Test: Fritz!Fon C5 – schnurloses DECT-Telefon von AVM

Wie bereits in den Vorberichten angekündigt, haben wir in den letzten Wochen das neuste schnurlose DECT-Telefon von AVM mit dem Namen Fritz!Fon C5 getestet. Dieses wurde Ende 2015 vorgestellt, es hat dann aber einige Monate gedauert, bis wirklich die ersten Geräte im Handel verfügbar waren. Wer bereits ein Fritz!Fon MT-F oder Fritz!Fon C4 nutzt, wird im Testbericht auch einige Vergleiche finden, da wir diese beiden Modelle auch einsetzen. Für Neueinsteiger in Sachen Fritz!Fon sei gesagt, dass diese DECT-Telefone nur in Verbindung mit einer passenden Fritz!Box Sinn machen. Wer keine Fritz!Box nutzt und auch keine Anschaffung plant, braucht das Telefon aus unserer Sicht nicht in Betracht zu ziehen (obwohl die Grundfunktionen mit anderer Basisstation möglich wären). Wer aber eine der Fritz!Box-Modelle mit DECT-Funktion hat und das sind mittlerweile sehr viele Modelle, bekommt diverse Vorteile gegenüber einem üblichen schnurlosen Telefon. Nun wollen wir aber einfach mal der Reihe nach die wichtigsten Punkte durchgehen und von unseren Erfahrungen in Verbindung mit unserer Fritz!Box 7490 berichten.

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Lieferumfang / Optik / Einrichtung

In der Verpackung findet man das DECT-Telefon selbst, die Ladeschale, ein passendes Netzteil und eine Kurzanleitung. Für manchen könnte die Anleitung sicher etwas länger sein, wir finden diese aber völlig ausreichend. Da AVM per Firmware-Updates häufiger Änderungen an der Oberfläche oder auch Ergänzungen und Optimierungen von Funktionen vornimmt, wäre diese nicht sonderlich lange aktuell. Daher macht der Verweis auf die PDF-Version deutlich mehr Sinn. Dort findet man dann wesentlich ausführlichere Informationen zur erweiterten Einrichtung und den möglichen Funktionen.

Während der Vorgänger, das Fritz!Fon C4 in weiß/silber daher kam, ist das Fritz!Fon C5 wieder komplett in schwarz gehalten und geht damit optisch wieder zu seinen Wurzeln zurück (dem ersten Fritz!Fon MT-F). Hier ist es natürlich Geschmacksache was einem besser gefällt. Im Vergleich zum Fritz!Fon MT-F wirkt das C5 aber deutlich moderner und auch hochwertiger, wenn es auch nur Details sind. Das C4 war etwas kürzer als das C5, dafür aber auch „dicker“. Das MT-F und C4 waren eher gerundet und hatten seitlich einen Anschluss für Kopfhörer und Headsets. Beim Fritz!Fon C5 ist alles etwas eckiger bzw. gradliniger. Der Klinkenanschluss ist hier an die obere Gehäuseseite gewandert. Da ich den Anschluss persönlich nie nutze, kann ich wenig dazu sagen was besser ist. Hinzugekommen sind beim Fritz!Fon C5 die beiden Lautstärketasten an der rechten Gehäuseseite. Diese Tasten gab es bei den Vorgängern nicht, sondern hier wurde das mit der normalen Tastatur auf der Vorderseite gelöst. Ich habe bisher noch nie die Lautstärke verstellen wollen oder müssen, von daher habe ich die Tasten nicht vermisst. Jetzt sind diese da, vielleicht für den ein oder anderen interessant. Die Verarbeitung des Fritz!Fon ist einwandfrei. Man setzt zwar bei den Materialien ausschließlich auf Kunststoff, das Telefon wirkt aber trotzdem wertig.

