Test: eufy RoboVac X8 Hybrid – Twin-Turbine Saugroboter mit Wischfunktion

Aktueller Hinweis: Im Rahmen der Black Friday Woche gibt es den eufy RoboVac x8 für 399,99 € (UVP 549 €)

In den letzten Wochen hatten wir Gelegenheit, den RoboVac X8 Hybrid von eufy ausgiebig zu testen. eufy ist eine Marke von Anker, die sich hauptsächlich im Smart-Home-Umfeld bewegt. Inzwischen sind ja Haushaltsgeräte nicht mehr nur Haushaltsgeräte, sondern dank des technischen Fortschritts kleine Computer, die einem das Leben leichter machen. Zugegeben, anfangs waren wir skeptisch gegenüber einem Saugroboter, der auch noch Wischen können soll, aber im Laufe unseres Test ist uns das technische Helferlein schon irgendwie ans Herz gewachsen. Saugroboter gibt es ja schon lange auf dem Markt. Und immer mal wieder haben wir darüber nachgedacht, ob uns so etwas im Haushalt helfen könnte. Bisher hatten wir uns immer dagegen entschieden, denn wir hatten Bedenken, ob so ein Saugroboter tatsächlich anständig seine Arbeit verrichtet, zumal hochwertige Geräte ja nicht gerade Schnäppchen sind. Insofern war es für uns eine willkommene Gelegenheit, das Können des RoboVac X8 Hybrid im Alltagstest auf die Probe zu stellen.

Da es für uns eine Premiere ist, einen Saugroboter zu testen, handelt es sich im Folgenden nicht um einen Vergleichstest, sondern ausschließlich um den Test dieses Geräts von eufy. Sicherlich sind wir nicht der einzige Haushalt, in den noch kein Saugroboter eingezogen war und sicherlich stellen sich auch andere Haushalte – genau wie wir – die Frage, ob sich die Anschaffung eines Saugroboters lohnt. Insofern hoffen wir, dass wir mit unserem Test eine kleine Entscheidungshilfe leisten können. Das Gerät gibt es übrigens noch in einer Variante ohne Wischfunktion, dann ist es der RoboVac X8 (eben nicht hybrid).

Testbericht Eufy X8 Hybrid Saugroboter mit Wischfunktion

Ausstattung & Lieferumfang

Aber nun zu dem von uns getesteten RoboVac X8 Hybrid von eufy. Klingt auf jeden Fall schon mal schick und als das Paket mit dem Saugroboter ankam, stellten wir fest, ist auch schick. Der RoboVac macht einen sehr wertigen Eindruck in schickem schwarz mit goldenen Streifen (bei der nicht-hybrid Variante sind die blau und rot). Die Oberseite ist schwarz glänzend. Sollte man den RoboVac mal oben anfassen, dann hinterlässt man da durchaus mal einen Fingerabdruck, der aber auch schnell weg gewischt ist. Man muss den Saugroboter eigentlich auch gar nicht oben anfassen, da man ihn über die App steuern und an bestimmte Stellen in der Wohnung schicken kann. Anfassen muss man den RoboVac X8 Hybrid eigentlich nur, wenn man z.B. das Stockwerk wechseln muss oder er sich in seltenen Fällen mal festgefahren hat. Staubfach und Wischschublade lassen sich seitlich einfach rausnehmen und wieder einsetzen, so dass man auch hier nicht auf die Oberseite des RoboVac fassen muss. Aber dazu später mehr.

Der Saugroboter ist gut in der Verpackung geschützt und es findet sich in dem auch sehr wertig aussehenden schwarzen Karton umfangreiches Zubehör. Es wird alles mitgeliefert, was man für einen guten Start mit dem RoboVac braucht. Neben dem Saugroboter selbst sind Ladestation mit separatem Netzteil und Kabelführung sowie eine wasserfeste Unterlegmatte, Wasserbehälter mit waschbarem Mopp, fünf Einweg-Wischtücher, Ersatz-Filter und Ersatz-Seitenbürste, Kabelbinder und Handbuch enthalten.

