Test: Gillette Fusion ProGlide Flexball – Nassrasierer

Ich hatte schon vor einigen Wochen über den neuen Nassrasierer aus dem Hause Gillette berichtet und habe diesen nun rund zwei Wochen getestet. Das Thema passt zwar nicht wirklich in die Reihe unserer sonstigen Beiträge zum Thema Technik, aber die meisten hier dürften männlich sein und manche werden sich trotz aktueller Trends noch regelmäßig rasieren. Ich hatte 2011 bereits mal über meine Erfahrungen mit dem Vorgänger (ohne Flexball) berichtet und der Beitrag findet immer noch viele Leser. Bei der letzten Generation gab es auch komplett neue Klingen, dies ist bei aktuellen Modell nicht der Fall. Die Klingen sind identisch mit dem normalen Fusion ProGlide. Wer sich noch nicht weiter mit dem Thema beschäftigt hat, wird noch auf den Zusatz „Power“ bei den Nassrasieren bei Gillette stoßen. In diesen Rasierern kommt noch eine Batterie zum Einsatz, welche mit Vibrationen die Rasur noch schonender gestalten soll. Ich persönlich bin was die Haut angeht ziemlich empfindlich, aber ich konnte bei einem Vorgänger mal mit und ohne „Power“ testen und habe ehrlich gesagt für mich keinen Unterschied festgestellt. Die Klingen für die Power-Varianten sind noch mal teurer und man muss natürlich auch die Batterie von Zeit zu Zeit wechseln. Daher habe ich mich auch bei der neusten Generation wieder für das Modell ohne „Power“ entschieden. Der neuste Rasierer mit der Flexball-Technologie ist bei uns erst seit Mitte Januar erhältlich, wirklich neu ist dieser aber nicht. In den USA gibt es dieses Modell schon sehr lange. Aber gehen wir die Dinge jetzt mal der Reihe nach durch.

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Was ist neu beim Gillette Fusion ProGlide Flexball?

An den Klingen selbst hat sich diesmal wie gesagt nichts verändert. Die Neuerung ist der sogenannte Flexball. Dadurch neigt sich die Klinge bis zu 12 Grad nach links oder rechts bei der Rasur. Dadurch soll der stetige Kontakt zur Haut besser sichergestellt werden und dadurch soll die Rasur gründlicher werden. Ich habe mir den neuen Nassrasierer wie schon angemerkt direkt bei der Veröffentlichung in Deutschland bei amazon.de bestellt. Bereits vor der offiziellen Verfügbarkeit gab es etliche Rezensionen zu dem neuen Nassrasierer. Hier wurden viele Tester wohl vor der Veröffentlichung mit kostenlosen Rasieren der neusten Generation ausgestattet. Viele der Bewertungen waren sehr positiv, aber ich wollte mir natürlich selber ein Bild davon machen. Unser Rasierer wurde übrigens regulär gekauft und nicht bereitgestellt.

Ist der Gillette Fusion ProGlide Flexball besser als der Vorgänger?

Ich will Euch gar nicht lange auf die Folter spannen. Ja, der Flexball bringt zumindest bei mir wirklich was und es ist eine deutliche Verbesserung. Beim ersten Rasieren war ist ziemlich skeptisch. Irgendwie hatte ich mir die Flexibilität bzw. den Neigungswinkel größer vorgestellt. Die Klinge neigt sich an dem Flexball bis zu 12 Grad nach rechts und links. Bei Rasieren sieht man die Bewegung am Gesicht kaum. Ich hatte auch Befürchtungen, dass man sich durch die Flexibilität eher schneiden würde. Diese war aber unbegründet und ich hatte diesbezüglich keine Probleme. Besonders am Hals und am Kinn ist die Rasur bei ersten Durchgang nun einfach gründlicher. Das spart bei mir auch Zeit. Auch mit dem alten Modell ohne flexiblen Kopf war die Rasur sauber, aber man musste gewisse Stellen im Gesicht einfach von allen Seiten bearbeiten. Dies ist nun deutlich weniger der Fall. Ich habe einen recht starken Bartwuchs und muss auch mit dem Flexball die ein oder andere Stelle noch mehrfach rasieren, aber eben deutlich weniger. Geht man nun von den offiziellen 11,99 Euro (mit Power 17,99 Euro) aus, so ist das aus meiner Sicht die Investition auf jeden Fall wert. Die neuen Nassrasierer sind auch regelmäßig irgendwo im Angebot und damit noch günstiger zu bekommen. Da keine neuen Klingen (im Vergleich zum Vorgänger) nötig sind, muss man als Nutzer des Vorgängers auch nicht alles umstellen und kann vorhandene Klingen einfach weiter nutzen.