Leider verzichtet AVM beim C5 nicht vollständig auf die Klavierlackoptik. Sowohl ein Streifen auf der Vorderseite des Mobilteils als auch der größte Teil der Ladeschale sind glänzend und ein Magnet für Fingerabrücke. Die Rückseite des Mobilteil ist glücklicherweise matt. Ist halt Geschmackssache, ob das schön ist oder nicht. Die Ladeschale ist gut und steht stabil auf dem Tisch. Vergleicht man die Ladeschalen aktuell, dann würde ich sagen, dass diese auch sicherer steht als die vom C4. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Gummierung unter der Ladeschale des C5 einfach noch nagelneu und nicht ausgetrocknet ist. Im Vergleich zum MT-F ist die Ladeschale auf jeden Fall viel besser, dort war besonders die Ladeverbindung des Mobilteils nicht bei jedem Einsetzen des Telefons gegeben.

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von links (MT-F, C4 und C5)

Die Einrichtung könnte nicht einfacher sein. Zuerst entfernt man die Schutzfolie am unteren Teil des Telefons, welche die Verbindung zum Akku während des Transports unterbindet. Danach einfach die DECT-Taste an der Fritz!Box / Basisstation drücken und die Verbindung ist aufgebaut. Somit wäre das Telefon jetzt schon einsatzbereit, man kann aber noch viele Dinge konfigurieren. Das geht los mit dem Telefonbuch, den Rufnummern, auf die das Telefon reagiert oder mit welchen es hinaustelefoniert, dem Namen des Mobilteils (praktisch bei mehreren Telefonen) und vielem mehr. Darauf gehen wir später noch näher ein.

Das Display

Bei der ersten Ankündigung des Fritz!Fon C5 war immer etwas von einem hochauflösenden Display zu lesen. Als Besitzer des Vorgängermodells erwartete man hier also etwas Neues. Als die technischen Daten dann endgültig vorlagen, war klar, es hatte sich nicht wirklich was verändert. Die Auflösung ist mit 240 x 320 Pixeln (180ppi) identisch geblieben, genau wie die Displaygröße selbst. Das Display ist aber aus meiner Sicht völlig in Ordnung und gut lesbar. Klar trennt es Welten im Vergleich zu selbst einfachen Smartphones, aber abgesehen von den Anruferbildern, die man optional hinterlegen kann, geht es um die Anzeige von Text und dafür reicht das Display völlig. Hier hat AVM bei der Vorankündigung anscheinend an Ermangelung größerer technischer Veränderungen einfach irgendwas herausgestellt und damit ungewollt Erwartungen geweckt. Als ich das erste Mal auf das Display des Fritz!Fon C5 geschaut habe, dachte ich es wäre schärfer. Dann habe ich mal das Display unseres C4 geputzt und festgestellt, dass es nicht die eigentliche Schärfe ist, die unterschiedlich ist. Die Helligkeit ist deutlich erkennbar unterschiedlich. Ich habe dann mal alle drei Telefone (MT-F, C4 und C5) auf volle Helligkeit gestellt. Das MT-F hat die schwächste Helligkeit, das Gerät ist aber nun auch schon über 6 Jahre alt. Viel interessanter ist der Vergleich von C4 und C5. Das C4 ist deutlich erkennbar heller. Ich würde das aber nicht automatisch als besser bewerten. Viele kennen das sicher vom heimischen TV. So mancher mag knallige Farben mit starker Helligkeit und Hintergrundbeleuchtung, andere lieber weniger Beleuchtung, da das Bild dadurch häufig schärfer ist. Es fällt aber nur im direkten Vergleich auf und man muss sich keine Sorgen machen, die Helligkeit des C5 ist völlig ausreichend.

links C4 und rechts C5 (volle Helligkeit)

links C4 und rechts C5 (volle Helligkeit)