Zubehör / Lieferumfang des Eufy X8 Hybrid Saugroboter mit Wischfunktion

Der RoboVac X8 Hybrid selbst ist mit zwei kleinen Transportsicherungen seitlich gesichert und der Staubbehälter ist bereits eingesetzt. Neben der glänzenden Oberfläche und den goldenen Streifen auf dem RoboVac umgibt den Saugroboter eine Art flexibler Gummipuffer, der z. B. Möbel schützt, wenn der Saugroboter mal gegen etwas fährt. Hier war auch die Transportsicherung eingesetzt, denn der Rund-herum-Gummipuffer hat so etwas ähnliches wie Stoßdämpfer, die dafür sorgen, dass an Möbeln etc. keine Spuren bleiben, falls der RoboVac mal etwas anfährt. Auf dem RoboVac sitzt der Lasersensor für die sogenannte iPath-Navigation, der dem Saugroboter ermöglicht, den Raum, den er reinigen soll, zu kartografieren. So kann der RoboVac sich dann auch schneller und effektiver zurechtfinden. Zudem kann man so No-Go-Areas festlegen oder den Saugroboter gezielt in bestimmte Räume oder zu bestimmten Stellen schicken. Dieser oben aufgesetzte Lasersensor führt dann auch zu einer Gesamthöhe von knapp 10cm des RoboVac x8 Hybrid. Bei uns ist das leider ein kleines bisschen zu hoch, um unter die Couch im Wohnzimmer zu kommen. Aber unters Bett und unter die Gästecouch passt er perfekt.

Unsere hybride Variante des RoboVac hat eine Staubbox mit 400ml Fassungsvermögen und der Wassertank fasst 250ml. Wählt man die RoboVac X8 Variante ohne Wischfunktion, ist das Fassungsvermögen des Staubauffangbehälters mit 600ml etwas größer. Die Saugleistung liegt bei maximal 2x 2000 Pa und kann über die App variiert werden. eufy stellt in diesem Zusammenhang heraus, dass der RoboVac X8 Hybrid über eine Twin-Turbine-Technology verfügt, die für besonders gute Ergebnisse sorgt. Denn in der Regel haben Modelle anderer Hersteller nur eine Turbine. Diese Twin-Turbine-Technology soll insbesondere viel wert sein, wenn man Tierhaare aufsaugen möchte. Bei vielen Staubsaugern verheddern die sich schon mal gerne in der Bürste. Ein Haustier haben wir zwar nicht, allerdings sorgen meine langen Haare durchaus für vergleichbare Herausforderungen.

Für den Akku mit 5200 mAh ist eine Laufzeit von 180 min für ca. 180 m² angegeben, d.h. der RoboVac X8 Hybrid soll ca. 1 m² pro Minute schaffen. Sicherlich hängt die Akkulaufzeit insgesamt aber auch von der eingestellten Saugstufe und Anzahl / Umfang der Hindernisse ab. Darauf gehen wir später aber auch noch mal ein.

Einrichtung und erste Schritte

Nachdem wir unser Testobjekt ausgepackt hatten, ging es daran, eine geeignete Stelle für die Ladestation zu finden. Laut Benutzerhandbuch soll man eine Stelle auf dem Boden an einer Wand finden, bei der sowohl rechts als auch links von der Ladestation jeweils 1 Meter Platz ist und nach vorne sollten es 2 Meter Platz sein. Das wurde bei uns etwas schwierig, denn an den Wänden stehen so einige Möbel, so dass wir keinen Platz gefunden haben, der genau all dies Anforderungen erfüllt und wo eine Steckdose in der Nähe ist. Letztlich haben wir die Ladestation im Wohnzimmer untergebracht, wo links ca. 0,8 Meter, rechts 0,15 Meter und nach vorne 1,5 Meter Platz sind. Für den RoboVac X8 Hybrid war das bisher überhaupt kein Problem. Er hat immer wieder in seine Ladestation zurück gefunden. Testweise haben wir die Ladestation auch mal im Schlafzimmer aufgebaut, wo es zwischen zwei Schränken noch wesentlich beengter war (siehe Bild unten). Auch das war für den Saugroboter kein Problem. Unter die Ladestation kann man noch die wasserfeste Matte legen, so dass der Fußboden nicht dauerhaft feucht ist, wenn man die Wischfunktion genutzt und den Wischmopp nicht direkt abgemacht hat.