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Wie sieht es im Vergleich zu anderen Marken aus?

Hier kann ich selber zur aktuellen Konkurrenz wenig sagen. Ich habe vor Jahren auch immer mal wieder andere Rasierer mit günstigeren Klingen probiert und war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Daher bin ich bei Gillette geblieben und habe keine Experimente mehr gewagt. Sollte ein anderer Hersteller von seinem Nassrasierer so überzeugt sein, dann kann man uns gerne ein Rezensionsexemplar schicken und wir werden berichten. Die Klingen von Gillette sind teuer, daran gibt es nicht zu rütteln. Aber die Klingen sind auf einfach sehr gut. Jetzt gibt es sicher Leute, die keinen besonders starken Bartwuchs haben, sich nicht täglich rasieren oder auch von der Haut her weniger empfindlich sind. Da tut es für viele sicher auch der gute alte Mach 3, wo die Klingen dann auch günstiger sind. Klingen kaufe ich immer nur original verpackt und von bekannten Händlern. Ich hab vor Jahren mal schlechte Erfahrungen mit unverpackten Klingen von eBay gemacht. Entweder war das Ausschuss oder es waren schlechte Kopien (auch wenn optisch alles echt aussah), bei der Rasur und der Langlebigkeit zeigten sich da deutliche Unterschiede.

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Wie lange kann man sich mit einer Klinge rasieren? Preise?

Hier kann ich auch nur für die Fusion ProGlide-Klingen und mich sprechen. Ich bestelle meist gleich den großen Pack mit 12 Klingen. Darauf findet man die Angabe von „bis zu 9 Monaten“. Diese schaffe ich definitiv nicht. Ich würde mal realistisch von 6 Monaten vielleicht etwas mehr ausgehen. Mein Bartwuchs ist wie gesagt aber auch etwas stärker und es gibt Tage an denen ich mich auch abends noch mal rasiere. Ich rasiere mich auch jeden Tag mindestens ein Mal, da gibt es nur extrem selten mal Ausnahmen. Hat man nun einen etwas schwächeren Bartwuchs oder setzt auch mal zwischendurch aus, dann können die 9 Monate aber vielleicht hinkommen. Ich habe den neuen Gillette Fusion ProGlide Flexball natürlich direkt mit der frischen Klinge (eine mitgeliefert) genutzt. Jetzt rund zwei Wochen später wird es für mich langsam Zeit die Klinge zu wechseln. Auch der so genannte Lubrastrip (blauer Streifen oben an der Klinge) ist nun ausgefärbt und signalisiert auch einen empfohlenen Wechsel der Klinge. Natürlich könnte man jetzt noch weiter damit rasieren, aber das Ergebnis wäre nicht so gut und auch die Haut reagiert dann zumindest bei mir empfindlich. Wichtig ist, dass man die Klingen nach jeder Rasur gut von der Rückseite unter fließendem Wasser (ruhig kräftig) durchspült. Die Klingen liegen sehr nah aneinander und wenn es sich dazwischen verstopft sind die Klingen unbrauchbar. Versuche, das irgendwie zu reinigen werden erfolglos bleiben, da man dabei die Klingen schnell beschädigt und völlig unbrauchbar macht.

