Navi Test: TomTom Go Live 1000

TomTom Go Live 1000/1005Wie bereits angekündigt, haben wir in den letzten Wochen intensiv das neue Navigationsgerät Go Live 1000 aus dem Hause TomTom getestet. Wir selbst nutzen seit mehreren Jahren nur noch Navis aus dem Hause Navigon und sind damit äußerst zufrieden. Bei TomTom haben wir immer noch relativ alte Geräte im Kopf, welche uns sowohl von der Geräteoptik als auch der etwas angestaubten Kartendarstellung nicht angesprochen haben. Hier muss man ganz klar sagen, dass sich viel getan hat und diese beiden Punkte sich deutlich verbessert haben. Das TomTom Go Live 1000 Navigationsgerät stammt aus der Highend-Serie des Herstellers und hat viele erweiterte Funktionen wie Live Services, Sprachsteuerung und eine Freisprecheinrichtung an Bord. Die genaue Aufzählung der technischen Daten sparen wir uns an dieser Stelle. Jeder, der sich für dieses Gerät interessiert, wird bereits beim Hersteller danach geschaut haben (oder kann dies hier nachholen). Wem das 4,3” Zoll (11 cm) Display nicht ausreicht, sollte sich ggf. das TomTom Go Live 1005 anschauen. Dieses entspricht bis auf den etwas größeren Bildschirm mit 5” Zoll (13 cm) dem TomTom Go Live 1000. Aus unserer Sicht ist das 4,3” Zoll Display aber vollkommen ausreichend, die Auflösung ist mit 480 x 272 Pixeln bei beiden Geräten identisch.

Gehäuse/Optik/Handling

TomTom Go Live 1000 - Front - StartbildschirmWenn man das TomTom Go Live 1000 das erste Mal auspackt und in die Hand nimmt, fällt sofort die sehr gute und wertige Verarbeitung auf. Durch die Glasfront und die Metallabdeckung auf Teilen der Rückseite ist es etwas schwerer als z.B. das von uns genutzte Navigon 40 Plus. Dies sind aber nur wenige Gramm und kein Nachteil. Das TomTom Go Live 1000 verfügt über ein kapazitives Display, welches ohne Druck bei der Bedienung auskommt. Wenn man das Gerät in der Hand hält, funktioniert dieses auch tadellos und einfach. Ist das Gerät montiert und man versucht eine Bedienung während der Fahrt, wird das ganze schon schwieriger. In unseren Tests haben wir bei der Auswahl von einzelnen Buchstaben oder angebotenen Orten und Straßen häufig daneben gelegen. Leider gibt es, wie eigentlich bei allen Geräten mit Touchscreen üblich, keine Kalibrierungsfunktion für das Display. Dies könnte aber sicher durch ein Update noch ergänzt werden und die Bedienung des Touch-Displays optimieren. Was leider nicht zu dem hochwertigen Eindruck des Gerätes passt, ist der Ein-/Ausschalter. Dieser ist ein schmaler Streifen an der linken Oberseite des Gerätes, welcher nur sehr leicht aus dem Gerät hervorsteht und nicht deutlich vermittelt, ob der Druck darauf jetzt erkannt wurde. Wir habeTomTom Go Live 1000 - Rückseiten aufgrund der verzögerten Reaktion beim Ein-/Ausschalten deshalb häufig zu oft gedrückt. TomTom hat beim Go Live 1000 auf Hochglanz am Gehäuse verzichtet und somit ist es relativ unanfällig für Fingerabdrücke. Diese sieht man natürlich auf der Glasfront, aber auch hier hält es sich im Vergleich zu anderen Geräten in Grenzen. Ganz unempfindlich sind die Oberflächen aber leider nicht. Unser Testgerät war vorher wohl schon im Einsatz und auf der Rückseite zeigten sich sowohl auf dem Metall als auch auf dem Kunststoff bereits kleinere Kratzer. Die Glasfront hingegen zeigte sich auch nach der intensiven Nutzung in tadellosem Zustand, ohne jeden noch so feinsten Kratzer. Alles in allem konnte uns die Verarbeitung und Optik überzeugen und es ist eine Geschmacksfrage, ob man nun TomTom oder Navigon-Geräte “schöner” findet.

