Test: ELV Energy Master – Energiekostenmessgerät

Testbericht Energiekostenmessgerät - ELV Energy MasterIn unserem heutigen Testbericht wollen wir Euch ein paar Infos zu unserem neuen Hilfsmittel für unsere zukünftigen Tests zur Verfügung stellen. Wir haben uns mit dem ELV Energy Master ein hochwertiges Energiekostenmessgerät zugelegt, um bei Tests von elektrischen Geräten auch den Stromverbrauch messen zu können. Das von uns gewählte Gerät ist mit rund 50 € (Stand Februar 2011) nicht gerade günstig, bietet aber dafür auch einige Vorteile gegenüber deutlich günstigeren Geräten. Warum benötigt man überhaupt ein Energiekostenmessgerät oder sollte den Stromverbrauch im Haushalt messen? Für uns geht es in erster Linie natürlich darum, Euch über den Stromverbrauch verschiedener Geräte zu informieren.

Aber auch für den normalen Endkunden liefert ein solches Energiekostenmessgerät wichtige Informationen. So kann man in seinem Haushalt einfach testen, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen. Dadurch erhält man Infos und Anhaltspunkte, wie man den Stromverbrauch reduzieren und somit bares Geld einsparen kann. Hinzu kommt natürlich auch der Faktor Umwelt, denn der Strom muss auch erst mal produziert werden. Leider geschieht dies heute noch lange nicht im überwiegenden Teil durch erneuerbare Energiequellen (Windenergie, Wasserkraft oder z.B. Sonnenenergie). Wir haben immer mehr Geräte in unseren Haushalten und das Thema Stromverbrauch spielt bei der Anschaffung oft keine oder eine untergeordnete Rolle. Oft geschieht das sicher aufgrund mangelnder Information. Mit einem Energiekostenmessgerät kann man die meisten Verbraucher genauer analysieren und entsprechend handeln. Mit einem guten und genauen Messgerät kann man nicht nur den Verbrauch im Betrieb messen, sondern auch im sogenannten Standby. Leider verfügen immer weniger Geräte heute über einen richtigen Ein-/Ausschalter um den Verbrauch bei Nichtnutzung auf 0 Watt zu senken. Generell empfiehlt sich natürlich die Verwendung von abschaltbaren Steckdosenleisten.

Testbericht ELV Energie Master - ErfahrungsberichtKommen wir aber nun wieder zum ELV Energy Master. Eine seiner Besonderheiten ist die hohe Messgenauigkeit. Im Gegensatz zu vielen günstigen Energiekostenmessgeräten sind auch geringe Verbrauchswerte ab 0,1 Watt damit messbar. Auch der geringe Eigenverbrauch von 0,3-0,5 Watt ist im Vergleich zu anderen Geräten sehr gering. Gerade bei Langzeitmessungen wäre es natürlich unsinnig, wenn das Messgerät schon mehrere Watt an Eigenverbrauch aufweisen würde. Sehr vorteilhaft ist auch die Tatsache, dass man das Display noch mindestens 5 Minuten (beleuchtet) bis maximal 30 Minuten (abhängig davon, wie lange das Gerät in der Steckdose war) ablesen kann. So muss man nicht unter dem Tisch oder hinter den Fernseher klettern und die Werte abzulesen. Es können Daten von bis zu 10 gemessenen Geräten gespeichert werden. Man kann sich den Verbrauch in kWh (Kilowattstunden), € oder CO2-Ausstoß anzeigen lassen. Die Werte für den Stromtarif (bis zu 3) und dem CO2-Ausstoß können manuell hinterlegt werden. Im Standard ist ein Wert 0,21 € pro Kilowattstunde (kWh) hinterlegt, welchen man aber genau an seinen aktuellen Anbieter anpassen kann.

Der ELV Energy Master zeigt auch die durchgeführte Messdauer an und berechnet den Verbrauch auf einen Tag, einen Monat oder ein ganzes Jahr. Idealerweise gäbe es auch noch direkt einen Wert in Stunden, aber diesen kann man sich aus dem Tag leicht selber errechnen. Das Gerät geht natürlich bei den eigenen Berechnungen davon aus, dass man den Verbraucher 24 Stunden am Tag nutzt. Man kann aber auch alle Werte für den Messzeitraum anzeigen lassen und hier dann genau den Verbrauch für diese Zeit berechnen lassen. Um realistische Durchschnittswerte zu erhalten, lässt man das Gerät am besten mal über mindestens 1-2 Tage messen, damit man alle verschiedenen Werte wie Standby, Leerlauf und maximalen Verbrauch in die Messung mit einbezieht. Neben dem Energieverbrauch lassen sich auch noch Spannung (Volt), Strom (A), Leistungsfaktor (PF), Wirkleistung (W) anzeigen.

Energiekosten messen Watt/Euro/CO2 mit dem ELV Engergy MasterDie Bedienung der einzelnen Funktionen ist mit der kleinen Anleitung schnell erlernt. Das hätte man sicher noch etwas übersichtlicher und einfacher gestalten können, aber da habe ich bei anderen Geräten schon deutlich schlechtere Lösungen gesehen. Die Ausrichtung ist im Querformat und macht die Nutzung in Steckdosenleisten sehr einfach. In schwer zugänglichen Ecken wäre ein Gerät mit einer Hochkant-Ausrichtung evtl. besser, aber häufiger sind sicher Steckdosenleisten. Wenn es mal nicht passt, hilft eine Steckdosenleiste oder ein Verlängerungskabel.

Auf den den Produktbildern des Herstellers könnte man denken, dass die Vorderseite aus einer silberne Metallabdeckung besteht. Das Gehäuse ist aber komplett aus Kunststoff gefertigt. Das schadet dem hochwertigen Eindruck der Verarbeitung aber nicht. Das Display ist vergleichsweise groß und durch die Beleuchtung sehr gut ablesbar.

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Testbericht, Urteil, Notekatzeausdemsack.de meint: In unseren Tests lieferte das ELV Energy Master Energiekostenmessgerät immer zuverlässig und übersichtlich alle gewünschten Werte. Auch sehr geringe Verbraucher und Standby-Werte werden ab 0,1 Watt angezeigt. Man muss die Werte nicht an der Steckdose ablesen, sondern kann dies auch nach der Trennung vom Stromnetz noch mehrere Minuten machen. Optisch gefällt uns das Messgerät sehr gut und setzt sich von anderen “Designs” definitiv positiv ab. Der geringe Eigenverbrauch macht auch Langzeitmessungen sinnvoll möglich. Wer also nicht nur auf den Preis schaut und auf Messgenauigkeit Wert legt, sollte sich das ELV Energy Master Energiekostenmessgerät auf jeden Fall mal anschauen. Einzig die Bedienung hätte etwas selbsterklärender ausfallen können, aber die beiliegende deutsche Bedienungsanleitung erklärt alles Notwendige schnell und detailliert. Gerade wegen unserer häufigen Nutzung bereuen wir die höhere Investition (ca. 50 € – Stand Februar 2011) nicht.


Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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