Akku / Laufzeit

AVM gibt bis zu 10 Stunden Gesprächsdauer und bis zu 12 Tage im Stand-by an. Ich habe jetzt keine zehn Stunden am Stück telefoniert um das zu überprüfen. Das ist wahrscheinlich auch die Idealwert, wenn ich nach der vollen Ladung direkt an einem Stück telefoniere. Bzgl. der Stand-by-Zeit habe ich mal ein paar Tests gemacht und 12 Tage waren bei uns nicht annähernd drin. Bis zu einer Woche war möglich, wenn man das Telefon zwischendurch gar nicht genutzt hat. Was aber aus meiner Sicht auch völlig ausreicht. Es ist absolut kein Problem wenn man das Telefon bei durchschnittlicher Nutzung mal mehrere Tage ohne Ladestation liegen lässt. Es meldet sich auch akustisch und optisch wenn der Akku leer geht. Dank der Akkuanzeige kann man auch jederzeit den aktuellen Status auf dem Display sehen. Den Akku kann man bei allen Modellen, also auch bei dem Fritz!Fon C5 wechseln. Es gibt immer mal wieder Stimmen, die mit dem speziellen Akku nicht zufrieden sind und sich handelsübliche Akkus wünschen würden. Könnte man natürlich machen, dann wäre aber das Gehäuse nicht mehr so flach und auch das Gewicht würde zunehmen. Auch viele andere Hersteller nutzen keine Standard-Akkus, man sieht dort zwar oft die einzelnen Zellen, diese sind aber verlötet und mit speziellen Kabeln versehen. Da werden die wenigsten anfangen diese selbst auseinander zu löten. Mein erstes Fritz!Fon MT-F ist in nun 6 Jahre im Einsatz mit dem ersten Akku. Natürlich hält der Akku nicht mehr so lange wie zu Beginn aber 1-3 Tage sind immer noch drin. Das reicht für uns völlig. Ein entsprechender Akku ist bei eBay oder Amazon auch schon ab ca. 6 Euro zu bekommen. Das ist für mich jetzt auch kein Preis wo ich lange überlegen muss ob normale Akkus besser wären. Von AVM gibt es die Ersatzakkus lt. ein paar Kommentaren bei Amazon für rund 10 Euro plus Versand, was aus meiner Sicht auch noch völlig in Ordnung ist. In allen Fritz!Fon wurde bisher auch nur ein Akkutyp verwendet (Model 312BAT006 -3,7V, 750mAh. 4,2 V Charging Voltage) und somit sind Ersatzakkus mit mehreren Geräten kompatibel was sich immer positiv auf den Preis auswirkt.

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Sprachqualität / Reichweite

Seit rund 6 Jahren nutze ich nun ein Fritz!Fon und konnte mich nie über die Sprachqualität beschweren. Vorher habe ich ein recht teures und kabelgebundenes ISDN-Telefon (ascom Eurit 30) eingesetzt. Natürlich ist die Qualität gerade bei VoIP auch von der Internetverbindung und der DECT-Verbindung abhängig. Ich habe aktuell einen einfachen 1&1 DSL-Anschluss 16.000 (effektiv 10-13 Mbit/s) und ich merke auch während zeitgleichem Streaming von Filmen per Fire TV keine Probleme bei der Sprachqualität. Meine aktuelle Wohnung geht über zwei Etagen, die Fritz!Box 7490 steht unten und ich kann auch in der oberen Etage ohne irgendwelche Repeater etc. problemlos telefonieren. Einzig auf dem Balkon (genau entgegengesetzt im Gebäude zur Fritz!Box und eine Etage höher) lässt der Empfang deutlich nach. Dann kommt es schon mal zu Unterbrechungen, aber nicht zu einem Abbruch der Verbindung. Man geht einfach einen Schritt zurück und der Empfang ist wieder da. Wer da größere Wege oder dickere Wände überwinden muss, kann sich mit entsprechenden DECT-Repeatern behelfen. Bei uns klappt es mit dem DECT-Signal besser als mit dem WLAN-Signal. Letzteres reichte nicht problemlos in der zweiten Etage, sodass wir dieses per Powerline-Lösung von AVM oben zusätzlich verteilen.

Warum ein Fritz!Fon und kein „normales“ DECT-Telefon?

