Xbox One X: Unser erster Eindruck der neuen 4K-Konsole von Microsoft

Wie ich vorgestern schon berichtete, wurde unsere Xbox One X pünktlich geliefert. Ich habe mal aufgeschrieben was mir beim Auspacken und in den ersten Stunden mit der neuen Konsole so durch den Kopf gegangen bzw. aufgefallen ist. Wir haben auch mal einen kurzen Blick auf den Energieverbauch, die Ladezeiten usw. geworfen. Wer sich für die neue Konsole interessiert oder vielleicht auch noch auf seine Lieferung wartet, findet vielleicht die ein oder andere interessante Information. Natürlich lesen wir auch gerne Eure Erfahrungen und Meinungen rund um die Xbox One X unten in unseren Kommentaren. Dort könnt Ihr natürlich auch Fragen stellen, die wir dann versuchen zu beantworten.

Xbox One X - die leistungsstärkste Konsole 2017

Xbox One X – Ausgepackt

Das Paket hatte lt. DPD-Aufkleber ein Gewicht von 5,46 kg inkl. Verpackung. Das fühlte sich auch im ersten Moment sehr schwer an. Nach dem Öffnen der Umverpackung findet man zuerst einen Pappschuber mit zwei Gutscheinen für 14 Tage Xbox Live und einen Monat Xbox Game Pass. Weiterhin findet man darin eine Kurzanleitung für den Aufbau. Da dieser eigentlich selbsterklärend ist, reichen auch vier Bilder auf der wirklich kurzen Anleitung. In einem weiteren Karton findet man dann noch ein Netzkabel, ein HDMI-Kabel und einen Wireless Controller. Ein extra Netzteil gibt es bei der Xbox One X genauso wie schon bei der Xbox One S nicht mehr. Das Netzteil befindet sich jetzt im Gehäuse der Konsole. Der Controller fühlt sich im Vergleich zur allerersten Generation mit seiner neuen Oberfläche rauer und griffiger an. Dann blieb nur noch die Konsole selbst im Karton übrig und hier war das Gewicht, welches mir schon bei der Umverpackung auffiel. Die Xbox One X ist geringfügig schwerer als unsere alte Xbox One (Day One Edition), dafür ist hier aber wie gesagt auch das Netzteil schon integriert. Ansonsten ist die neue Konsole aber deutlich kleiner als die erste Generation bzw. auf ähnlichem Niveau zur Xbox One S. Die Oberfläche unserer Standardedition fühlt sich gut an und ist matt. Staub zieht das gute Stück aber trotzdem magisch an. Optisch und vom Aufbau der Rückseite ähnelt alles der Xbox One S. Wer die Sonderedition „Scorpio Edition“ kauft, hat eine etwas andere Farbe und Oberfläche plus entsprechende Hinweise auf der Konsole die auf die Sonderedition hinweisen. Weiterhin gibt es dort einen Standfuß um die Konsole aufrecht hinzustellen.

Xbox One X - 4K Konsole mit HDR

Auf der Konsole befindet sich vorne der bereits bekannte Hinweis, dass man die Konsole mit CD im Laufwerk, vor allem im laufenden Betrieb, nicht bewegen sollte. Dieser Hinweis ist da, weil es bei der Xbox 360 da mal so einige Probleme gab, wenn Kunden unbedacht die Position der Konsole geändert haben. Die Konsole fühlt sich sonst gut und wertig an, nur die Standfüße bzw. kleinen Gummiaufkleber unter der Konsole hätte man etwas kräftiger und mit mehr Auflagefläche konzipieren können. Auf unserem TV-Rack aus Naturholz wackelt die Konsole in Ihrem Fach etwas.

Vor dem Einschalten hatten wir unsere externe Festplatte angeschlossen um die Einstellungen und Spiele von der alten Konsole zu übernehmen. Nach dem neuen Bootscreen, der kurz eine Animation des Prozessors mit 4K-Aufschrift zeigt, wurde dann der Controller verbunden und es war sofort ein Update mit etwas mehr als 700 MB verfügbar. Wir hatten schon mal bei der alten Konsole angemerkt, dass die Installation von Updates eine gefühlte Ewigkeit dauert. Der Download geht dank unserer Glasfaserverbindung eigentlich sehr schnell, obwohl hier auch nicht die volle Bandbreite genutzt wird. Dann gibt es aber noch die Punkte „Update prüfen“ und „Update anwenden“, diese dauern eine gefühlte Ewigkeit und man fragt sich was da so lange dauert. Daran könnte Microsoft wirklich mal arbeiten.