Test des Eufy X8 Hybrid Saugroboter mit Wischfunktion - braucht wenig Platz

Der Saugroboter sollte dann vor der ersten Nutzung einmal etwas Zeit in der Ladestation verbringen, damit der Akku für die anstehenden Arbeiten aufgeladen wird. In der Zeit haben wir schon einmal alles hochgestellt, was im Weg stehen könnte. Denn wir wollten dem RoboVac ermöglichen, den kompletten Raum einmal vollständig zu kartografieren. In dem Zusammenhang ist übrigens die Mitlieferung von Kabelbindern ein nettes Goodie von eufy. Man sollte nämlich schmalere Kabel, in den sich z.B. die Seitenbürste verheddern kann, zusammen und möglichst hoch binden. Während des Ladevorgangs haben wir dann auch die Zeit genutzt, die App EufyHome zu installieren. Der RoboVac X8 Hybrid ist zwar grundsätzlich auch ohne App nutzbar, z. B. über die drei Tasten am Gerät selbst. In dem Fall ließe sich das WLAN am RoboVac selbst auch ausschalten (alle drei Tasten 10 Sekunden halten). Aber der volle Funktionsumfang lässt sich nur mit der App ausnutzen. Die sowohl für iOS als auch Android verfügbare App war schnell installiert. Man muss dann ein Konto bei eufy anlegen. Da wir bereits eine Waage aus dem Hause eufy haben, konnte wir das dazu bereits bestehende Konto verwenden. Wir haben die App (mit dem gleichen Account) sowohl auf meinem als auch auf dem Smartphone des Herrn des Hauses installiert, damit wir den Saugroboter beide steuern können. Das war auch kein Problem. Es ist aber auch möglich, in der eufy App nur einzelne Geräte für andere Personen frei zu geben.

App installiert, RoboVac X8 Hybrid geladen – es kann losgehen. Die App führt einen sehr gut durch die einzelnen Schritte, um den RoboVac mit der App zu verbinden. Wenn man möchte, kann man dem Saugroboter in der App noch einen Namen geben. Keine Ahnung warum, aber unser RoboVac X8 Hybrid hieß ab sofort Heinrich. Was übrigens zu lustigen Gesichtsausdrücken bei Gesprächspartnern sorgt, wenn man erzählt, dass Heinrich gerade zuhause saugt und wischt 😉

Man kann den RoboVac X8 Hybrid auch mit Amazon Alexa bzw. dem Google Assistant nutzen. Wer bei uns fleißig mitliest, weiß, dass wir diverse Alexa-Geräte im Haushalt haben. Für die Steuerung des Saugroboters muss man für Alexa den entsprechenden Skill aktivieren und die dort genannten Befehle verwenden, z. B. „Alexa, sag RoboVac, er soll die Reinigung starten“. Bei der Bestätigung des Befehls erwähnt Alexa dann auch, dass in unserem Fall die Raumreinigung mit Heinrich gestartet wurde.

Eufy X8 Hybrid Saugroboter - Die Eufy Home App - Einrichtung des Saug- und Wischroboter