Ein wichtiger Punkt bei Auto-Navigationsgeräten ist immer die Halterung. Diese ist optisch beim TomTom keine besondere Schönheit aber absolut funktional. Die Halterung an der Scheibe wird einfach aufgedrückt und durch ein Drehen am oberen Teil befestigt. Das geht einfach von der Hand. Besonders durchdacht ist die Magnethalterung für das Navi selAutohalterung TomTom Go Live 1000bst. Ich ärgere mich bei solchen Geräten immer, wenn man lange probieren muss bis das Navigationsgerät richtig eingerastet ist. Diese Probleme gibt es beim TomTom Go Live 1000 nicht mehr. Sobald man das Gerät annähernd an die richtige Position hält, wird das Gerät richtig in die Halterung “gezogen” (magnetisch). Somit ist das Einsetzen und auch das Entnehmen des Navigationsgerätes sehr einfach und problemlos mit einer Hand zu erledigen. Die Optik und Befestigung an der Scheibe gefällt uns bei aktuellen Navigon-Geräten etwas besser. Hier kann man anstatt des Drehens, die Befestigung und das Lösen von der Scheibe mit einem Hebel erledigen. Das geht dort mit einer Hand, das Drehen beim TomTom erfordert schon zwei Hände. Dafür ist die eigentliche Halterung des Gerätes selbst beim TomTom perfekt gelöst.

Das TomTom Go Live 1000 wird neben der Autohalterung mit einem Ladekabel fürs Auto und einem Verbindungskabel für den PC geliefert. Leider setzt TomTom hier auf einen eigenen Anschluss und nicht wie Navigon auf eine kleine Variante des USB-Anschlusses. Somit kann man zum Laden im Auto oder am PC nur auf das Originalkabel zurückgreifen. Beide funktionierten aber tadellos und sind von ausreichender Länge. Ein Vorteil des etwas größeren Steckers am Gerät und der genauen Ausbuchtung in der Halterung ist die einfachere Steckverbindung. Auch ohne genaues Hinschauen findet der Stecker mit einer Hand seinen richtigen Platz in der Halterung. Das ist bei Navigon durch den kleinen Stecker immer etwas “fummeliger”.

Schön ist beim TomTom Go Live 1000 im Vergleich zu dem z.B. ebenfalls von uns getesteten Navigon 6350, dass alle notwendigen Dinge für die Live Services bereits im Gerät verbaut sind. Man muss dazu also weder ein Kabel, eine Sim-Karte ober ähnliches an- oder einstecken. Somit ist es im Gegensatz zu unserem letzten Testkandidaten von Navigon auch möglich, die Live Services nur mit dem Gerät in der Hand zu nutzen, ohne dafür extra ein Kabel anschließen zu müssen.

Was uns gefehlt hat, ist eine zumindest kleine Anleitung, welche uns bei den ersten Schritten mit dem Gerät unterstützt. Es gibt ein Faltblatt, welches aber nur mit ein paar Bildern über die grundsätzliche Anbringung und Verbindung informiert. Es gibt zwar Hilfen auf dem Gerät selber, aber diese muss man erst mal finden. Bei Navigon findet man auf dem Gerät immer eine PDF-Datei mit dem Handbuch; diese suchten wir bei TomTom leider vergebens.

Bedienung / Freisprecheinrichtung / Sprachsteuerung / Live Services

Wir haben das Gerät absichtlich in der Standardeinstellung des Herstellers benutzt und mit unseren bisherigen Erfahrungen anderer Hersteller verglichen. Auch nach Tagen konnten wir uns nicht wirklich mitTomTom Go Live 1000 - Kartendarstellung den Standardeinstellungen des TomTom Go Live 1000 anfreunden. Wenn man das Gerät einschaltet, landet man sofort in der Kartenansicht. Es gibt auch keine direkten Schaltflächen oder Hinweise, wie man nun zu gewissen Einstellungen und der Routenauswahl kommt. Nach etwas rumprobieren stellt man dann fest, dass sich die Einstellungen öffnen, indem man auf die Karte tippt. Eine Route kann man durch Tippen auf den Hinweis “Keine Route geplant” eingeben. Unsinniger Weise wird man dann aber erst gefragt, ob man wirklich eine Route planen will. Leider konnten wir diese überflüssige Meldung auch nicht abschalten. Die Vorgehensweise erscheint uns völlig unlogisch. Wenn ich mein Navi einschalte, dann will ich zu 99,9% eine Route planen oder irgendetwas einstellen. Deshalb finden wir die Standardeinstellungen nicht geeignet für den täglichen Gebrauch.

