Jan09

Anker: Roav VIVA – Amazon Alexa für den Zigarettenanzünder im Auto

Bereits im Oktober berichteten wir über erste Ansätze, um Amazon Alexa ins Auto zu bringen. Dies war Garmin Speak, ein Alexa-Gadget vom bekannten Navigationsanbieter Garmin für die Windschutzscheibe, mit einfachem Navi. Diese Lösung gibt es in Kürze auch noch mal als Garmin Speak Plus inkl. Dashcam. Bereits in dem ersten Bericht beschrieben wir unsere persönliche Vorstellung von einer idealen Lösung für Amazon Alexa im Auto, die einfach in den Zigarettenanzünder gesteckt wird. Dass diese Idee nicht so abwegig war, zeigt nur der Hersteller Anker bzw. dessen Untermarke Roav. Mit Roav VIVA wurde ziemlich genau unsere damalige Vorstellung nun als fertige Lösung präsentiert.

Amazon Alexa im Auto nutzen - KFZ-Lösung - Alexa im Auto nachrüsten

Im Grunde ist es ein USB-Ladegerät für den 12-Volt-Anschluss oder umgangssprachlich Zigarettenanzünder genannt. Das Gerät verfügt über 2 USB-Anschlüsse zum Laden von diversen Geräten inkl. Schnellladefunktionen. Der eigentliche Clou sind aber die zwei verbauten Mikrofone und eben Amazon Alexa, die man dann wie von Zuhause gewohnt (mit entsprechendem Amazon Echo oder anderen Lösungen) einfach „freihändig“ ohne irgendwas zu drücken ansprechen kann. Egal ob man nun Fragen hat, seine Smart Home-Komponenten steuern will oder Musik streamen will, fast alles was Alexa zuhause erledigt soll dann eben auch im Auto möglich sein. Sogar Anrufe über das Handy oder die Anruffunktion von Alexa sind möglich. Auch der bekannte Leuchtring und eine Taste zur Deaktivierung der Mikrofone sind vorhanden.

Natürlich braucht Alexa eine Internetverbindung, damit es überhaupt funktionieren kann. Diese nutzt Sie von Eurem Smartphone. Dafür kann man aber z. B. auch Navigationsanfragen stellen, die dann auf dem Bildschirm des Smartphones ablaufen. Eine entsprechende App für iOS und Android steht bereits zur Verfügung. Für jedes Auto ist diese Nachrüstung in Sachen Amazon Alexa aber nicht geeignet. Es ist eine halbwegs aktuelle Bluetooth-Untersützung (Bluetooth 4.0 A2DP) nötig. Wer ein Modell ab 2010 fährt könnte ggf. Glück haben, ältere Modelle sind wohl leider raus. Auf der Produktseite ist zwar auch von „FM Transmission“ in einem Nebensatz die Rede, ob dies eine Alternative zu Bluetooth ist bleibt aber sehr fraglich.

Auf der Produktseite bei amazon.com werden auch schon einige Automodelle gelistet, wo man Roav Viva nicht nutzen kann. Das könnte neben technischen Aspekten aber auch einfach die Position des 12-Volt-Anschlusses betreffen bzw. die Größe und Form von Roav VIVA, die ein Einstecken in einigen Autos aus Platzgründen ggf. verhindert. Leider gibt es auch Roav VIVA erstmal nur in den USA und wir werden warten müssen. Auch wenn es noch keine offiziellen Infos gibt, dürfte das Produkt ein paar Monate später vermutlich auch zu uns kommen. Wie gut das Ganze funktioniert und wie viele Fahrzeuge letztendlich wirklich kompatibel sind, wird sich erst zeigen, wenn das Gerät dann hierzulande verfügbar ist. Alles in allem aber der bisher beste Ansatz Amazon Alexa im Auto nachzurüsten, sofern man nicht über ein sehr aktuelles Fahrzeug verfügt, wo der Hersteller des Autos die Unterstützung ohne extra Zubehör als Update anbieten kann. Auf jeden Fall gefällt uns diese Lösung deutlich besser als Gamin Speak, da man hier kein extra Kabel irgendwo verbinden muss und auch die Windschutzscheibe bleibt frei. In den USA kann man Roav VIVA bereits vorbestellen (erhältlich ab Februar 2018) und mit rund 50 US-Dollar ist der Spaß auch erschwinglich. Natürlich gibt es auch Lösungen wie den Google Assistant oder Siri, die man direkt per Smartphone ansprechen kann, wenn man aber in Sachen Smart Home, Termine, Listen und Co. auf Alexa setzt, sind diese Lösungen eben keine Alternative wie häufig behauptet. Wenn Roav VIVA hierzulande verfügbar ist, wird es von unserer Seite auf jeden Fall gekauft.