Wenn man die App öffnet und das Gerät verbunden hat – erforderlich ist übrigens wie bei den meisten Smarthome-Geräten ein 2,4 GHz-WLAN – erhält man noch ein kurzes Intro, was die einzelnen Buttons und Icons in der Robotersteuerung zu bedeuten haben. So eine Einweisung kann man natürlich überspringen, aber es ist schon hilfreich, da mal kurz durchzuklicken, wobei die App in den meisten Fällen selbsterklärend ist. Nach der Kurzeinweisung wird die erste Reinigungskarte erstellt. Auch hier erhält man über die App sehr gute Anweisungen, was man zu tun hat. Und eigentlich muss man nicht viel tun. Der Raum (bzw. die Räume), den der RoboVac nun abfahren soll, sollte frei von Hindernissen sein, in denen er sich verfangen kann. Hilfreich ist es hier, einmal tatsächlich alles weg oder hoch zustellen, was geht, damit der Saugroboter eine möglichst vollständige Karte von dem Raum bzw. der Wohnung erstellen kann. Wir haben daher die Stühle hochgestellt und die zu hohen Teppiche (Hochflor) weg genommen. In der Bedienungsanleitung wird darauf hingewiesen, dass man sehr dunkle hochflorige Teppiche oder Teppiche von mehr als 26mm Höhe nicht reinigen sollte, da das zu Fehlfunktionen führen kann. Grundsätzlich kann der Staubsaugerroboter Hindernisse bis zu 1,7 cm Höhe überfahren. Hat der RoboVac die Reinigungskarte einmal erstellt, wird er später selbst feststellen, wenn ein Stuhl im Weg steht oder man trägt einen z. B. Hochflor-Teppich als No-Go-Area ein. Wir fanden es schon beeindruckend, wie schnell der RoboVac durch die Laser-Navigation den Raum erfasst hatte. Er fuhr ganz systematisch den Raum stückweise ab und hat sich ein Gesamtbild des Raumes gemacht. Wir haben mit der Kartenerstellung in der oberen Etage unserer Wohnung begonnen und hatten zunächst ein bisschen Sorge, dass der die Treppe nach unten nicht erkennt. Sicherheitshalber hatten wir zunächst ein Kissen als optische Sperre hingelegt. War aber eigentlich nicht nötig. Der RoboVac hat den Treppenabsatz einwandfrei erkannt. Trotzdem – safety first – haben wir am Treppenabsatz noch eine No-Go-Area eingerichtet, damit der RoboVac nicht doch versehentlich mal runter fällt.

Eufy X8 Hybrid - Multi-Karten-Verwaltung - mehrere Stockwerke

Natürlich haben wir auch die untere Ebene unserer Wohnung kartografieren lassen. Dazu aktiviert man am besten noch vor Erstellung der ersten Karte in der Kartenverwaltung der App die Funktion „Multi-Karten-Speicherung“. Das ist im Moment noch eine Funktion in der Betaphase. Wir hatten die Funktion erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert und mussten dann erst mal herausfinden, wie man die neue Karte erstellt, denn einen Button „neue Karte erstellen“ oder so was ähnliches gab es nicht. Wir mussten die Karte, die bereits erstellt wurde, speichern und dann über „Karte ändern“ die Option „Karte zurücksetzen“ auswählen. Dann kann man an einem neuen Ort wieder beginnen, eine neue Karte erstellen zu lassen. Wir waren gespannt, wie es mit der Erkennung einzelner Räume funktioniert, da unsere obere Etage sozusagen ein einziger Raum ist. Das hat prima geklappt. Nachdem der RoboVac die ganze untere Etage abgefahren hatte, hat er ganz korrekt die einzelnen Räume angezeigt und farblich unterschiedlich markiert. Man kann dann den einzelnen Räumen Namen geben, so dass man später ganz gezielt z. B. nur das Bad oder das Arbeitszimmer reinigen lassen kann. Auch die Kombination von mehreren Räumen in einer gewünschten Reihenfolge ist möglich. Ein bodentiefer Spiegel im Flur hat die Lasernavigation etwas irritiert und den Flur an der Stelle etwas größer gemacht, als er eigentlich ist. Aber auch hier haben wir uns mit einer No-Go-Area geholfen, diese kann man einfach in der App anlegen.

Eufy Home-App mit Eufy X8 Hybrid - weitere Funktionen - Karten verwalten, Zubehör, manuelle Steuerung

Saugen & Wischen – der RoboVac X8 Hybrid im Alltag

Im Prinzip hatten wir damit nun alles vorbereitet, um den RoboVac im Alltag zu nutzen und für uns die Fragen zu beantworten, wie gut der Saugroboter ist und ob es wirklich die Hausarbeit erleichtert.