Da fällt der Einstieg bei Geräten von Navigon deutlich einfacher und aus unserer Sicht auch sinnvoller aus. Dort wird man nach dem Einschalten mit klaren Schaltflächen zur Routenplanung oder Einstellung begrüßt. Glücklicherweise kann man beim TomTom die Starteinstellungen und auch die Menüs selbst gestalten, aber auch damit muss man sich ohne gedruckte Anleitung erst mal durch Probieren vertraut machen. Sicher sind wir durch die tägliche Nutzung eines Gerätes der Firma Navigon in gewisser Weise “voreingenommen”, da wir diese Bedienung einfach kennen. Wir haben das TomTom aber auch mal unbedarften Nutzern in die Hand gegeben und es kam immer die Frage “Und wo gebe ich jetzt die Route/das Ziel ein?”. Der gleiche Vorgang war für die Personen beim Navigon 40 Plus z.B. absolut selbsterklärend.

An der Darstellung des Kartenausschnitts gibt es aus unserer Sicht nichts zu meckern. Dieser wird optisch ansprechend und in guter Qualität wiedergegeben. Die Sprachansagen waren in unserem Test immer präzise und leicht verständlich. Insgesamt schien uns das TomTom Gerät etwas zurückhaltender mit Sprachansagen zu sein, als z.B. unser Navigon 40 Plus. Da die Ansagen vollkommen ausreichten, sehen wir dies als positiv an. Auch AbweTomTom Go Live 1000 - virtuelle Tastaturichungen von der geplanten Route erkannte das TomTom-Navi immer schnell und passte die Route entsprechend an. Leider fehlt uns in der Übersicht der Daten der Hinweis zu den restlichen Kilometern bis zum Ziel. Es wird zwar die Ankunftszeit angezeigt, aber gerade bei längeren Reisen ist die Kilometerangabe für mich wichtiger, da sich die Zeit durch Pausen und Stopps immer wieder ändert. Nach längere Suche haben wir dazu eine Option in den Menüs gefunden. Auch viele andere Dinge sind aus unserer Sicht zu versteckt. Da das Gerät über Sprachsteuerung verfügt, wollten wir diese natürlich testen. Das war aber erst möglich, nachdem man diese in den Tiefen der Menüs aktiviert und auf dem Hauptbildschirm als Funktion aktiviert hatte. Gleiches galt für die Telefonfunktionen über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung. Die Sprachsteuerung funktionierte gut und selbst bei Verständigungsschwierigkeiten gab es eine einfache Auswahl der verschiedenen Optionen durch Ansage der davorstehenden Zahlen. Wichtig sind hier natürlich eine deutliche Aussprache und möglichst wenig andere Geräusche im Auto. Neben der Spracheingabe von Zielorten ist es auch möglich verschiedene Funktionen wie z.B. die Lautstärkereglung über Sprachbefehle zu steuern. Leider gab es in einigen Menüabläufen immer noch die Notwendigkeit auf den Bildschirm zu tippen. So kann man Stadt, Straße und auch Hausnummer einfach sprechen, aber nach der Hausnummer mussten wir immer noch mal  auf “Fertig” tippen, damit es weitergeht.

Die Freisprecheinrichtung funktionierte in unserem Test mit einem HTC Diamond absolut problemlos. Wenn im Handy Bluetooth und die Sichtbarkeit für andere Geräte aktiviert war, wurde das Handy umgehend vom TomTom Go Live 1000 gefunden und verbunden. Der Zugriff auf das Telefonbuch warParkpaltzsuche mit dem TomTom Go Live 1000 problemlos möglich. Die Lautstärke des TomTom Go Live 1000 reichte auch in unserem lauteren Innenraum (Smart Roadster) völlig aus, um das Gegenüber gut zu verstehen. Auch der Gesprächsteilnehmer konnte uns gut verstehen, wenn auch die Nebengeräusche deutlich mit übermittelt wurden. Auch für Sonderziele wie z.B. Hotels oder Restaurants gibt es eine Option, dort direkt von unterwegs ohne Nummerneingabe anzurufen.

Positiv ist auch die Unterstützung bei der Parkplatzsuche. In Zielnähe weist das Gerät optisch und akustisch auf mögliche Parkplätze hin und man kann diese dann gezielt ansteuern.

