
Geekbench 7 ist da – Der beliebte Benchmark erhält ein großes Update
Wer sich in den letzten 20 Jahren schon einmal einen neuen PC zusammengestellt oder die Leistungsfähigkeit eines Smartphones überprüft hat, ist wahrscheinlich auf Geekbench gestoßen. Die Software gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Benchmark-Programmen überhaupt und ermöglicht den Vergleich der Leistung unterschiedlichster Geräte und Plattformen.
Mit Geekbench 7 ist nun eine neue Hauptversion erschienen, die zahlreiche Neuerungen mit sich bringt. Der Fokus liegt auf noch realistischeren Testszenarien, moderner Hardware und einer besseren Vergleichbarkeit über verschiedene Plattformen hinweg..
Ein Benchmark mit langer Geschichte
Gerade PC-Enthusiasten kennen das vermutlich noch aus den Anfangszeiten des Selbstbaus.
War ein neuer Prozessor oder eine neue Grafikkarte eingebaut, mussten erst einmal sämtliche Benchmark-Programme laufen. Jeder zusätzliche Punkt im Ergebnis war ein kleiner Erfolg und natürlich wurde anschließend mit Freunden oder in Foren verglichen, wer das schnellere System besitzt.
Auch ich habe damals unzählige Benchmarks über meine selbst gebauten PCs laufen lassen.
Heute sieht mein Alltag allerdings ganz anders aus. Anstelle eines auf Höchstleistung optimierten PCs arbeite ich inzwischen mit einem ganz normalen Dell-Notebook, an dem zwei externe 27-Zoll-Monitore angeschlossen sind. Solange alle Programme flüssig laufen, spielt die maximale Rechenleistung für mich heute nur noch eine untergeordnete Rolle.
Dennoch gibt es nach wie vor viele Nutzer, die wissen möchten, wie leistungsfähig ihre Hardware tatsächlich ist oder wie sie sich im Vergleich zu anderen Geräten schlägt. Genau dafür ist Geekbench nach wie vor eine der ersten Anlaufstellen.
Was ist neu in Geekbench 7?
Mit der neuen Version hat der Entwickler Primate Labs die Benchmark-Suite grundlegend überarbeitet.
Das Ziel besteht darin, moderne Hardware noch realistischer zu bewerten. Dafür orientieren sich die Tests stärker an Aufgaben, die Computer und Smartphones heute tatsächlich im Alltag erledigen.
Dazu gehören unter anderem:
- Bildverarbeitung
- Videobearbeitung
- Webanwendungen
- Dokumentenverarbeitung
- künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen
- moderne Verschlüsselungsverfahren
- aktuelle Speicher- und Datenzugriffe
Die einzelnen Benchmarks wurden vollständig neu entwickelt und sollen typische Arbeitslasten besser widerspiegeln als die bisherigen Versionen.
Praxisnahe Tests statt rein synthetischer Werte
Ein großer Vorteil von Geekbench war schon immer, dass nicht ausschließlich theoretische Rechenoperationen gemessen werden.
Auch Geekbench 7 setzt wieder auf praxisnahe Szenarien, die reale Anwendungen möglichst gut nachbilden.
Dadurch sollen die Ergebnisse besser zeigen, wie sich ein Gerät im Alltag verhält – beispielsweise beim Bearbeiten von Fotos, beim Einsatz von KI-Funktionen oder bei produktiven Aufgaben.
Gerade moderne Prozessoren mit leistungsstarken KI-Einheiten (NPUs) profitieren von dieser stärkeren Ausrichtung auf aktuelle Workloads.
Plattformübergreifend vergleichen
Einer der größten Vorteile von Geekbench bleibt der Multiplattformansatz.
Geekbench 7 steht für
- Windows
- macOS
- Linux
- Android
- iOS
zur Verfügung.
Dadurch lassen sich nicht nur verschiedene Windows-PCs vergleichen.
Auch Smartphones, Tablets, Macs oder Linux-Rechner können anhand derselben Benchmark-Suite miteinander verglichen werden. Wer beispielsweise wissen möchte, wie schnell sein aktuelles Android-Smartphone im Vergleich zu einem iPhone oder einem MacBook arbeitet, erhält zumindest eine gute Orientierung.
Natürlich ersetzen Benchmarks keine praktischen Alltagstests. Dennoch liefern sie einen objektiven Anhaltspunkt für die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Geräte.
Ergebnisse sind nicht mit Geekbench 6 vergleichbar
Ein wichtiger Hinweis betrifft die Vergleichbarkeit.
Da Geekbench 7 vollständig neue Tests und Bewertungsverfahren verwendet, können die Ergebnisse nicht direkt mit Geekbench 6 oder älteren Versionen verglichen werden.
Ein höherer oder niedrigerer Punktwert bedeutet daher nicht automatisch, dass ein Gerät schneller oder langsamer geworden ist. Wer Leistungsvergleiche durchführen möchte, sollte sämtliche Geräte mit derselben Geekbench-Version testen.
Für Privatanwender kostenlos
Erfreulich ist außerdem, dass Geekbench 7 für den privaten Einsatz weiterhin kostenlos genutzt werden kann.
Wer lediglich die Leistung seines PCs, Smartphones oder Tablets überprüfen oder verschiedene Geräte miteinander vergleichen möchte, kann die Software ohne Kosten herunterladen und verwenden.
Zusätzliche Funktionen und kommerzielle Nutzung bleiben den kostenpflichtigen Versionen vorbehalten.
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