In der App haben wir nun zwei Karten zur Verfügung, zwischen denen wir über „Karte verwalten“ hin und herspringen können, je nachdem, wo gerade der Boden gereinigt werden soll. Los ging unser Alltagseinsatz sozusagen mit der wöchentlichen Grundreinigung. Dazu hatten wir mal alles hochgestellt bzw. weg gestellt, so wie man es normalerweise macht. Dann haben wir über die App die richtige Karte ausgewählt und den RoboVac gestartet. Die Saugstufen kann man manuell über die App auf Pure, Power, Turbo und Maximalmodus stellen. Zudem kann man zusätzlich die Option BoostIQ aktivieren, damit die Saugstärke dem Untergrund angepasst wird. Verstellt man während des Saugvorgangs die Stärke, bestätigt der Saugroboter das kurz durch einen Signalton. Wir waren echt erstaunt und begeistert, wie gut der RoboVac X8 Hybrid von eufy den Wohnzimmer- und Küchenbereich gesaugt hat. Er fährt zunächst die Ränder des Raumes ab und arbeitet sich dann in Bahnen durch den Raum. Wir haben festgestellt, dass sich der Saugroboter von mal zu mal effizienter durch den Raum bewegt. An Tischbeinen, Schrankfüßen etc. wird sauber entlang gefahren und Krümel, Staub, Flusen und Haare werden eingesammelt. Man kann einen Raum auch mehrfach in einem Durchgang reinigen lassen. Aber wir haben schon nach dem ersten Reinigungsdurchgang keine wahrnehmbaren Krümel, Staub oder ähnliches mehr gesehen. Wir haben die Stufe Turbo verwendet. Wir hatten nicht erwartet, dass der RoboVac X8 Hybrid so gründlich ist. Dadurch, dass der RoboVac akribisch den kartografierten Raum abfährt, ist das Ergebnis bei uns mal mindestens genauso gut, wie wir es manuell mit unserem Akku-Staubsauger erzielen würden. Dazu tragen sicherlich auch die zwei Turbinen mit jeweils 2.000 Pa bei. Unter die Wohnzimmercouch kommt er leider nicht, aber dafür an so manch andere Stelle, von der wir es nicht erwartet hätten. Sogar meine langen Haare waren vom Boden entfernt. Wie bei jedem Staubsauger, verfängt sich mal ein langes Haar in den Bürsten. Daher muss man auch den RoboVac dort zwischendurch mal reinigen. Möchte man übrigens nicht nur pauschal einen ganzen Raum reinigen lassen, so kann man z. B. auch einen Bereich oder eine Stelle bestimmen, an der gesaugt werden soll. Vielleicht will man morgens nicht gleich die ganze Küche reinigen, sondern nur die Brötchenkrümel unterm Tisch entfernen oder vielleicht ein paar Chipskrümel vor der Couch, dann kann man über die App ganz gezielt den Bereich oder die Stelle adressieren. Interessant bei einem Saugroboter ist natürlich auch die Lautstärke während der Reinigung. Auf der kleinsten Stufe hört man vornehmlich das „Fahren“ des Saugroboters. Mit höheren Saugstufen wird er natürlich auch lauter. Wir empfanden die Lautstärke auch in höheren Stufen nicht als störend, sondern konnten während dessen weiter arbeiten, wenn der Saugroboter oben oder auch im Nebenzimmer bei offenen Türen im Einsatz war . Durch Funktionen wie „Zeitplanung“ und Ansteuerung bestimmter Räume kann man die Reinigung individuell ja so einstellen, dass man am wenigsten gestört wird. Natürlich kann man auch regelmäßige Reinigungspläne erstellen. Einzelne Räume lassen sich im Rahmen der Planung auch ansteuern, sobald eine Karte angelegt wurde. Eine vorab geplante Reinigung von einzelnen Räumen mit aktivierter Multi-Kartenfunktion (Beta) geht derzeit leider noch nicht. Das wird sich hoffentlich noch ändern, sobald die Funktion final ist.