Eine Besonderheit des TomTom Go Live 1000 sind, wie der Name schon verrät, die Live Services. Im Vordergrund steht hier sicher HD Traffic. Bei diesem Dienst sammelt der Hersteller TomTom Verkehrsdaten aus verschiedenen Quellen, bereitet dieses entsprechend auf und verteilt sie dann über den HD Traffic-Service. Die Vorteile gegenüber z.B. TMC sind die vielfältigen Quellen, die deutliche Aktualität der Daten und vor allem auch die Einbeziehung von wichtigen Bundes- oder Landstraßen. Wir selber nutzen TMC nur extrem selten. Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass die Daten zum Zeitpunkt der Ankunft an der entsprechenden Stelle schon längst nicht mehr zutreffend waren. So nimmt man ggf. unnötig einHD Traffic - TomTom Go Live 1000e Ausweichstrecke und hätte auf der Autobahn bleiben können. Im Gegensatz zur Nutzung von TMC weiß man dank HD Traffic dann meist auch, ob gewisse Ausweichrouten über Land- und Bundesstraßen vielleicht genauso voll sind. Wir waren sehr überrascht, wie genau die Anzeigen von Verzögerungen und Baustellen auf der Route waren. Oft konnte man fast nach der Anzeige vom TomTom Go Live 1000 bremsen. Auch nach dem letzten Absperrschild einer täglich wandernden Baustelle erfolgte exakt die Ausblendung der Verzögerung auf der Strecke. Die Services waren während unserer Tests immer schnell verfügbar. Da haben wir mit dem Navigon 6350 leider ganz andere Erfahrungen gemacht. Wobei es sich dabei auch nicht mehr um den aktuellsten Stand handelt (neue Navigon-Geräte mit Live Services verfügbar). Das TomTom Go Live 1000 beinhaltet die Live Services für 2 Jahre und somit doppelt so lange wie bei den meisten anderen Herstellern. Danach fallen ca. 50 € pro Jahr für die weitere Nutzung an.

Wir hatten insgesamt wenig an der Routenplanung des TomTom auszusetzen. Die reine Berechnung der Routen erfolgte extrem schnell. Und selbst weit entfernte Ziele waren nach wenigen Sekunden berechnet. Etwas störend fanden wir, dass es aus unserer Sicht zu viele Schritte sind, bis die eigentliche Navigation startete und sichtbar auf dem Bildschirm erfolgte. Es gibt zu viele Zwischeneinblendungen, die aus unserer Sicht zum Teil unnötig sind. Vor allem, weil man auf die Route selbst wenig Einfluss hat. So bietet TomTom im Vergleich immer nur eine TomTom Go Live 1000 - RoutenoptionenRoute an und nicht wie z.B. Navigon noch automatisch 1-2 alternative Routen. Da die Routenplanungen vom TomTom Go Live 1000 immer ohne Tadel waren, wird dies im normalen Alltag viele nicht stören. Mich hat aber gestört, dass ich nicht z.B. “Kurze Route” oder “Schöne Route”(Navigon) auswählen konnte. Wer im Sommer offen mit einem Cabrio oder Roadster unterwegs ist, wird gerne Autobahnen vermeiden und lieber schöne Routen über das Land bevorzugen. Hier sind die oben genannten Optionen immer sehr hilfreich. Diese konnten wir nach längerer Suche dann auch finden und aktivieren (Bei jeder Planung fragen). Wer immer den schnellsten Weg sucht, wird beim TomTom in der Standardeinstellung nichts vermissen. Wer nicht immer die schnellste Route sucht oder auch mal per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, wird die Einstellung anpassen müssen.