Danach gab es über die neue Xbox Hilfe, die im letzten großen Update dabei war ein paar Infos zur Nutzung der neuen Konsole. Danach befand man sich im schon von den anderen Konsolen bekannten Menü. Bis auf den kleinen neuen Vorspann in dem Bootmenü sieht man erst mal keine Unterschiede. Unsere Konsole startete auch erstmal mit der Einstellung 1080p, vermutlich damit es keine Kompatibilitätsprobleme bei Bildschirmen mit geringerer Auflösung gibt. In den Einstellungen sieht man dann mit der 4K-Option erstmals Unterschiede in der Benutzeroberfläche. Wir haben dann alles eingestellt und auch unseren neuen Fernseher mit 4K und HDR erstmal mittels der Kalibrierung und Infos aus dem Internet optimiert eingestellt. Bei unserem Samsung QLED Q7F half uns diese Anleitung. Diese Zeit für die Recherche nach den optimierten Einstellungen und etwas Eigenes auszuprobieren sollte man sich auf jeden Fall nehmen. Nach der reinen Umstellung der Konsole auf 4K und dem Game Mode beim Fernseher war das Bild gut aber wie wir jetzt nach der Optimierung wissen noch weit vom Optimum entfernt.Xbox One X - nicht mit CD im Laufwerk bewegen

Xbox One X – Spiele und Abwärtskampatibilität

Nach den entsprechenden Einstellungen und dem ersten Start der Insects-Demo, welche die Unterschiede von 4K und HDR recht anschaulich präsentiert, war das schon große Begeisterung. Klar, bei uns kommt da im Moment mehreres zusammen, da wir gerade erst den neuen Fernseher haben, welcher den alten auch ohne 4K/HDR in den Schatten stellt. Aber eine Demo kann natürlich immer viel zeigen, also haben wir Gears of War 4 gestartet und auch hier noch man die Bildeinstellungen geprüft. Hier waren dann die Unterschiede schon sehr deutlich zu sehen. Ich hatte die Insects-Demo und auch Gears of War 4 am gestrigen Morgen extra noch mal auf unseren alten Box gestartet um noch ein Vergleichsbild im Kopf zu haben. Und die Unterschiede in der Auflösung und der Darstellung durch HDR sind sofort ersichtlich. Ich habe mir vorher einige Vergleichsvideos auf YouTube angeschaut und war unsicher ob ich da wirklich gravierende Unterschiede sehe. Aber live und in voller Farbpracht gab es keine Zweifel, das sowieso schon überzeugende Gears of War 4 sah noch deutlich besser aus. Die Details der Texturen überzeugten und auch HDR unterstütze die Stimmung im Spiel noch mal deutlich. Ich bin kurz davor, es zum dritten Mal durchzuspielen, wahrscheinlich mit viel Zeit in der man sich die Umgebung mal in einer Art Sightseeing-Tour anschaut.

XBox One X - Rückseite - Anschlüsse

Ich habe dann noch mal kurz Forza 7 getestet, wo man auch einige Unterschiede sehen konnte. Mir persönlich sind diese aber nicht so deutlich ins Auge gefallen wie bei Gears of War 4. Das mag aber auch schlechtweg daran liegen, dass ich kein großer Fan von Forza bin und das Spiel einfach vorher kaum angeschaut habe. Dass es sehr gut aussieht ist aber keine Frage. Ich habe Forza früher auch gespielt aber bereits seit Forza 5 hat mich irgendwie die Lust verlassen. Nach wenigen Stunden mit einem neuen Titel der Serie konnten mich auch neue Strecken, Fahrzeuge, Rennklassen oder Erfolge nicht mehr ausreichend motivieren. Das sieht in meinem Freundeskreis z. B. völlig anders aus. Geschmäcker sind einfach verschieden.

Das war es dann bei uns auch schon in Sachen Spielen. Bei Assassins Creed bin ich auch schon beim zweiten und dritten Teil damals ausgestiegen, da mir auch hier die Motivation fehlte.