Legt man mal meinen Verbrauch von rund 24 Klingen im Jahr zugrunde, so komme ich auf rund 80 Euro für die Klingen pro Jahr. Einen defekten Rasierer hatte ich bisher noch nicht, die halten meiner Erfahrung ewig. Aber mit rund 100 Euro pro Jahr inkl. Nassrasierer sollten die meisten klar kommen. Betrachtet man das so, ergibt sich aus meiner Sicht schon wieder ein anderes Bild als wenn man den Preis der einzelnen Klinge betrachtet. Ich finde das nicht zu viel. Auch im Vergleich zu elektrischen Rasieren ist das denke ich nicht teuer. Ich vertrage die elektrischen Geräte wegen meiner trockenen Haut nicht, auch wenn es hier schon lange auch Geräte für nasse Haut gibt. Aber dann kann ich aus meiner Sicht eben auch gleich einen Nassrasierer verwenden und dieser ist schneller und einfacher auf Reisen verstaut. Was viele Nutzer bei den elektrischen Geräten oft vergessen, dass hier auch Scherkopf und teils eine Scherfolie regelmäßig getauscht werden müssen. Somit kommt zum oft hohen Anschaffungswert trotzdem auch noch was an Verbrauchsmaterialien hinzu (auch wenn diese meist nur alle 12 – 18 Monate anfallen).

Braucht man auch den originalen Rasierschaum/das Rasiergel von Gillette?

Das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe alles durchprobiert und bin bei dem einfachen Rasiergel von dm (Balea) hängen geblieben. Meine Haut verträgt nicht alles und damit habe ich keine Probleme. Da solltet Ihr Euch einfach durchprobieren. Das durch den Rasierschaum, bzw. das Rasiergel deutliche Unterschiede in der Gründlichkeit der Rasur auszumachen sind, bezweifele ich mal. Außer vielleicht wenn man den Bart wirklich lange hat wachsen lassen, was bei mir nie der Fall ist. Warmes Wasser, dann Rasiergel von dm (Schaum vertrage ich nicht so gut) und ich bin zufrieden.

Fazit

Also für mich hat sich die Investition auf jeden Fall gelohnt. Das Rasieren ist mit dem Gillette Fusion ProGlide Flexball einfach noch einen Tick besser geworden. Das Ergebnis nach einem Zug ist vor allem an Hals und Kinn deutlich besser. Somit muss man weniger Nacharbeiten und zumindest bei mir war die Rasur damit spürbar schneller erledigt. Da man keine neuen Klingen benötigt (sofern man den Vorgänger einsetzte), hält sich die Investition in Grenzen. Klar, die Klingen sind kein Schnäppchen, aber auf ein Jahr gesehen, relativiert sich das aus meiner Sicht schnell wieder. Wer vorher noch ältere Systeme von Gillette eingesetzt hat, sollte es aus meiner Sicht mal mit dem ProGlide Flexball probieren. Auch Nutzern anderer Systeme kann ich nur mal einen Test empfehlen. Ich bin mir sicher, dass man einen Unterschied merkt, wenn man sich regelmäßig rasiert. Das Modell mit dem Flexball war auch etwas schwerer (mehr Metall) als das Vorgängermodell. Dadurch fand ich auch, dass der Rasierer etwas bessser in der Hand liegt. Nun sind rund 4 Jahre seit dem Vorgänger vergangen und der Flexball ist besser, bei der Benotung bleiben wir aber wie beim Vorgänger bei der zweitbesten Note „sehr gut“. Ein wenig Luft nach oben muss fast immer sein und der Flexball zeigt, dass selbst sehr gute Modelle noch verbessert werden können. Wir können den Rasierer mit bestem Gewissen weiterempfehlen, die Kosten kann sich jeder vorher grob durchrechnen. Ich denke, es gibt viele eher verzichtbare Dinge für die wir vergleichbare 100 Euro oder mehr im Jahr investieren.

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Schreibt uns aber auch gerne Eure Erfahrungen, gerne auch bzgl. anderer Hersteller in die Kommentare unten. Da dieses Thema hier nur am Rande in den Blog passt, machen wir hier keinen großen Nassrasierer-Vergleich. Sollte es aber einen anderen Hersteller geben, welcher von seinem Produkt genauso überzeugt ist, dann testen wir das gerne auch und berichten darüber.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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2 Kommentare

  1. Es gibt wieder eine neue Aktion. Dort bekommt Ihr bis zum 16.08. den Gillette Proglide Flexball + Klingen mit 7 Euro Rabatt. Nutzt einfach den Gutscheincode GIL7FD72.

  2. In einer Aktion könnt Ihr Euch den Proglide Flexball gratis sichern. Entweder gegen alten Gillette-Nassrasierer tauschen oder mit Klingen Spar-Abo.

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