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Okt17

Garmin Speak bringt Alexa in Kombination mit einfacher Navigation ins Auto

Wer Alexa regelmäßig nutzt, freute sich vor Kurzem sicher über die Ansteuerung von unterwegs per Smartphone. Die Amazon Music-App ist aus meiner Sicht noch nicht der ideale Weg, da man hier Alexa aktiv auswählen muss und nicht jeder Amazon Music zwangsläufig nutzt. Aber es ist ein erster guter Schritt, doch auch unterwegs wäre die freihändige Nutzung von Alexa das Optimum. Auch im Auto dürften viele Nutzer Alexa vermissen. Mal eben was auf die Einkaufsliste setzen, einen Termin eintragen usw. Natürlich findet man etliche Anleitungen und Videos, wie man z. B. einen Amazon Echo Dot im Auto nutzen kann. Diese Option ist gar nicht so schwierig und für Bastler sicher interessant. Die meisten hätten so etwas natürlich lieber direkt in das verbaute Radio oder Navigationssystem im Auto integriert. Hier sind z. B. Seat und BMW die Vorreiter. Seat will noch in diesem Jahr die ersten Fahrzeuge entsprechend ausstatten und die Integration dann im Jahr 2018 ausweiten. Auch BMW plant die Integration von Alexa ab Mitte 2018. Wir haben einen recht neuen Peugeot mit umfangreichem Multimedia-System inkl. Navi, aber hier gibt es noch keine Infos.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema. Der weltweit bekannte Hersteller Garmin bietet seit heute ein neues Gerät in Sachen Navigation und Alexa an. Garmin Speak bringt Alexa in jedes beliebige Fahrzeug und kann über die Sprachausgabe und ein kleines Display auch noch einfache Navigationsinformationen ausgeben und darstellen. Garmin Speak ist dabei sehr kompakt und wird wie andere Navis an der Windschutzscheibe befestigt. Die Internetverbindung erfolgt über ein verbundenes Smartphone, wo auch eine App für die Navigation installiert wird. Die Sound- bzw. Sprachausgabe kann per Bluetooth- oder Aux-Ausgang an das verbaute Autoradio gegeben werden. Wer das nicht kann oder möchte, kann die einfache Wiedergabe auch über den kleinen Lautsprecher in Garmin Speak laufen lassen.

Ansonsten kann man neben der Navigation vieles machen, was man auch mit einem Amazon Echo auch zuhause machen kann. Termine eintragen oder abfragen, die Einkaufsliste füllen, Fragen stellen, Musik abspielen lassen, das Licht oder die Heizung steuern und vieles mehr. Und das eben freihändig wie beim Amazon Echo, was auch die einzige sinnvolle Lösung im Auto ist. Die Navigationsanweisungen auf dem kleinen Display sind natürlich deutlich reduziert, was aber nicht immer schlecht sein muss. Wenn die Anweisungen präzise kommen und die richtige Spur frühzeitig angezeigt wird, reicht das für viele sicher vollkommen aus. Ich bin viele Jahre mit einem alten Navi unterwegs gewesen, welches auch nur Pfeile anzeigte und keine komplette Karte, das hat problemlos funktioniert solange das Kartenmaterial aktuell war.

Ist sowas wirklich interessant? Ja. Das Handy ist in den meisten Fällen keine Alternative, wenn es um Alexa geht. Bis auf Ausnahmen wie das HTC 11U kann man Alexa darüber nur per App und zusätzlichem Tastendruck aktivieren. Was vor allem im Auto für den Fahrer keine Lösung sein sollte. Die Navigation bräuchte ich persönlich gar nicht da im Auto schon ein Navi verbaut ist, so wird es einigen gehen. Aber alleine Alexa ist schon interessant. Störend ist wie beim Garmin Head-up-Display (HUD), was auch so ein recht innovativer Ansatz von Garmin aus der Vergangenheit war, leider wieder das Kabel. Gerade weil das Gerät wegen dem kleinen OLED-Display wieder in die Windschutzscheibe gehört und sich das Kabel so durchs halbe Auto zieht.

Ideal hätte ich einfach diesen Ansatz für den 12-Volt-Anschluss ohne Display (oder sehr einfachem Display) gefunden (ähnlich wie die alten FM-Transmitter oder der Soundracer V10). Einfach einstecken, dort mit Strom versorgt, einmal mit dem Radio und Smartphone koppeln und kabellos und glücklich mit Alexa on tour. Aber natürlich hätte ein Produkt ohne Navi schwer in die Produktpalette von Garmin gepasst. Aber vielleicht greift ein anderer die Idee mal ohne Display und kabellos auf. Wer natürlich kein Navi im Auto hat, sieht das ggf. wieder ganz anders.

Der Haken kommt zum Schluss. Bisher gibt es Garmin Speak nur in den USA zu kaufen. Offizielle Infos seitens Garmin für Deutschland gibt es noch nicht. Ich vermute aber ähnlich wie bei anderen Produkten einen späteren Start auch in Deutschland, sofern es im Ausland nicht total floppt. Der Preis von knapp 150 Dollar ist natürlich auch kein Schnäppchen, wenn der neuste Amazon Echo hierzulande gerade mal 99 € kostet. Aber gerade Smart Home-Fans haben meist sowieso schon viel investiert und wenn man dann die Heizung zuhause vom Auto aus ein-/ausschalten kann oder fragen kann, ob die Steckdose „Bügeleisen“ noch aktiv ist, dann gibt es da sicher potentielle Kunden. Als Freisprecheinrichtung eignet sich Garmin Speak leider auch nicht, da Alexa bisher nicht auf die Funktionen des Smartphones zugreifen kann.

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