Test: Powerbank RAVPower Deluxe Series 16.000mAh (RP-PB19) – externer Akku für Tablets und Smartphones

Wie bereits im Vorfeld berichtet, haben wir in den letzten Wochen ausführlich die Powerbank names RAVPower Deluxe Series 16.000mAh (RP-PB19) getestet. Die Dame des Hauses hatte sich kurz vorher die Powerbank RAVPower Luster 3200mAh (RP-PB28) zugelegt, welche sehr klein und kompakt ist, allerdings auch nur für Smartphones und für eine gute Aufladung eines iPhone 6 ausreicht. Da ich persönlich weniger Probleme mit dem Smartphone habe und häufiger mein Tablet nutze, musste bei mir ein etwas größerer externer Akku her. Daher entschied ich mich für das hier getestete Gerät mit 16.000mAh (59.2 Wh). Damit kann man auch mehrere Geräte gleichzeitig laden und auch ein iPad oder andere Tablets können problemlos geladen werden. Obwohl diese externen Akkus (Powerbanks) nicht wirklich neu sind, hatte ich bisher nie einen Bedarf gesehen. Jetzt, wo man eine solche Powerbank besitzt, kommt diese regelmäßig zum Einsatz. Sie ist nämlich nicht nur praktisch, wenn man Angst vor fehlendem Zugang zu einer Steckdose hat, sondern auch wenn man das Gerät während einer Aufladung nicht an der Steckdose gefesselt wissen möchte, sondern auch mobil während der Ladung weiternutzen möchte. Aber gehen wir einfach mal der Reihe nach durch.

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Lieferumfang / Verarbeitung

Wie die meisten Geräte dieser Art ist auch die RAVPower Deluxe Series 16.000mAh in China hergestellt worden. Hier bin ich nicht der größte Freund, gerade in Sachen Akkus oder Netzteile. Durch die sehr positiven Bewertungen bei amazon.de wollte ich mir aber selber ein Bild machen. Weder die Verpackung noch die Verarbeitung des externen Akkus hinterlassen einen billigen Eindruck. Wir haben uns für die Variante mit einen Netzteil (2A) entschieden, da die Ladezeit eines so großen Akkus nicht zu unterschätzen ist. Mit einem schwächeren Netzteil oder am normalen USB-Anschluss dauert das ewig. Mit dem mitgelieferten Netzteil spricht der Hersteller von rund 8 Stunden zur vollständigen Ladung. In der Praxis waren es bei uns aber auch schon mal etwas mehr als 9 Stunden. Das hängt natürlich auch von der Entladung ab. Beides aber für mich absolut akzeptable Werte, man lädt die Powerbank einfach über Nacht.

Im Lieferumfang findet man neben der Powerbank selber noch das oben angesprochene Netzteil (wenn man die Variante mit Netzteil bestellt), zwei kurze Micro-USB-Kabel (auch wenn oben nur eins abgebildet ist), eine passender Netzbeutel für den Transport und eine Kurzanleitung. Bei der Anleitung hätte man sich durchaus etwas mehr Mühe bei der Übersetzung machen können, andererseits erklärt sich alles soweit von alleine. Die RAVPower Deluxe 16.000mAh hat einen Micro-USB-Eingang um selbst aufgeladen zu werden. Dann gibt es zwei USB-Ausgänge mit bis zu 2.4 Ampere und 2.1 Ampere. Damit ist sichergestellt, dass der Ladevorgang des Smartphones oder Tablets in gewohnter Geschwindigkeit erfolgt bzw. bei einigen Geräten sogar schneller als über das Netzteil vom Hersteller. Die Powerbank RAVPower 16.000 mAh verfügt über iSmart-Technologie. D. h. der Akku erkennt intelligent den Eingangsstrom der angeschlossenen Geräte, um sowohl die Kompatibilität als auch die Ladegeschwindigkeit zu maximieren. Das hat in unserem Test sehr gut funktioniert. Einzig mein Microsoft Lumia 535 wollte an dem USB-Ausgang mit 2.4 Ampere nicht vollständig laden. Es fehlten immer ein paar Prozent obwohl die Powerbank noch mehr als genug „Saft“ hatte. Einfach den USB-Anschluss mit 2.1 Ampere für dieses Gerät verwendet und alles klappt reibungslos.