Es muss auch an der Fritz!Box nicht zwingend ein DECT-Telefon von AVM sein, man kann auch Geräte anderer Hersteller einsetzen. Andersherum könnte man das Fritz!Fon bzgl. der Grundfunktion auch ohne Fritz!Box (mit anderer Basisstation) einsetzen, was aber aus unserer Sicht wenig Sinn machen würde. Die Vorteile der Fritz!Fon-Geräte sind die vielen Konfigurationsmöglichkeiten, Zusatzfunktionen und natürlich die optimale Anbindung an die Fritz!Box. Das beginnt bei der einfachen aber auch Wunsch auch sehr ins Detail gehenden Einrichtung des Gerätes. Man kann sehr genau einstellen, auf welche Rufnummer das jeweilige Handteil (bis zu 6 Schnurlostelefone an einer Fritz!Box möglich) reagieren soll, man kann Namen vergeben, interne Kurzwahlnummern, Hintergrundbilder für den Startbildschirm festlegen, Ruhezeiten (Klingelsperre) einrichten und vieles mehr. Und das muss eben nicht zwingend vom Telefon selbst erfolgen, sondern man kann das auch über per PC oder App mittels der Benutzeroberfläche der Fritz!Box steuern. Auch bei der Einrichtung der Telefonbücher hat man beide Optionen für die Anlage und Pflege. Bei der Fritz!Box  kann man ein globales Telefonbuch anlegen oder für jedes Telefon ein eigenes Telefonbuch. Andererseits kann man auch mit dem Fritz!Fon diverse Funktionen der Fritz!Box steuern, also z. B. WLAN an/aus, Rufumleitung an/aus oder auch Smart Home-Komponenten wie die Fritz!DECT 200 kann man über das Telefon steuern. Im Startbildschirm kann man mit der aktuellen Firmware auch Informationen zu der aktuellen DSL-Verbindung, der Anzahl der verbundenen Geräte im WLAN oder die CPU-Auslastung der Fritz!Box anzeigen lassen. Letzteres ist eher Spielerei, war uns in der einen oder anderen Situation aber schon mal hilfreich.

Weiterhin kann man über das Fritz!Fon auch sogenannte Internetdienste abrufen. Hiermit sind derzeit E-Mail, Internetradio, RSS-Feeds und Podcasts gemeint. Auch wenn das wahrscheinlich die wenigsten wirklich im Alltag brauchen, es ist in der Kombination durch Fritz!Box (mit DECT-Funktion) und Fritz! Fon möglich. Natürlich ist die Darstellung von E-Mails durch das Display stark eingeschränkt und mit Bildern und sonstigen Anhängen etc. kann man natürlich nicht arbeiten. Internetradio oder Podcasts kann man problemlos nutzen, wobei das natürlich nur mit einem Kopfhörer oder anderen über den 3,5 Klinkenanschluss verbundene Lautsprecher Spaß macht. Der kleine Lautsprecher im Telefon ist dafür nicht wirklich gut geeignet. Da das Fritz!Fon kein Bluetooth unterstützt, ist man auch auf Kabellösungen angewiesen. Mit dem Mediaplayer kann man auch Musik von an der Fritz!Box angeschlossenen Speichermedien oder anderen UPnP-Mediaservern abspielen. Bei RSS-Feeds sieht man nur das nötigste in Textform, genau wie bei den zuvor genannten E-Mails.

von links (MT-F, C4 und C5)

von links (MT-F, C4 und C5)

Neben den oben genannten Internetdiensten gibt es noch die Komfortdienste Weckruf, Rufumleitung, Babyfon und Timer. Der Weckruf sollte klar sein, man kann hier auch mehrere Wecker bzw. Wiederholungen einstellen. Die Rufumleitung kann man einfach in den Menüs ein- und abschalten, was sehr praktisch ist. Natürlich kann man die Rufumleitung in der Fritz!Box im Detail konfigurieren (wann, wie schnell, wohin usw.). Beim Babyfon gibt man eine Zielnummer ein und kann auch noch die Empfindlichkeit der Raumüberwachung einstellen. Ab dem entsprechenden Lautstärkepegel im überwachten Raum wird dann eben die Zielnummer kontaktiert und man kann mithören. Über den Timer kann man sicher erinnern lassen, wann die Waschmaschine fertig ist oder der Braten aus dem Backofen muss. Einfach Minuten (gehen auch mehre Stunden) eingeben und den Timer starten, dann wird man rechtzeitig erinnert.

