Sep26

Amazon Fire TV und Gamecontroller – erster Erfahrungsbericht

Update 22.10.2014: Wir haben mittlerweile einen ausführlichen Testbericht zum Amazon Fire TV veröffentlicht. Da sich an einigen Stellen die Meinung nach einer längeren Nutzung etwas geändert hat, solltet Ihr gleich mit dem Testbericht oben beginnen.

Ursprünglicher Artikel:

Bereits gestern berichteten wir darüber, dass wir durch unsere frühe Bestellung unser Amazon Fire TV mit dem passenden Controller schon erhalten haben. Natürlich haben wir das Gerät gestern gleich angeschlossen und ausprobiert. Nach rund einem Tag kann man noch kein komplettes Fazit ziehen aber es gibt einige Dinge zu berichten. Wir ersparen Euch die technischen Daten und Abmessungen, diese können auf der Produktseite nachgelesen werden und unsere Bilder im Vergleich zum Apple TV vermitteln sicher auch einen entsprechenden Eindruck. Die ersten rund 90 Rezensionen bei amazon.de sind im Durchschnitt sehr positiv, aber es gibt auch noch einiges an Verbesserungspotential. Darauf gehen wir unten weiter ein.

amazon-fire-tv-und-controller-verpackung

Amazon Fire TV und Gamecontroller ausgepackt

Zuerst haben wir das Amazon Fire TV und den Controller natürlich ausgepackt. Dabei gab es keine besonderen Überraschungen. Im Karton des Fire TV befand sich die kleine Box, die Fernbedienung inkl. Batterien, das Netzteil und eine Kurzanleitung. Ein HDMI-Kabel wird leider nicht mitgeliefert. Das Amazon Fire TV selber ist etwas größer als ein Apple TV dafür aber flacher. Auf der Rückseite findet man den Anschluss für das Netzteil, einen HDMI-Anschluss, einen optischen Audio-Ausgang, einen LAN-Anschluss und einen USB-Anschluss. Die Fernbedienung ist auch wie beim Apple TV sehr klein und auf das Nötigste beschränkt. Der Controller wird auch inkl. Batterien und einer Kurzanleitung geliefert. Das Fire TV scheint auf den ersten Blick solide verarbeitet zu sein und es gab keine negativen Dinge bis auf einen fehlenden Ein-/Ausschalter, dazu kommen wir aber später noch. Der Controller liegt recht gut in der Hand, kann aber zumindest mich als Besitzer einer Xbox One nicht völlig überzeugen. Der Controller der Xbox One und dessen Tasten fühlen sich deutlich wertiger an, auch das höhere Gewicht durch die Motoren für die Vibration liegt mir besser in der Hand.

Amazon Fire TV anschließen und erster Test

Der Anschluss an unseren Fernseher und unsere Soundbar war über HDMI und den optischen Audio-Ausgang schnell erledigt. Das externe Netzteil vom Fire TV ist etwas klobig und passte nicht so ganz reibungslos hinter unser TV-Board aber es ging schlussendlich. Nach dem Einschalten muss man dann zuerst die Fernbedienung koppeln. Die Fernbedienung funktioniert per Bluetooth und kann daher nicht sofort verwendet werden. Man muss aber einfach nur die Home-Taste für 5 Sekunden halten und dann erfolgt die Verbindung. Nun kann man auch eine WLAN-Verbindung herstellen, falls man die Box nicht schon per Kabel verbunden hat. Danach gibt es ein Einführungsvideo, das wirklich nett gemacht ist und grundlegende Dinge erklärt. Unser Account bei amazon.de war direkt schon hinterlegt. Grundsätzlich eine nette Sache aber es wurde noch nicht mal das Passwort abgefragt. Wäre unser Paket also beim Nachbarn gelandet, hätte dieser auch einfach mal mit unserem Prime-Account losschauen können. Bei Käufen (die wir bisher noch nicht getätigt haben) wird es hoffentlich eine Abfrage des Passworts geben. Es ist bei der Einrichtung auch möglich  Jugendschutzeinstellungen vorzunehmen. Danach landet man dann im Hauptmenü und kann loslegen. Im Mittelpunkt stehen natürlich Amazon Instant Video und alle Filme und Serien. Apps und Spiele sind auch vorhanden, treten aber (sicher auch wegen der begrenzten Menge) noch in den Hintergrund. Die Menüs bauen sich schnell auf und sind in den meisten Fällen übersichtlich. Das oft verwendete grau für inaktive Menüpunkte ist aus meiner Sicht nicht ganz optimal, diese sind manchmal nur schwer zu sehen. Wenn man die Menüs erst mal kennt, ist das aber kein Problem.

amazon-fire-tv-mit-fernbedienung-erfahrung

Der Stromverbrauch beim Amazon Fire TV – kein Ausschalten möglich

Wir wollen das Amazon Fire TV in erster Linie zum Schauen von Serien über Amazon Instant Video (Prime) nutzen. Das konnten wir auch vor dem Fire TV schon über die vorhandene Xbox One mit passender App. Die Xbox One (mit Kinect) verbraucht während des Streaming mal locker 70 Watt. Das ist für diese Aufgabe doch ein wenig sehr viel. Also haben wir uns natürlich auch gleich mal die Leistungsaufnahme des Fire TV angeschaut. Der Verbrauch lag in der Regel zwischen 2 Watt im Standby (nach 30 Minuten Inaktivität) und knapp mehr als 5 Watt bei aufwändigeren Spielen wie Asphalt 8 oder Riptide GP 2. Beim Streamen von Serien waren es durchschnittlich rund 3-3,5 Watt, nur beim Vorspulen ging es dann mal kurzzeitig auf 5-6 Watt hoch. Der Startvorgang des Amazon Fire TV dauert fast genau 30 Sekunden. Beim Bootvorgang sieht man auch mal kurz Werte von über 7 Watt, aber nur sehr kurzfristig. Stöbert man in den Menüs, so fallen 3-4 Watt an. Soweit aus meiner Sicht alles Topwerte bis auf die Tatsache, dass es keinen Ein-/Ausschalter gibt und die kleine Box nur einen festen Standby-Modus nach 30 Minuten Inaktivität bietet ohne die Möglichkeit von Anpassungen. Voreingestellt ist auch ein Bildschirmschoner, der dann eben die 30 Minuten läuft, dieser verbraucht mit über 5 Watt mehr als aufwändige Spiele. Klar, das sind alles geringe Werte aber ich möchte zumindest den Zeitpunkt des Standby auf 5 oder 10 Minuten herunterregeln. Besser wäre natürlich noch eine Option, um die Box richtig abzuschalten. amazon sagt, dass man die Box nicht abschalten müsse, da sie so mögliche Updates im Hintergrund laden kann. Das kann in Einzelfällen nützlich sein aber in der Regel ist mir die eigene Wahl deutlich lieber. Wer sich auch daran stört, sollte zumindest den Bildschirmschoner schon mal deaktivieren (Einstellungen/Starten nach/Nie). Hoffentlich bessert amazon hier noch mal nach und lässt zumindest die Wartezeit zum Standby reduzieren. Glücklicherweise hat das Amazon Fire TV kein Problem, wenn man den Strom hart über eine Funksteckdose wie die Fritz!DECT 200 oder andere schaltbare Leisten/Steckdosen abschaltet.

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