Saugroboter von Eufy (Anker) im Test - RoboVac X8 Hybrid - Unterseite

Der Saugroboter informiert einen übrigens per Sprachausgabe über einen internen Lautsprecher z. B. wenn er die Reinigung startet und wenn er sie beendet hat, in diesem Fall mit „zurück nach Hause“. Auch die kurze Orientierungsphase vor der Reinigung wird mit „Positionierung“ angesagt. Diese findet er übrigens immer sehr schnell, selbst wenn man ihn manuell mal irgendwo in der Wohnung absetzt. Sprache und Lautstärke dieser Ausgaben über den internen Lautsprecher lassen sich in der App konfigurieren. Der RoboVac fährt dann nach der Reinigung eigenständig wieder zurück in die Ladestation. In die Ladestation fährt er eigenständig übrigens auch, wenn der Akku während des Reinigungsvorgangs leer gehen sollte. In der App gibt es auch eine Auto-Return-Reinigung. Aktiviert man diese, setzt der RoboVac die Reinigung fort, sobald er wieder ausreichend aufgeladen ist. Hat man den Reinigungsvorgang gestartet, kann man beruhigt dann etwas anderes machen. Der RoboVac erledigt seinen Job zuverlässig ganz alleine. Gut, am Anfang waren wir schon etwas neugierig und haben dem Saugroboter bei der Arbeit zugeguckt. Alsbald ist man sich aber darüber im Klaren, dass der RoboVac das alleine schafft und nicht beaufsichtigt werden muss. Und hier ist meines Erachtens einer der wichtigsten Punkte: Die Zeitersparnis. Saugt und wischt man ein Zimmer bzw. eine ganze Wohnung, dann dauert das so seine Zeit. Erledigt das aber nun der RoboVac, dann kann man in der Zeit etwas anderes tun und ist mit der Hausarbeit schneller fertig. Oder man kann einfach zwischendurch mal schnell durchsaugen (lassen). In der App kann man übrigens genau verfolgen, wo sich der RoboVac gerade befindet und seine Bahnen zieht.

Eufy X8 Hybrid im Einsatz - Fährt elegant um Tischbeine

Bei einem Testlauf hatten wir übrigens mal unseren Teppich mit etwas höherem Flor liegen gelassen. Das hatte anfangs auch mehrfach super geklappt, da die Ränder schon etwas platt getreten waren. Allerdings hatte der Saugroboter den Flor dann wieder so schön aufgerichtet, dass es bei den weiteren Test nicht mehr so funktioniert hat und die Seitenbürste irgendwann fest hing. Unsere Teppiche haben allerdings auch recht lange Fasern, die über die in der Anleitungen genannten 26 mm hinausgehen. Die Teppiche sind aber auch nicht sehr groß, so dass man sie schnell zusammengerollt hat. Teppiche mit niedrigerem Flor, wie z. B. unseren Badezimmerteppich überfährt und reinigt der RoboVac problemlos. Mit unserem hochflorigen Teppich war das aber auch ein guter Test, denn dadurch stellte sich heraus, dass der RoboVac sowohl am Gerät selbst durch Sprachausgabe als auch in der App darauf hinweist, dass er sich fest gefahren hat und nicht mehr weiter kommt. Befreit man ihn dann nicht zeitnah, schaltet er sich in einen Standby-Modus. Aus unserer Sicht ist das ein sehr sinnvoller Sicherheitsmechanismus. Ansonsten hat sich der RoboVac in komplexeren Situation wie z. B. unter unserem Boxspring-Bett mit Motoren oder auch unseren Schiebegardinen sehr gut geschlagen und nicht verfangen.

Selbstverständlich haben wir dann auch die Wischfunktion getestet. Theoretisch kann der RoboVac beides gleichzeitig. Allerdings wird vom Hersteller empfohlen, was aus unserer Sicht auch sinnvoll ist, zuerst den Raum zu saugen und anschließend zu wischen. Im Vergleich zu vielleicht anderen Geräten, hat der RoboVac keine Wischplatte, die mit Gewicht aktiv auf den Boden gedrückt wird oder vibriert. Vielmehr wird der Wassertank mit dem wieder verwendbaren Wischmopp oder einem Einmal-Vlies wie eine Schublade unter den RoboVac eingeklickt. Es darf laut Hersteller nur Wasser verwendet werden und keine Reinigungsmittel. Der  Wischmopp sollte übrigens vor jeder Anwendung einmal komplett angefeuchtet werden. Der Wassertank sorgt dann im Prinzip dafür, dass Wasser nachläuft. Aber er kann den Wischmopp nicht einmal eigenständig durchfeuchten. Man liest ab und an mal in Rezensionen, dass der Boden nur punktuell nass war. Das ist uns nicht passiert. Der Boden war erwartungsgemäß feucht durchgewischt. Bei hartnäckigen Flecken oder etwas Klebrigem stößt der RoboVac sicher an seine Grenzen. So ganz streifenfrei ist das Ergebnis auch nicht. Aber für ein normales Durchwischen war die Wischfunktion doch besser als gedacht, nachdem was wir in anderen Berichten bisher gelesen hatten. Sicherlich kann die Wischfunktion gerade im Küchen- oder Badbereich ein richtiges Wischen mit entsprechendem Reiniger nicht ersetzen, aber für zwischendurch reicht es allemal. Angegeben ist der 250ml Wassertank für eine zu reinigende Fläche von 140m²; das scheint uns allerdings als etwas sehr optimistisch. Aus unserer Sicht ist es zudem sinnvoll, den Wischmopp nach jedem Raum mal auszuwaschen, um das Ergebnis zu verbessern. Insgesamt ist auch hier die Zeitersparnis ein schlagendes Argument, auch wenn die Wischfunktion nicht so gut ist wie die Saugfähigkeiten des RoboVac X8 Hybrid. Es spart aber auf jeden Fall Zeit, wenn man einfach nur mal schnell feucht durchwischen will.