Alles nette Funktionen und vielleicht hat der ein oder andere Bedarf. Wobei ich persönlich glaube, dass in Zeiten von Smartphones und Tablets die meisten Dinge zumindest keine dauerhafte Verwendung mehr finden. Da sind die mobilen Geräte wie Smartphones oder Tablets einfach deutlich besser in Sachen Display, Darstellung, Leistung usw. Die Rufumleitung ist für mich ideal und täglich im Einsatz, auch das Internetradio habe ich schon mal in seltenen Fällen genutzt.

Der Anrufbeantworter ist eine der für mich wichtigen Funktionen. Dieser kann einfach und umfangreich konfiguriert werden, es können auch mehrere Anrufbeantworter angelegt werden und auch das Abhören ist von überall einfach möglich.

Sehr wichtig und in täglichem Gebrauch ist bei uns auch die Smart Home-Funktion. Alle wichtigen Geräte wie PCs, Fernseher, Stereoanlage usw. sind an einer Fritz!Dect 200 Steckdose und werden per Telefon an oder aus geschaltet. Das wäre zwar per Smartphone und Tablet auch möglich, hier sind die Wege beim Telefon über die Favoriten aber deutlich kürzer und schneller. Da die Steckdosen auch die Temperatur messen, kann man am Fritz!Fon auch schnell mal die Temperatur in den jeweiligen Räumen abrufen.

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von links (Fritz!Fon MT-F, C4 und C5)

Fazit

Das Fritz!Fon C5 ist ein sehr gutes DECT-Telefon für Besitzer eines Fritz!Box-Routers (mit DECT-Funktion). Es gefällt optisch und ist auf jeden Fall deutlich schöner als das alte Fritz!Fon MT-F, wenn es auch nur Detailänderungen sind. Ob man nun das schwarze und flache Fritz!Fon C5 oder das weiße, etwas kürzere und dafür dickere Fritz!Fon C4 bevorzugt, muss jeder für sich entscheiden. Ich könnte nicht sagen, dass eines der beiden Modelle nun deutlich besser in der Hand liegt als das andere. Abgesehen von der Optik und den neuen Lautstärketasten an der Seite hat sich funktionell nicht wirklich was verändert. Das Display ist nicht ganz so hell wie beim C4 aber völlig in Ordnung. Die angeblich doppelt so lange Standby-Zeit von 12 Stunden (statt 6 Tagen beim C4) hat sich in der Praxis nicht so gravierend reproduzieren lassen und erscheint eher unrealistisch. Das Fritz!Fon C5 ist einfach ein neues Modell, welches etwas gepflegt wurde, aber es gibt keine gravierenden Veränderungen die einen Umstieg von z. B. einem C4 nötig machen würden.