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Es ist auch noch eine kleine LED-Leuchte verbaut, welche in dunklen Umgebungen die Nutzung vereinfacht oder auch mal eine Mini-Taschenlampe ersetzt (wirklich nur eine LED). Auf der Oberseite befindet sich ein Taster, welcher mit Absicht etwas in das Gehäuse eingelassen wurde. Darüber kann man den aktuellen Ladestand der Powerbank abfragen, die LED-Leuchte einschalten oder den Ladevorgang starten. Normalerweise erkennt die Powerbank angeschlossene Geräte aber auch automatisch. 4 blaue LEDs auf der Oberseite zeigen den aktuellen Ladezustand bzw. leuchten auch während der eigenen Aufladung auf, um den Fortschritt der Ladung anzuzeigen. Man kann zumindest der Ladezustand in 25%-Schritten grob einschätzen. Die LEDs sind relativ hell und blinken bei der Aufladung, wer sich an solchen Lichtern in der Nacht stört, sollte den externen Akku in einem anderen Raum laden.

Ansonsten gibt es aus meiner Sicht nichts zu meckern. Die Verarbeitung ist sehr solide und der Kunststoff fühlt sich in keiner Weise billig an. Es gibt auch keine scharfen Kanten oder andere unsaubere Merkmale bei der Verarbeitung. Die beiden USB-Kabel sind mit etwas mehr als 60cm Länge aus meiner Sicht ideal, lang genug um den Akku bei der gleichzeitig Nutzung zur Seite zu legen und kurz genug um nicht unnötig Platz beim Transport zu benötigen. Wer ein Gerät mit einem Micro-USB-Anschluss laden will, kann die beigelegten Kabel dafür verwenden. Besitzer von iPhone oder iPad bzw. mit anderen ausgefalleneren Anschlüssen, verwenden einfach das beim Gerät selber mitgelieferte Kabel. Diese lassen sich meist vom originalen Herstellernetzteil trennen.

Mit Abmessungen von 127 x 81 x 22 mm ist es natürlich nicht so kompakt wie das oben erwähnte Gerät für die Handtasche, für die Kapazität aber aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Und 320 Gramm sind jetzt auch nicht wirklich schwer. Auch wenn es passen würde, eignet sich diese Powerbank weniger für Hand- und Hosentasche. In einer Arbeitstasche oder einem Rucksack nimmt der externe Akku aber wenig Platz weg und auch das Gewicht sollte kein Problem sein.

Laden und Aufladen

Um die Powerbank selbst aufzuladen, sollte man gut 8-9 Stunden einkalkulieren. Wer sich die Variante ohne Netzteil bestellt, sollte bedenken, dass sich die Ladezeiten mit schwächeren Netzteilen deutlich verlängern können. Man sollte beachten, dass sich der Akku beim Laden des Smartphones etwas erhitzt. Das ist nicht ungewöhnlich und der Hersteller weist in der Gebrauchsanweisung auch darauf hin. Dementsprechend sollte man Smartphone oder Tablet während des Ladevorgangs möglichst nicht in einer verschlossenen Tasche aufbewahren. Wobei sich die Wärme in unseren Tests durchaus in Grenzen hält.

Nach der Aufladung haben wir dann unser iPad Air 1 (8827 mAh Akku) über die Powerbank geladen. Das ging genauso zügig wie über das original Apple-Netzteil. Das neue iPad Air 2 hat sogar einen etwas kleineren Akku. Mehr als eine Tablet-Ladung sollte man aber nicht einkalkulieren. Man kann danach aber durchaus noch 1-2 mal ein Smartphone damit laden, bis der Akku vollständig leer ist. Auch ein Nexus 10-Tablet (9000 mAh Akku) stellte kein Problem da und ein Smartphone konnte auch danach noch mehr als einmal aufgeladen werden. Man darf die 16.000 mAh natürlich nicht 1:1 auf die Größe der Geräteakkus umrechnen. Es gibt immer Verluste bei der Aufladung selber und natürlich bei längerer Lagerung auch durch Entladung. Für uns ist einmal Tablet laden und einmal Smartphone völlig ok. Wer kein Tablet nutzt, sondern sein Smartphone lange ohne Steckdose am Leben halten will, sollte von ca. 4-7 Aufladungen je nach Gerät ausgehen. Natürlich kann man auch Digitalkameras, mobile Videokameras und andere Geräte über die Powerbank laden. Auch USB-Ventilatoren, USB-Leuchten etc. sollten kein Problem sein.

