzeit Mediatheken zu 9 verschiedenen Programmen. ARD, ZDF, Das Erste, RBB Mediathek, Radio Bremen, Arte, Anixe, Yavido und Channel 21. Diese sind je nach Anbieter von unterschiedlicher Qualität und Benutzerfreundlichkeit. Sicherlich sind diese aber mit die interessantesten Zusatzfunktionen.

Während unserer Testphase haben wir uns selten in den Sonderbereichen des VideoWeb 600S aufgehalten. Das Einzige, was wir selber wirklich sinnvoll fanden, war die Kinovorschau oder die Mediatheken. Insgesamt fällt auf, dass die Zusatz-Funktionen in vielen Fällen sehr speziell sind und vor allem wenig ausgebaut bzw. ausgereift sind.

Was wir uns für die Zukunft wünschen würden

Mediaplayer: Das wird sicher jedem Nutzer sofort in den Sinn kommen. Das Gerät hat einen USB-Anschluss und kann leider weder Musik noch Videofiles (außer eigene Aufnahmen) abspielen. Dafür wäre das Gerät eigentlich ideal geeignet. Idealerweise könnte der VideoWeb 600S dann auch vom PC oder NAS streamen.

Internet-Radio: Durch die Internet-Anbindung wäre auch dies möglich und sicher etwas, das viele Nutzer sinnvoll nutzen könnten.

Überarbeitung des Menüs: Es ist einfach hakelig in der täglichen Nutzung. Oft weiß man nicht, wie man im Menü zurückspringen soll. Muss man nun „Stopp“ ,“X“ oder „Portal“ drücken? Leider war dies nicht einheitlich. Optimal wäre eine eigene Auswahl- und Sortierungsmöglichkeit der Zusatzdienste. Auch die Einstellungen sind nicht alle an einem Punkt, sondern in drei unterschiedlichen Menüs plus Konfiguration am PC. Der Abschaltvorgang (Updates) sollte unbedingt überarbeitet werden.

Fehlende Dinge: Sehr ärgerlich ist die Tatsache, dass man im Internet, auf der Verpackung und in Präsentationsvideos viele Dinge sieht, die gar nicht im Gerät vorhanden sind. Und dies sind nicht gerade wenige. Spontan fallen mir da z.B. Facebook, BildTV und Google Maps ein. Aber auch wichtige Einstellung wie die Vor- und Nachlaufzeit bei EPG-Aufnahmen ist nicht einstellbar, obwohl dies in den Einführungsvideos gezeigt wird.

Youtube: Die sehr begrenzte Auswahl von Sevenload macht nicht wirklich Spaß. Da wäre Youtube schon ein wesentlich interessanterer Inhalte-Lieferant. Da dies in unserem LG Blu-ray Player funktioniert, sollte auch der VideoWeb 600S dazu in der Lage sein.

5.1 Sound bei Internet-Inhalten: Leider gibt es hier vor allem im Bereich HD-Videothek nur Stereo. Das ist sehr ärgerlich und nicht mehr wirklich zeitgemäß.

Einige würden sich sicher auch einen Internet-Browser wünschen, aber hier wird der VideoWeb 600S hardwareseitig an seine Grenzen kommen.

Testnote - Bewertung -katzeausdemsack.de: Das ist mit Abstand die schwerste Bewertung, die wir bisher zu vergeben haben. Der VideoWeb 600S zeigt in seiner Hauptdisziplin als HDTV Satelliten-Receiver kaum Schwächen und ist hier sicher im vorderen Feld dabei. Bei der Videorecorder-Funktion und den zusätzlichen Diensten sieht es dann aber leider ganz anders aus. Die fehlende Aufnahme aus dem Standby macht die Funktion kaum sinnvoll nutzbar und führt zu einer Abwertung. Die Zusatzdienste, wenn sie denn vorhanden sind und funktionieren, sind sehr speziell oder wenig ausgebaut. Aktuell gibt es kaum etwas Zusätzliches, das man im alltäglichen Gebrauch sinnvoll einsetzen kann. Bei Dingen wie Fitness-TV, NASA-TV oder den Screensavern kann man sich auch für 10-15 € eine entsprechende DVD/Blu-ray zulegen.