Wir haben während des Tests festgestellt, dass ein drittes schnurloses Telefon in unserem Haushalt sehr praktisch ist. Daher überlegen wir gerade auch die Anschaffung eines weiteren Fritz!Fon. Mir wäre es völlig egal ob es ein C4 oder C5 wäre. Beide Telefone haben eine unverbindliche Preisempfehlung von 79 Euro, wobei diese schon deutlich günstiger zu haben sind. Aktuell sind es rund 10 Euro Preisunterschied zwischen dem Fritz!Fon C4 und C5 bei Amazon. Wer es möglichst günstig will, kauft noch das C4 und wer für 10 Euro mehr einfach lieber zum neusten Modell greift, nimmt das C5. Ich kann jedem mit einer Fritz!Box nur empfehlen mal ein Fritz!Fon auszuprobieren. Durch die Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten in Verbindung mit der Fritz!Box kann man den Komfort vieler Dinge verbessern. Einige der Zusatzoptionen wie E-Mail, RSS-Feeds, Internatradio usw. sind nett, können aber nicht mit Apps auf dem Smartphone oder Tablet konkurrieren. Also dürften diese zumindest für die breite Masse eher Spielerei als wirklich produktiv nutzbar sein. Insgesamt muss man sagen, dass sich bzgl. der Hardware in den letzten 6 Jahren seit dem Erscheinen des ersten Fritz!Fon nicht wirklich viel getan hat. Was sich massiv verbessert hat, ist die Software. Das kennt man bei AVM aber von allen Geräten, es gibt immer wieder kostenlose Updates mit weitreichenden Verbesserungen und sogar neuen Funktionen. Von uns bekommt das Fritz!Fon C5 die zweitbeste Note „sehr gut“ , für die Bestnote fehlt es einfach an wirklich im Alltag spürbaren Verbesserungen der Technik. Was aber keine Kritik an AVM sein soll, die ersten Geräte waren schon so gut, dass es wenig Luft nach oben gab. Sicher könnte man noch hochwertigere Materialien, ein besseres Display (höhere Auflösung) etc. verbauen, aber braucht man das wirklich und würde man dafür mehr ausgeben? Zumindest privat dürfte für viele die Festnetztelefonie nur noch eine Nebenrolle spielen und einfach da sein, weil einen die Rufnummer ggf. seit vielen Jahren begleitet und bei Mama, Oma usw. gespeichert ist.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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2 Kommentare

  1. @Eddie:

    Das MT-F (zumindest unser Gerät der ersten Generation) hat keinen Annäherungssensor/Bewegungssensor. Mir ist auch nicht bekannt, dass dieser irgendwann in späteren Produktionen des Modells vorhanden ist. Unser MT-F geht nur beim Entnehmen der Ladeschale an und danach nicht mehr. Egal ob man es anhebt, dreht oder sonst was macht. Erst auf Tastendruck geht das Display an. Das kann man im Hinblick auf den Akku ggf. positiv finden, ich persönlich finde mit Bewegungssensor besser. Wenn ich das Telefon in die Hand nehme, es steht bei uns nur zum wirklichen Laden in der Schale, dann will ich auch was damit machen und es ist völlig OK das es automatisch angeht. Auch im Dunkeln praktisch. Die Energiesparoptionen sind bei uns an. Ich brauch kein Display das dauerhaft beleuchtet ist, würde mich eher stören. Somit ist das aus unserer Sicht und bei unserer Nutzung im Büro eigentlich ideal. Wenn man das Telefon den ganzen Tag mit sich rumschleppt und jede Bewegung das Display aktiviert, kann man das vielleicht anders sehen. Ich komme locker über den Tag mit dem Akku, daher ist das aus der Sicht auch kein Thema gewesen.

    Bei den Tasten kann ich mich deiner Meinung nicht anschließen. Ich finde die Tasten und den Druckpunkt bei C5 oder C4 um Längen besser. Das MT-F ist für mein Empfinden wie eine PC-Tastatur aus den 80zigern. Aber auch das kann man vielleicht wieder anders sehen, wenn man das Telefon immer rumträgt oder einsteckt und dann ungewollt etwas drückt. Ich nutze das C5 täglich, ich habe noch nie ungewollt durch die Tasten aufgelegt. Robuster könnten auf Dauer die Tasten vom MT-F vielleicht sein, aber das wäre auch nur eine Vermutung.

    In unseren FAQs findest du einen Hinweis auf solche Fragen der unterschiedlichen Bewertung (Wir und Leser). Dass uns etwas sehr gut gefällt, bedeutet nicht dass es jeder so sehen muss. Wir testen die Geräte in unserem Alltag und mit unseren Bedürfnissen. Natürlich versucht man sich immer ein wenig zu überlegen, wie es wäre, wenn man Geräte anders einsetzt oder auch ein anderes Empfinden für schön, gut verarbeitet usw. hat. Daher werden oft auch eine Personen im Haushalt befragt. Es gibt nicht umsonst von jedem Produkt in unserem Alltag verschiedene Marken und Ausführungen.

