USB-Stick mit NTFS formatieren (>4 GB)

USB-StickIch werde oft gefragt, wie man auf einem USB-Stick große Dateien speichern kann. Normal sind USB-Sticks mit dem FAT32 (oder sogar FAT16) Dateisystem formatiert. Dieses bietet hohe Kompatiblität aber leider liegt hier die Grenze pro Datei bei maximal 4 Gigabyte.

Hier eine kurze Anleitung, wie man einen USB-Stick mit dem NTFS-System formatiert und somit auch größere Dateien ablegen kann.

Eine Möglichkeit ist, die Funktion von Windows selber zu benutzen. Dazu drückt man „Windowstaste+Pause“ und wählt dort den Gerätemanager. Dann sucht man unter „Laufwerke“ den entsprechenden USB-Stick und wählt per Rechtsklick „Eigenschaften“. Im Reiter „Richtlinien“ wählt man die Option „Optimale Leistung“ oder „Bessere Leistung“ (je nach Windows-Version). Sobald man diese Option aktiviert, kann man im Windows-Explorer per Rechtsklick auf den Laufwerksbuchstaben „Formatieren…“ wählen und nun auch „NTFS“ als Dateisystem wählen. Formatiert man jetzt den USB-Stick mit NTFS können danach auch Dateien größer als 4GB abgelegt werden.

Bitte aber bedenken, dass einige Geräte wie Spielkonsolen, Mediaplayer oder DVD-Player mit USB nur FAT32 unterstützen (gleiches gilt für alte Betriebssysteme wie Windows 98 etc., welche hoffentlich niemand mehr verwendet).

Noch besser geht das Ganze durch ein kostenloses Tool namens „HP USB Disk Storage Format Tool“ (aktuelle Version 2.23)

Das Tool bekommt Ihr zum Beispiel hier kostenlos zum Download. Das Tool ist zwar in Englisch aber sehr leicht zu verstehen. Das Tool eignet sich auch ideal für das Formatieren mit FAT32 wenn der USB-Stick besonders groß ist, da die Windows-Funktion bei Größen über 32GB auch versagt. Und wir haben ja bereits USB-Sticks mit 64GB oder sogar 128GB. Und diese Schmuckstücke wollen natürlich auch perfekt formatiert werden. Die Umstellung im Gerätemanager braucht man bei der Nutzung des Tools nicht durchzuführen. Allerdings muss das Tool ggf. per Rechtsklick mit der Option „Als Administrator ausführen“ gestartet werden (Windows Vista und Windows 7).

Zusätzlich ist es möglich die NTFS-Kompression einzuschalten. Dadurch kann man je nach Dateitypen auf dem Stick noch etwas Platz sparen. Bootbare USB-Sticks lassen sich hiermit ebenfalls problemlos erstellen.

Das Tool von HP eignet sich auch für Festplatten, die per USB angeschlossen sind.

Bei beiden Varianten der Formatierung gehen natürlich alle Daten auf dem USB-Stick verloren. Also vorher unbedingt alle vorhandenen Daten vom USB-Stick sichern.

Wenn jemand eine Lösung für ein Abspielgerät sucht, welches auch das HTFS+ System vom Apple iPod oder Mac unterstützt, sollte sich mal das Tool MacDrive (aktuell Version 8.0) anschauen. Vorteil ist, dass man so z.B. bei einer XBOX 360 (welche kein NTFS unterstützt) auch Dateien über 4 GB nutzen kann. Nachteil ist, dass Mac Drive nicht kostenlos ist (gibt aber eine Testversion) und man den USB-Stick am PC nur mit dieser Software nutzen kann.

Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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2 Kommentare

  1. Funktioniert das Tool eigentlich auch für externe Festplatten. Ich würde nämlich gerne eine NTFS formatierte Festplatte in FAT 32 formatieren. Da mein Blue-Ray Player nur FAT32 liest.

    Hatte schon ein Tool ausprobiert, damit hat es aber leider nicht funktioniert.

    Greetz

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