Mit derzeit rund 299 € (Stand 10/2010) gehört der VideoWeb 600S sicher nicht zu den teuersten HD-Receivern, aber er liegt schon im oberen Bereich (Single Tuner ohne interne Festplatte). Die beiliegende HD+ Karte ist hier natürlich mit einzurechnen. HD-Receiver mit akzeptabler Ausstattung bekommt man derzeit kaum unter 130 € (ohne HD+ – mit HD + ab 160 €). Somit ist der VideoWeb 600S nur 50-100 € teurer als HD-Receiver ohne die Zusatzfunktionen. Sind die derzeitigen Inhalte den Unterschied wert? Hier würden wir nein sagen, vor allem auch im Hinblick auf die fehlende Sky-Unterstützung (geht zwar über zusätzliches Modul, aber die Optionskanäle bisher nicht- Update für November in Planung). Wer das Geld zusätzlich ausgibt, der investiert mit etwas Hoffnung in die Zukunft. Das System ist sicher noch ausbaufähig, der Ausbau wird aber sicher auch sehr stark vom Erfolg des Gerätes abhängen. Auch die fehlenden Funktionen führen bei uns zu einer Abwertung. Es kann nicht sein, dass Dinge beworben werden, welche erst viel später oder evtl. gar nicht folgen. Deshalb können wir dem Gerät derzeit nur ein „befriedigend“ bescheinigen, denn der Hersteller stellt die Zusatzfunktionen schon sehr in den Vordergrund. Klar ist aber auch, dass der reine HDTV-Satelliten-Receiver bzgl. der Bild-/Tonqualität eine deutlich bessere Bewertung verdient hat. Wer sein Gerät einfach nur anschließen und nutzen will, ist beim VideoWeb 600S definitiv falsch. Es ist Geduld und Spaß am Probieren gefragt.

Uns ist durchaus bewusst, dass andere Medien den VideoWeb 600S deutlich besser benoten. Wenn wir den VideoWeb nur wenige Stunden im „Labor“ getestet hätten, wäre unsere Note sicher auch besser. Einige der Schwächen fallen aber nur bei Tests im täglichen Alltag und intensiver Nutzung auf.

Trotz unserer kritischen Betrachtung, dürfen wir das Testgerät noch einige Zeit behalten. Wir werden den VideoWeb 600S noch länger im täglichen Einsatz behalten und über zukünftige Updates berichten. Trotz aller Kritk müssen wir auch zugeben, dass der Sat-Receiver von VideoWeb unserem vorherigen Humax PR HD-1000 in fast allen wichtigen Belangen überlegen ist.

Update: VideoWeb 600S – neue EPG-Funktion und neuste Firmware 78 (Software 2.0). Einige Kritikpunkte aus unserem Test wurden per Firmware behoben. Nun sind auch Aufnahmen aus dem Standby möglich und die EPG-Funktion wurde stark verbessert.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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4 Kommentare

  1. Hast du das Gerät erst kürzlich gekauft? Das ist dann natürlich ärgerlich. Aber irgendwann stellen die meisten Hersteller die Updates ein. Nur wenige pflegen auch ältere Gerät noch länger weiter.

  2. Habe mir den S600 gekauft
    Solche Betrüger on Videoweb dieses Gerät bekommt kein Support mehr !

  3. Die Aufnahmen haben zwar die Dateiendung MPG, werden aber von kaum einer Software am PC abgespielt. Mit XMedia Recode kann man diese aber wohl wandeln. Das Webinterface bietet keine Möglichkeiten zur Steuerung.

  4. Ich vermisse in der Rezession die Angabe ob ich die aufgezeichneten Sendungen irgendwie auf einen PC (über Ethernet oder USB) übertragen kann und dort weiter bearbeiten. Z.B. um Werbung raus zuschneiden und meine eigene Filmsammlung aufzubauen.
    Und auf meiner Wunschliste (eher schon Mussliste) steht natürlich die Bedienung per PC oder Smartphone. Wenn das Ding schon ein Webinterface hat will ich natürlich auch umschalten, aufzeichnen, Status der USB Platte usw. per Browser machen.

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