    Zum C5 ist noch anzumerken, dass wir das Testgerät zurückgeschickt haben und ich mir dann ein C5 danach habe schenken lassen. Hätte ich mir sicher nicht gewünscht, wenn ich es nicht gut gefunden hätte.

    Wir sind nicht zwingend auf die Testgeräte angewiesen. Wir haben auch gar keine Manpower und Zeit um alles zu testen, was so raus kommt und interessant ist. Bis auf eine Steckdose, die wir als Sample bekommen haben und behalten durften, sind alle anderen zahlreichen AVM-Produkte, von denen man hier liest, zu ganz regulären Konditionen im Handel erworben worden oder waren kurzzeitige Leihstellungen die nach dem Test zurückgingen. Es ist definitiv mehr gekauft als geliehen worden. Ich weiß nicht, ob du schon mal einen Testbericht dieser Art erstellt hast. Da steckt sehr viel Zeit und Arbeit drin und wir werden dafür nicht bezahlt wie so mancher Fashion- oder Beauty-Blogger für zwei Zeilen Text ;-). Klar verdienen wir über Werbelinks. Den Aufwand eines Testberichtes bekommt man damit aber kaum zu Konditionen über dem Mindestlohn finanziert.

    Keine Pressemitteilungen und aktive Angebote für Produkte von AVM, bekommen wir erst seit unserer Empfehlung bei der 7490 zu bleiben, wenn nicht irgendwas Zwingendes für die 7590 spricht. Vielleicht war es auch die Kritik an der fehlenden Aktivität von AVM in Sachen Smart Home und Alexa-Anbindung. Einfach mal im Blog umschauen. Ich weiß es nicht, warum wir ohne Nachricht vom Verteiler genommen wurden. Ist aber auch nicht tragisch. Wenn es wieder was gibt, was uns wirklich interessiert und im Alltag eingesetzt wird, dann kaufen wir es auch. In Sachen Alexa, Fire TV und Co. ist auch alles gekauft (und wirklich gekauft und nicht nur zum Testen bestellt), da Amazon uns da auch nichts zur Verfügung stellt. Häufig kommt auch die Frage, warum die meisten Tests eher positiv sind. Steht zwar auch in unseren FAQs aber gerne auch noch mal hier. Wir sind ein kleiner Blog, und wenn wir überhaupt ein Testgerät erhalten können, haben die großen Seiten es schon häufig direkt auf Messen und Co. genau gesehen oder vorab getestet. Wenn da schon raus kommt „ist nix“, dann möge man verstehen, dass wir da auch keine Lust haben da dann viele Stunden in einen Testbericht zu stecken von dem wir vorab wissen es wird nichts. Da die meisten Geräte für den Eigenbedarf, Freunde und Familie gekauft sind, wäre es auch eher schlecht, wenn wir da als Technik-Spezies häufiger voll daneben greifen.

    Sorry, für den langen Text. Aber genau für solche Dinge sind die Kommentare ja da. Egal ob „sehe ich auch so“ oder „völlig andere Meinung“.

  2. Vielleicht hätte man erwähnen sollen, daß die Sensoren beim C5 ungleich schlechter sind, als bei dem MT-F, da das C5 bei der geringsten Bewegung (Fliege auf Stubentisch etc.) sofort angeht und dadurch der Akkuverbrauch drastisch schlechter ist, als beim MT-F. Und die „planen“ Tasten bzw. der hervorragende Druckpunkt der Tasten des MT-F vermisse ich bei jedem Telefonat mit dem C5. Die Tasten des C5 lösen so leicht aus, daß immer irgendeine Aktion eingeleitet wird, z.B. Auflegen während des Telefonates etc.
    Man kann also, da ansonsten ja alles gleich geblieben ist, von einem deutlich schlechteren Gerät sprechen. Aber dann bekomme man ja von AVM keine Geräte mehr zum testen, richtig 😉

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