sipgate: Günstige Alternative zum Festnetzanschluss

sipgate Homepage

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sipgate ist ein VoIP-Anbieter, der sich hervorragend als Alternative zu einem herkömmlichen Festnetzanschluss eignet. Warum das so ist und weshalb auch ich mich für sipgate entschieden habe, möchte ich kurz schildern.

Ein entscheidender Punkt für mich war die Unabhängigkeit von meinem DSL-Anbieter. Früher habe ich einfach immer das DSL-Komplettpaket inkl. Festnetzflat genommen (sei es bei 1und1, Alice, Unitymedia oder wie sie auch immer heißen). Das war erst mal bequem und das Festnetz telefonieren hat durch die Flat keine zusätzlichen Kosten verursacht. Bei meiner geringen Festnetznutzung war es aber so, dass ich im Prinzip „drauf“ gezahlt habe. Der Tarif mit Festnetzflat hat meist 5 Euro mehr gekostet, als nur die DSL-Flat. Bei einem Minutenpreis von sonst in etwa 3 Cent hätte ich also rund 166 Minuten im Monat telefonieren müssen – und das habe ich nie erreicht. Also war für mich der Tarif ohne Festnetzflat schon mal billiger. Jetzt kommt aber hinzu, dass bei einem Wechsel des DSL-Providers (z.B. Umzug oder wenn es einfach einen günstigeren Anbieter gab) meist die Portierung der Festnetznummer das größte Hindernis war. Warum das so ist, kann ich nicht sagen, aber die Anbieter haben wohl damit so ihre Schwierigkeiten…

Die Lösung war für mich die Abkopplung meines Festnetzanschlusses von meinem DSL-Anbieter. Man sucht sich also seinen favorisierten DSL-Anbieter aus und bucht den Tarif mit DSL-Flat, aber ohne Festnetzflat. Meinen Festnetzanschluss habe ich dann über sipgate realisiert. Bei diesem VoIP-Anbieter erhält man eine echte Festnetznummer mit Ortsvorwahl. Im Tarif basic telefoniert man dann für günstige 1,9 Cent pro Minute ins Festnetz und für 14,9 Cent ins Mobilfunk-Netz. Telefonate von sipgate zu sipgate sind kostenlos. Es gibt keine Grundgebühr und keinen Mindestumsatz.

Das Beste ist aber, dass VoIP hier nicht wie bspw. bei Skype heißt, dass man nur mit einem PC und Headset telefonieren kann, sondern dass man auch sein normales Telefon verwenden kann. Wie beim Festnetzanschluss der DSL-Anbieter auch, schließt man sein Telefon an den DSL-Router an – nur richtet man eben nicht den DSL-Anbieter als Festnetzanschluss ein, sondern sipgate. Wie das z.B. ganz einfach bei einer fritzbox funktioniert, wird hier erklärt.

sipgate hat noch einige andere nette Annehmlichkeiten. So gibt es bspw. für mein iPad eine App (gibt es auch für iPhone und Android), mit der ich nicht nur vom iPad aus telefonieren kann, sondern über die ich unterwegs immer sehen kann, ob und wer zu Hause auf dem Festnetz angerufen hat. Auch SMS kann man mit sipgate verschicken (7,9 Cent pro SMS). Im basic Tarif kann man zudem Faxe versenden (z.B. per PDF Upload), aber keine Faxe empfangen. Neben dem basic Tarif ohne Grundgebühr gibt es auch einen plus-Tarif für 3,90 Euro monatlich, der dann noch weitere Annehmlichkeiten bietet (noch günstigere Minutentarife, Faxe auch empfangen / Vergleichsübersicht der Tarife hier).

Für mich heißt das jetzt, wenn mal wieder ein Wechsel des DSL-Providers anstehen sollte – keine Portierung der Rufnummer mehr, weil ich damit unabhängig vom DSL-Anbieter bei sipgate bin. Außerdem telefoniere ich bei meinem Nutzungsverhalten damit günstiger als mit einer Festnetzflat – ohne an Komfort einzubüßen. Im Gegenteil – dank iPad App kommen sogar noch Features hinzu.

Link: VoIP Festnetzanschluss mit sipgate.de

Autor: Micha

Seit dem Commodore VC20 mit Computern und dem Atari 2600 mit Spielekonsolen zu Gange. Findet nach wie vor den Bundesliga Manager Professional für Amiga das beste Spiel ever. Mag was Google so alles mit Webtechnologie und Apple mit Hardware anstellt, hat trotzdem aber noch einen Windows PC.

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4 Kommentare

  1. Moin Moin,

    ich finde auch, dass ein solcher entkoppelter Festnetz-Anschluss eine feine Sache ist. Ein Hauptvorteil ist in der Tat, dass man überall unter seiner Festnetz-Nummer erreichbar ist, sofern eine Internetverbindung gegeben ist. So könnte man also z.B. in Thailand mit dem iPad an einer Strandbar mit WLAN-Hotspot sitzen, der deutsche Anrufer wählt die ganz normale Ortsrufnummer und das lustige Telefonieren kann beginnen. Umgekehrt natürlich genauso. Ein solcher Umstand freut natürlich die Anrufer, da sie nicht die teure Handynummer wählen müssen.

    Des weiteren hat man bei denn meisten Anbietern ja quasi eine „Telefonanlage im Netz“, mit der man seine Nebenstellen usw. bequem konfigurieren und verwalten kann. Und das alles -wie Guido schon sagte- zu einem recht günstigen Preis. Bei meinem Anbieter kostet die Festnetz-Flat glaube ich 1,95 EUR und die Mobilfunk-Flat knapp 5 EUR. (Alle Angaben natürlch ohne Gewähr!) 🙂

  2. Es gibt schon noch einige Anbieter ohne Telefon oder die zumindest ohne Telefon-Flatrate günstiger sind. Alice/o2 ohne Telefonflat 5 € günstiger oder Unitymedia 1Play (Kabel) ohne Telefon. Das sind auch meist VoIP und keine Festnetzanschlüsse mehr, somit läuft das technisch alles nur über DSL. Ich habe seit 3 Jahren noch meine Fritz!Box aus einem 1&1 Vertrag. So dürfte es vielen gehen. Es geht auch nicht um eine riesige Ersparnis. Es geht darum, dass man seine Rufnummer nicht kündigen und mitnehmen muss, was viele von einem Wechsel zu günstigeren Anbietern abhält (nicht erreichbar, geht was schief, Nummer weg). So macht man das einmal und hat Ruhe. Muss ja auch nicht für jeden der richtige Weg sein. Für uns war es das und darüber haben wir berichtet.

  3. Wo bekommt man denn einen DSL-Anschluss ohne Telefonie? Und einen Router muss man ja auch erstmal haben, oder?

  4. Man kann bei sipgate auch seine vorhandene Festnetznummer mitnehmen. So hab ich es gemacht. Ich bin also immer noch unter meiner „alten“ Rufnummer erreichbar. Und das wie oben beschrieben unabhängig vom DSL-Anbieter und auf Wunsch mit einer App fürs Smartphone oder Tablet auch unterwegs. Auch ein Anrufbeantworter der einen per E-Mail informiert (auf Wunsch mit Sound-Datei im Anhang) bekommt man bei sipgate bereitgestellt.

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