Eufy X8 Hybrid - Wischfunktion nicht perferkt aber besser als gedacht

Auch ein Saugroboter muss regelmäßig gereinigt werden. Das stellt sich bisher als recht einfach dar. Der Staubauffangbehälter ist eine Art Schublade, die einfach herausgezogen wird und die man über dem Mülleimer aufklappen und entleeren kann. Man sollte beim Rausnehmen der Schublade nicht zu viel damit rumwackeln, damit durch die vorhandene kleine Öffnung nichts rausfällt. Die UltraPack-Staubkompression soll dafür sorgen, die Kapazität des Staubbehälters zu erhöhen. Wir hatten in der Tat auch den Eindruck, dass der Schmutz und Dreck zusammengedrückt wurde. Der Behälter lässt sich einfach entleeren und der Filter kann mit dem beigefügten Pinsel gereinigt werden. Ab und an sollte man den Staubsammler und den Filter mit klarem Wasser abspülen. Beide sollten dann 24 Stunden trocknen. Gleiches gilt für die Seitenbürste. Räder und Sensoren müssen auch von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Infos dazu gibt es in der Anleitung. Ggf. ist – wie oben schon erwähnt – aber auch noch ein Ersatzfilter dabei. An dem Reinigungspinsel, der außen in der Staubbox immer griffbereit steckt, gibt es übrigens eine kleine Klinge, mit der man lange Haare auftrennen kann, die sich schon mal gerne um die Bürsten wickeln. Man muss sagen, auch an dieser Stelle hat eufy echt mitgedacht und alles nötige Zubehör mitgeliefert. In den Einstellungen der App unter Zubehör-Service findet man übrigens eine Übersicht, wann die Zubehör-Teile wie Filter oder Bürsten ausgetauscht werden sollten. Dabei sind es nicht nur pauschale Übersichten, sondern berechnete Stunden- / Prozentwerte, wann die Teile ausgetauscht werden sollten.

Eufy X8 Hybrid - der Auffangbehälter für Schmutz und Staub - einfach zu entnehmen

Im Alltagsbetrieb hätten wir uns noch eine etwas genauere Batterieanzeige in der App gewünscht. Diese hat aktuell nur grob vier Zustände, die man als 100%, 75%, 50 %, 25%  einschätzen könnte. D.h. man kann nicht unterscheiden, ob es noch 26% oder 49% Akku-Leistung sind. Hier sollte der Hersteller in der App noch nachbessern und genauere Prozentwerte liefern. Am Gerät selbst ist gar keine Akkuanzeige. Da es immerhin 4 – 5 Stunden dauert, bis der Akku wieder vollständig aufgeladen ist, wäre eine präzisere Anzeige sehr hilfreich. Wir haben eine Wohnung von rund 90 m². Die zu reinigende Fläche beträgt nach der Messung durch den RoboVac knapp 60 m². Diese kann er ja problemlos mit einer Akkuladung auf Modus Turbo erledigen. Insgesamt hält der Saugroboter im Modus Turbo (Stufe 3 von 4) bei uns ca. 90 – 100 Minuten durch. Mit geringerer Saugleistung ist da sicherlich noch mehr drin. Der Hersteller gibt ja wie gesagt bis zu 180 m² bzw. 180 Minuten an. Der Faktor 1 m² pro Minute passt nach der Kartenerstellung in der Regel auch in der Praxis, selbst in komplexeren bzw. kleinere Räumen. Bei großen Freiflächen war der RoboVac mitunter sogar etwas schneller. Apropos Anzeige, bei der Wahl des Standorts für die Ladestation sollte man bedenken, dass die LED-Anzeigen recht hell sind und sich leider auch nicht ausschalten lassen. Im Schlafzimmer war es daher nicht so die richtige Stelle, weshalb wir uns dann langfristig für einen Standort im Wohnzimmer entschieden haben.