Damit sind wir natürlich auch bei einem berechtigten Kritikpunkt den nicht nur Sony-Fans gerne vorbringen. Es gibt keine wirklich neuen Titel, die konkret auf die Xbox One X ausgelegt sind. Das finde ich persönlich sehr schade. Ja, die Abwärtskompatibilität ist gut und ich habe schon das eine oder andere alte Spiel noch mal auf der Xbox One gespielt. Allerdings nur, weil ich es noch hier hatte bzw. per Games with Gold  ohne Zusatzkosten herunterladen konnte. Über ein kurzes Ausprobieren im Bereich von 30-60 Minuten ging es aber nur bei sehr wenigen Titeln hinaus. Natürlich ist es auch schön. dass ich meinen alten zweiten Controller einfach weiter nutzen kann. Aber ich persönlich würde auf all die Abwärtskompatibilität gerne verzichten, wenn es zum Start ein Gears of War 5 oder andere Titel gegeben hätte, die exklusiv für die Xbox One X gewesen wären. Bei allen Bemühungen der Aufwertungen von vorhandenen oder in der Entwicklung befindlichen Games im Rahmen von Xbox One X Enhanced, bleibt zumindest bei mir ein fader Beigeschmack. Einerseits gut, dass auch ältere Spiele angepasst werden, andererseits bleibt das Gefühl, dass diese „nur“ aufgehübscht wurden und Entwickler ohne die Notwendigkeit der Abwärtskompatibilität nur für die Xbox One X mehr hätten machen könnten. Aber das gibt Microsoft zumindest aktuell vor und Entwickler müssen sich danach richten. Natürlich müssten sich auch erstmal genug Xbox One X-Konsolen verkaufen, damit sich entsprechende Titel lohnen würden. Aber nun ist es zumindest aktuell wie es ist. Bleibt zu hoffen, dass hier in Sachen Spielen noch deutlich nachgelegt wird im nächsten Jahr und der eine oder andere Entwickler wirklich die Zeit und das Budget bekommt, die Möglichkeiten der Xbox One X vielleicht über die Themen Auflösung und HDR hinaus auszunutzen.

Letzteres dürfte für viele auch der Knackpunkt beim Kauf sein. Viele Spiele hat man schon durch, will man diese wirklich wegen neuer Auflösung und ggf. HDR noch mal spielen? Aktuelle Titel wie Destiny 2 haben noch keine Optimierung. Ich hätte es gerne gespielt, überlege aber jetzt ggf. mit dem Kauf zu warten ob zeitnah noch Optimierungen für die Xbox One X kommen (Update 10.11.: Destiny 2 bekommt am 5.Dezember ein 4K und HDR-Update). Wenn würde man die natürlich gerne von Beginn an nutzen und nicht erst in ein paar Wochen wenn man das Spiel schon weitestgehend durch hat. Wer hauptsächlich Multiplayer-Games nutzt, sieht das ggf. anderes. Aber ich bin eher ein Fan von Kampagnen, diese aber gerne auch im Coop-Modus.

Wer keinen 4K-Fernseher besitzt, wird vermutlich auch aussetzen. Auch bei Fernsehern und Displays mit Full HD sieht man durch Supersampling wohl ebenfalls Unterschiede, welche man dann aber deutlich genauer unter die Lupe nehmen muss als mit einem entsprechenden Fernseher.

Xbox One X - Größenvergleich mit Xbox One Day One

Xbox One X – Energieverbrauch

Wir haben uns dann mal die Energieverbrauch der neuen Konsole angeschaut. Gestartet sind wir mal mit den Werten im Stand-by (komplett ausgeschaltet). Hier zeigte das Messgerät an unserer alten Xbox One ziemlich konstante 1,8 Watt an. Die neue Xbox One X unterbietet den Wert, bleibt dabei aber nicht konstant. Während unserer Messung sprang der Wert zwischen 0,6 und 1,3 Watt hin und her. Eine minimale aber gute Verbesserung.

Dann haben wir uns noch den Verbrauch im Stand-by mit der aktivierten Option „schnelles Hochfahren“ angeschaut. Hier verbrauchte unsere alte Konsole nach ein paar Minuten recht konstante 23-24 Watt. Die Xbox One X verbrauchte mehr und war da mit 21-42 Watt deutlich sprunghafter. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob das die Einsparung von rund einer Minute bei Booten rechtfertigt. Für uns käme die Option nicht in Frage, da wir per Smart Home sowieso den Strom komplett deaktivieren, stellt sich die Frage für uns aber auch nicht und wir sind Gelegenheitsspieler. Die Konsole würde also 90% der Zeit unnötig auf ein schnelles Hochfahren warten. Dank unserer schnellen Internetverbindung sind auch Updates zumindest bisher (die wachsen mit der Xbox One X aber sicher auch weiter) kein Grund für die Aktivität im der Konsole im Hintergrund. Wer eine langsamere Verbindung hat, kann das natürlich anders sehen. Als wir noch mit DSL 16.000 unterwegs waren, haben wir die Funktion zumindest temporär genutzt.