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Wie schon erwähnt ist ein solches mobiles Ladegerät nicht nur in Notsituationen praktisch, sondern auch die Nutzung während des Ladens ist mobil möglich ohne an einer heimischen Steckdose gefangen zu sein. So manchem sind das ewige An- und Abstecken während eines Ladevorgangs oder unvollständige Ladevorgänge egal, wenn man das Gerät gerade braucht, aber ideal ist das nicht.  Ich bin kein Freund davon, Geräte mittendrin wieder nachzuladen oder nur halb aufgeladen wieder von der Steckdose zu nehmen. Dank der Powerbank RAVPower Deluxe Series 16.000mAh (RP-PB19) bin ich da nun deutlich entspannter und flexibler, wenn das Gerät auch während des Ladevorgangs benötigt wird.

Fazit

Ich kann insgesamt nicht wirklich viel Negatives berichten. Die Anleitung könnte mal besser übersetzt und etwas erweitert werden, die Nutzung erklärt sich aber von selbst. Die Abmessungen und das Gewicht sind für die gebotene Leistung aus meiner Sicht völlig in Ordnung. Bei der hohen Kapazität würde man sich vielleicht eine etwas genauere Ladeanzeige wünschen, da die Unterteilung in 25-Prozent-Schritte im Zweifel (besonders am Ende) nicht sehr aussagekräftig ist. Signalisiert die eine Leuchte jetzt 5% oder sind es noch 25%? Bei dieser hohen Kapazität ein durchaus erheblicher Unterschied. Andererseits hat man schnell raus, wie häufig man seine genutzten Geräte laden kann und orientiert sich daran. Wer immer auf Nummer sicher gehen will oder muss, sollte dann bei nur noch einer LED auf der Ladeanzeige eine Ladung an der Steckdose planen.

Die Verarbeitung ist gut und auf keinen Fall billig. Die kleine LED als Mini-Taschenlampe ist nett, aber wirklich nur für Notfälle sinnvoll. 8-9 Stunden für die eigene Aufladung mit dem mitgelieferten Netzteil (Vorsicht – es gibt das Modell auch ohne Netzteil) sind völlig ok. Wer auf das Netzteil verzichten will, sollte aber ein kräftiges Netzteil von einem Tablet etc. zur Hand haben. Mit einem normalen USB-Netzteil von einem Smartphone etc. kann der Ladevorgang sich deutlich verlängern. Da es sonst wenig zu meckern gibt, komme ich auf unsere zweitbeste Note „sehr gut“. Der Preis von derzeit rund 38 Euro (ohne Netzteil 5 Euro weniger) ist aus meiner Sicht in Ordnung. Es gibt sicher immer noch günstigere Anbieter, aber gerade bei Akkus und Netzteilen sollte man aus meiner Sicht nicht am falschen Ende sparen. Die derzeit über 1.300 Bewertungen bei amazon.de mit 4,8 von 5 Sternen (Juli 2015) sprechen da für sich. Wer also auch etwas mehr Platz für einen mobilen Akku hat und ein Tablet laden möchte, sollte mal einen Blick auf die Powerbank RAVPower Deluxe Series 16.000mAh (RP-PB19) werfen. Wer nur Notfallstrom für sein Smartphone in der Handtasche sucht, wird vielleicht bei der sehr kompakten Variante mit 3.200 mAH fündig.

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Powerbank RAVPower Deluxe Series 16.000mAh (RP-PB19) bei amazon.de

Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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