Amazon: Keine „Gratis-App des Tages“ mehr – dafür startet Amazon Underground für Android

Wer hier häufiger reinschaut oder bei amazon.de unterwegs ist, wird die täglich kostenlose App für Android, Fire Tablets (und teilweise auch Fire TVs) kennen. Regelmäßig hat Amazon hier auch an bestimmten Tagen eine ganze Reihe an Apps und Spielen auf einmal verschenkt. Schlechte Nachrichten, damit wird nun wohl Schluss sein. Heute gibt es schon keine explizit ausgewählte Gratis-App mehr. An dieser Stelle bringt man nun Amazon Underground ins Spiel. Dort gibt es weiterhin kostenlose Apps und lt. Ankündigung auch 100% kostenlose Apps. Sprich, die dort gelisteten Apps sind vollständig und ohne weitere In-App-Käufe. Amazon hat sich hier wohl mit Entwicklern zusammengetan und diese werden anhand der Nutzungsdauer von Amazon selbst bezahlt. Für Euch sind die Apps also vollständig kostenlos, die Entwickler bekommen eine Nutzungsgebühr pro Minute von Amazon.

Klingt doch erst mal nicht schlecht und kann man durchaus mal ausprobieren. Wie gewohnt müsst Ihr diese Apps über Amazon selber installieren bzw. die Amazon Underground-App. Nicht so schön ist, dass der Underground-Bereich zusätzlich ist und die Apps extra gelistet werden. So gibt es dort z. B. das Spiel Castle of Illusion (Mickey Mouse) aktuell kostenlos, bei der normalen Suche im App-Shop, findet man diese aber auch noch kostenpflichtig. Das könnte für einige Verwirrung sorgen. Bei den bisherigen Aktionen gab es die App nur einmal bei Amazon, und wenn diese kostenlos war, dann führten auch alte Links oder Suchen im Store immer zur kostenlosen App. Das wird dann leider zukünftig nicht mehr so eindeutig sein, sofern Amazon hier nicht noch nacharbeitet. Ein weiterer unschöner Aspekt ist, dass zumindest derzeit keine Rede vom Fire TV oder Fire TV Stick ist. Jetzt könnte man natürlich denken, dass man die Apps einfach mit seinem Account über die Webseite installiert und dann auch auf dem Fire TV. An dem Beispiel von Castle of Illusion sieht man aber, dass die kostenpflichtige Version für das Fire TV geeignet ist und die kostenfreie Version nicht. Das kann natürlich technische Gründe haben und sich in Zukunft ändern.

Vielen wird vielleicht auch nicht gefallen, dass jetzt die Nutzungszeit der App in irgendeiner Form aufgezeichnet wird und Amazon diese Daten erhält. Das ist notwendig um die Entwickler zu bezahlen, aber das sind auch wertvolle Daten für Amazon. Diese zahlen sicher nicht aus reiner Gutmütigkeit für Eure Nutzungszeit an die Entwickler. Amazon entwickelt mittlerweile selber Spiele und es ist natürlich deutlich interessanter, wie lange und häufig bestimmte Apps genutzt werden, im Vergleich zu den sonst verfügbaren reinen Downloadzahlen. Jeder weiß, dass viele Apps installiert werden (und oft auch bleiben) ohne das diese wirklich aktiv genutzt werden. Die entsprechende App zur direkten Installation auf dem Smartphone oder Tablet, soll den Kunden natürlich auch ein wenig mehr an den Anbieter binden. Amazon betont, dass es sich bei Amazon Underground nicht um eine kurzfristig angelegte Werbekampagne  handelt, sondern um ein langfristiges Projekt. Schaut Euch einfach mal um. Grundsätzlich bin ich kein Freund von In-App-Käufen, ob das die Lösung ist? Lt. Amazon kann man bei der aktuellen Auswahl schon mehrere tausend Euro sparen, die sonst durch Kauf der App oder In-App-Käufe anfallen würden. Unten findet Ihr zwei Links. Einer führt zur Erklärung von Amazon Underground (auf der Aktionsseite einfach den Zettel auf der Tür anklicken) und ein zweiter Link bringt Euch gleich zu den kostenlosen Apps ohne In-App-Käufe. Wir freuen uns über Eure Meinung in den Kommentaren.

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Link: Amazon – Keine „Gratis-App des Tages“ mehr – dafür startet Amazon Underground für Android

Link: Amazon Underground – direkt zur App-Auswahl

Author: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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