Als nächstes haben wir uns dann mal den Energieverbrauch im Dashboard / Menü angeschaut. Also einfach die Konsole gestartet und dann im Menü ohne Downloads oder andere Aufgaben etwas stehen lassen (Bildschirm aktiv – nicht verdunkelt). Unsere alte Xbox One der ersten Generation schwankte da zwischen 47 und 49 Watt. Die neue Xbox One X lag in unseren Tests mit 53-54 Watt etwas über diesen Werten. Weniger wäre natürlich immer schöner aber im Verhältnis zur Power der neuen Hardware ist das völlig in Ordnung aus unserer Sicht.

Xbox One X – Ladezeiten

Neben dem Energieverbrauch werden auch häufig die Ladezeiten thematisiert. Hier muss man aber natürlich vorsichtig sein, da durch die 4K-Inhalte auf der Xbox One X häufig deutlich mehr Daten geladen werden müssen als auf den älteren Konsolen. Grundsätzlich ist die Xbox One X bei älteren Spielen anscheinend etwas schneller und bei Titeln mit 4K-Inhalten tut sich nicht viel. So brauchte Gears of War 4 auf beiden Konsolen knapp eine Minute bis zum Startbildschirm. Ein paar Sekunden mehr brauchten beide Konsolen für den Bootvorgang bis ins Menü. Keine nennenswerten Unterschiede. Große Beschleunigung darf man hier nicht also erwarten, vor allem bei Spielen die für 4K optimiert sind.

Xbox One X – Lautstärke

Ohne große Last ist die Xbox One X vergleichsweise leise bis gar nicht zu hören. Der Unterschied zu unserer Xbox One der ersten Generation ist klar hörbar bzw. es ist eben nichts mehr zu hören. Wenn es dann aber in Spielen richtig zur Sache geht, dann drehen die Lüfter auf und man hört die Konsole in leiseren Umgebungen deutlich. Aber diese Power in einem so kleinen Gehäuse mit integriertem Netzteil erzeugt natürlich ordentlich Abwärme. Die Konsole wird im hinteren Bereich auch schon mehr als nur warm. Wer sehr viel und lange spielt, sollte die Konsole ggf. oben auf sein TV-Rack stellen wenn möglich. Bei uns steht diese in einem recht großen Fach und es gab keine Probleme, wir spielen aber auch nicht stundenlang am Stück. Auch das verbaute Laufwerk hört man bei Aktivität recht deutlich, wenn es sonst sehr leise im Raum ist. Beim Schauen eines Films hat uns das aber nicht gestört.

Xbox One X - Größenvergleich auf eine Xbox One der ersten Generation

Unser erstes Fazit zur Xbox One X

Wir sind mit unserem Kauf auf jeden Fall zufrieden, wobei es für eine umfangreiche Bewertung nach zwei Tagen auch noch zu früh ist. Die Unterschiede durch 4K und HDR sind schon klar erkennbar und wir hatten die Xbox One S ausgelassen und somit wurde es mal Zeit für ein Update. Die Spieleauswahl lässt wie oben schon ausführlicher beschrieben durchaus zu wünschen übrig. Dabei geht es mir aber nicht um das Thema Exklusivtitel, welches häufig diskutiert wird. Mir ist es völlig egal ob es ein Spiel nun exklusiv nur für eine Konsole oder alle Systeme gibt. Wichtig sind mir gute Spiele, die die Möglichkeiten einer Konsole wirklich ausreizen und damit meine ich nicht nur die Auflösung. Hier bleibt durch die Abwärtskompatibilität immer das Gefühl, die Spiele werden nur für die Xbox One X aufgehübscht, nutzen aber nicht das vollständige Potenzial. Mal sehen wie sich das Thema in der Zukunft entwickelt.

Der Stromverbrauch geht insgesamt bei der Leistung sicher auch in Ordnung. Natürlich werden wir uns darüber auch mal die eine oder andere 4K Ultra HD Blu-ray anschauen und dann sind die 50-60 Watt ggf. zu verschmerzen. Beim Abspielen von Filmen per Streaming-Diensten verändert sich diese Leistungsaufnahme aber auch nicht nach unten. Da greifen wir dann doch lieber zu den Funktionen im Smart-TV oder dafür gemachten Geräten wie dem Fire TV oder Apple TV, die nur einen Bruchteil für gleiche Aufgaben verbrauchen. Auch der Verbrauch im Stand-by für schnelles Hochfahren wäre uns zu hoch.