Fazit

Um es vorweg zu nehmen, der Test des von eufy bereit gestellten RoboVac X8 Hybrid hat unsere Fragen, ob der Saugroboter was kann und ob es eine Erleichterung ist, beantwortet. Ja, der RoboVac X8 Hybrid kann was und es ist eine Erleichterung bei der Hausarbeit. Mit dem RoboVac X8 Hybrid erhält man aus unserer Sicht einen sehr guten Saugroboter. Die Twin-Turbine-Technologie liefert sehr gute Ergebnisse. Schon bei einem Saugdurchgang sind Krümel, Flusen, Staub und Haare entfernt. Der RoboVac X8 Hybrid erledigt seine Arbeit als Staubsauger sehr sorgfältig und ist über die App schnell eingerichtet. Das Gerät, das Zubehör und auch die Verpackung machen einen sehr wertigen Eindruck und man kann den Saugroboter sichtbar in der Wohnung positionieren, ohne dass es gleich zu sehr nach Haushaltsgerät aussieht. Die initiale Raumerkennung ist präzise und auch unser Treppenabgang wurde gut erkannt. Die Steuerung über die sehr gut gemachte App hat man sich schnell angeeignet und auch die Verwaltung mehrerer Karten z. B. für mehrere Stockwerke ist möglich. Der Geräuschpegel ist je nach Saugstärke natürlich unterschiedlich aber aus unserer Sicht vergleichsweise leise. Zum Stichwort Zubehör sei noch gesagt, dass eufy alles mitliefert, was man braucht inkl. Ersatzteilen. Und die Info in der App, wann die Teile ausgetauscht werden müssen, ist auch hilfreich. Die Wischfunktion ist ein nettes Add-on, das aus unserer Sicht den Preisunterschied von 50 € im Vergleich zum RoboVac X8 ohne Wischfunktion durchaus wert ist. Es wird das Wischen des Bodens mit Wischer und Putzmittel nicht ersetzen können aber fürs schnelle Durchwischen zwischendurch oder bei geringer Verschmutzung tut der RoboVac X8 Hybrid auch beim Wischen seinen Dienst. Allerdings ist die Stärke des RoboVac X8 Hybrid definitiv das Saugen und nicht das Wischen. Da Kleinigkeiten wie eine präzise Akkuanzeige, keine Abschaltmöglichkeit für die LEDs an Gerät und Ladestation leider auf der Contra-Liste stehen und bei der Wischfunktion noch Luft nach oben ist, hat es für die Höchstwertung knapp nicht gereicht. Daher lautet unser Testurteil „sehr gut“. Alles in allem möchten wir das technische Haushaltshelferlein nicht mehr missen und können es empfehlen. Der offizielle Einführungspreis lag bei 549 €. Durch eine Gutschein-Aktion oder entsprechende Rabatte ist das Gerät aber häufiger für 450 € – 500 € zu erhalten.

Eufy X8 Hybrid - Testurteil sehr gut - Twin Turbine Robosauger mit Wischfunktion

Link: Eufy RoboVac X8 Hybrid im Eufy-Store

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Author: Ina

Irgendwann stand der erste Computer Commodore PC-1 auf meinem Schreibtisch, doch es war sehr ernüchternd. Tastenbefehle und blinkende Punkte auf einem schwarzen Bildschirm begeisterten nicht gerade. Irgendwann wurden aus den Punkte aber bunte Bilder und aus den Tastenbefehlen eine Maus. Damit war es dann um mich geschehen. Bald wurde auch mal ein Rechner aufgeschraubt und das eine oder andere Teil ausgetauscht. Inzwischen hat sich die technische Begeisterung auf alles mögliche mit und ohne Stecker ausgeweitet. Das ganze hauptsächlich getrieben, das Beste für eine konkrete Nutzung aus einem Gerät herauszuholen; getreu dem Motto „das muss doch gehen“.

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