Bei der Lautstärke der Konsole ist es ein deutlicher Schritt nach vorne im Vergleich zu unserer alten Xbox One. Der Verzicht auf Hochglanzmaterialien am Gehäuse ist sehr schön, wirklich viel weniger staubanfällig ist die Konsole nicht, dafür kann man mal ein Staubtuch nehmen und muss sich keine Gedanken um Mikrokratzer auf der Klavierlackoptik machen, wie bei dem ersten Modell.

Die Abwärme ist für uns in Ordnung, solange die Konsole keine Ausfälle durch die doch hohen Temperaturen an der Rückseite bekommt. Wir haben aber auf dem TV-Rack keinen Platz die Konsole hinzustellen. Vor allem weil der Standfuß für die aufrechte Position nur Käufern der Sonderedition Scorpio Edition vorbehalten ist. Den hätte man bei dem Preis allen Käufern gönnen können.

Auch bei der Festplatte hätte es etwas mehr sein dürfen. Denn 1 Terrabyte ist in 4K-Zeiten nicht mehr wirklich ideal. Unser Gears of War 4 belegt alleine schon rund 103 GB auf der Festplatte. Somit dürfte es bei 4K-Games bei 6-8 Spielen Schluss sein. Denn effektiv nutzbar sind nur etwas mehr als 780 GB von der Festplatte. Vermutlich werden da auch schnell die 150 GB geknackt. Der komplette Inhalt solcher Games passt noch nicht mal mehr auf eine Spiele-Disk. Da wird man zukünftig immer viel herunterladen müssen. Eine schnelle Internetverbindung oder zumindest viel Geduld sind da unerlässlich.

Der Preis war für uns in Ordnung. Da wir zuletzt vor 4 Jahren in die erste Generation der Xbox One investiert hatten. Der Preis war auch bei der ersten Xbox oder der Xbox One anfangs im Bereich von 479 € – 499 €. Wenn wir uns zwischendurch für eine Xbox One S entschieden hätten, dann hätte ich ggf. länger überlegt. Ohne unseren neuen UHD-TV wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen. Dessen Anschaffung war klar und die Xbox One X wurde vorbestellt um die Entscheidung für einen neuen Fernseher nach Monaten der Suche und Überlegung endlich mal zu einem Ende zu bringen. Wer noch ohne 4K unterwegs ist, der sollte da ruhig noch warten. Es ist wie mit all diesen Dingen, anfangs ist die Begeisterung sehr groß, aber schon nach einigen Wochen oder Monaten ist das bessere Bild dann Standard und es fällt nur auf, wenn man wieder irgendwo mit geringerer Auflösung spielt oder fernsieht. Man darf auch nicht vergessen, dass es eine Spielkonsole ist, wo man je nach Spiel in vielen Situationen schlichtweg keine Zeit hat, sich die tollen Details anzuschauen. Der Spielspaß hat für mich auch nur sehr begrenzt was mit der Auflösung zu tun. Und solange die Spiele auf der Xbox One und Xbox One S auch verfügbar sind, muss man nicht zwingend umsteigen. Aber es ist natürlich immer eine Kettenreaktion. Wenn man einen 4K-Fernseher hat, will man auch 4K-Inhalte, eine 4K-Konsole usw.

Es ist auf jeden Fall ein völlig anderes Gefühl als bei vorherigen Generationswechsel, wie z. B. von der Xbox zur Xbox 360 oder von dort zur Xbox One. Da hatte man jeweils sofort für die neue Konsole und deren Leistung entwickelte Spiele, die eben keine Rücksicht auf ältere Generationen nehmen mussten. Diese Spiele waren neu und man hatte diese noch nicht gespielt. Jetzt hat man eine neue Konsole und „nur“ Spiele die man schon vorher gespielt hat bzw. eine nur sehr geringe Auswahl an wirklich neuen Titeln. Da muss aus meiner Sicht in der Zukunft was passieren.

Irgendwie fand ich es auch befremdlich, dass ich auf meiner Xbox One X mit Werbung und Hinweisen für diese neue Konsole im Dashboard an vielen Stellen begrüßt wurde. Das hätte man sicher an der einen oder anderen Stelle erkennen können und unnötige Hinweise ausblenden können, aber auch in Sachen Werbung macht Microsoft anscheinend keinen Unterschied zwischen den Konsolen.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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