Ein weiterer schöner Live Service ist der Wetter-Dienst. Hiermit kann Wettervorhersage - TomTom Go Live 1000man sich über das Wetter vor Ort, am Zielort oder einem beliebig gewählten Ort informieren lassen. Der Wetterbericht wird neben der optischen Darstellung auch vorgelesen und bietet eine 5-Tage Übersicht mit zusätzlichen Infos wie z.B. Niederschlag, Windgeschwindigkeit oder UV-Index. Ein weiterer Service ist die lokale Google-Suche. So kann man z.B. nach einem Supermarkt in der Nähe suchen und sich dort hin navigieren lassen. Viele der lokalen Ziele sind bei Google auch mit einer Bewertung versehen; eine sehr gute Ergänzung zu den normalen Sonderzielen bzw. POIs (Point of Interest). Ein weiterer Dienst soll über Radarkameras informieren (nicht in jedem Land erlaubt, muss aktiviert werden). Das mit dem notwendigen Aktivieren war uns schon von Navigon bekannt, leider hatte die Aktivierung beim TomTom aber keinen Erfolg. Ein seit Jahren aktiver und bekannter (fester) Blitzer in Düsseldorf wurde nicht erkannt und somit auch nicht gemeldet. Auch bei weiteren Fahrten wurden wir trotz der Aktivierung nicht gewarnt. DasLive Service Google Suche - TomTom Go Live 1000 liegt daran, dass man bei TomTom die Datenbank für den Radarwarner erst per Internet installieren muss. Da die Software im Moment noch nicht fertig ist, kann dieser Vorgang derzeit (Stand 11/2010) noch nicht erfolgen. Somit ist diese Funktion derzeit nicht nutzbar. Ein weiterer Dienst ermöglicht es, Kartenfehler an den Hersteller zu melden. Davon sollte man auch ruhig Gebrauch machen, sodass auch weitere TomTom-Nutzer davon profitieren können. Gleiches gilt natürlich auch für die anonyme Übertragung von eigenen Bewegungsdaten. Auch hier profitieren Services wie z.B. HD Traffic natürlich davon, dass möglichst viele Nutzer ihre Daten übertragen lassen (Bedarf der Zustimmung des Nutzers). Je mehr Daten zur Verfügung stehen, um so genauer können dann Dienste wie HD Traffic sein.

Wie schon angemerkt bietet TomTom viele Optionen, um z.B. Menüs selbst anpassen zu können. Grundsätzlich eine gute Funktion, die mehr Individualität bei der Anzeige bietet. Leider wird diese Option für viele auch notwendig sein, da die Voreinstellungen nicht optimal sind. Es gibt aber auch bei der Auswahl der eigenen Menüs unpassende Kombinationen. So köReality View beim TomTom Go Live 1000nnen z.B. auf der linken Seite im Display drei Symbole darstellt werden (z.B. Zoom, Sprachsteuerung, Google Suche, Anruf und weitere). Leider können hier aber deutlich mehr Funktionen unter “Eigenes Menü erstellen” ausgewählt werden als nachher dargestellt werden. Da ist dann auch wieder “rumprobieren” notwendig. Durch das kapazitive Touchdisplay wäre es auch möglich ein Menü zu erstellen, wo man mit den Fingern in den Menüoptionen wandern könnte. Während bei Navigon die meisten Optionen übersichtlich in Listenform (Text) angeordnet sind, setzt TomTom auf große Symbole. Grundsätzlich natürlich nicht schlecht für die Bedienung im Auto. Durch die große Darstellung müssen die vielen Optionen aber auf verschieden Unterseiten kategorisiert werden und das macht die Suche langwierig und unkomfortabel. Auf der anderen Seite wird man irgendwann seine Lieblingseinstellung gefunden haben und dabei bleiben.

Einige Dinge, die wir in unserem Testbericht kritisieren, sind für viele treue TomTom-Nutzer vielleicht gar keine Kritikpunkte. Wer sich über Jahre an die Bedienung von Hersteller A gewöhnt hat, muss sich bei Hersteller B immer umgewöhnen. Wir haben es wirklich tagelang versucht, aber ohne individuelle Einstellungen wurden wir damit nicht glücklich. Leider werden gerade viele treue TomTom-Nutzer nicht darüEinstellungen - TomTom Go Live 1000ber erfreut sein, dass die neuen Geräte nicht mehr mit der Software TomTomHome kompatibel ist. Die neue Lösung für die aktuellen Geräte nennt sich “MyTomTom”. Leider ist diese Lösung aber noch nicht fertig und es liegt nur eine sehr rudimentäre Grundversion ohne wirkliche Funktionen (außer nach Updates suchen) vor. Es wird in Zukunft auch keine lokale Software mehr sein, sondern einfach nur ein kleiner Dienst mit Trayicon und die eigentlichen Funktionen werden dann über eine aufgerufene Webseite gesteuert. Leider war hier im Testzeitraum noch nichts zu testen. Unser Gerät war immer aktuell und mehr Optionen standen noch nicht zur Auswahl. Leider gibt es auch keine Vorschau, was dort mal verfügbar sein wird und selbst in den wenigen Texten des Trayicons erfolgte die deutsche Übersetzung noch nicht komplett. Das ist nicht weiter schlimm, da es keine komplexen Texte sind, weist aber auch noch mal auf “Baustelle” hin. Das wird Käufer eines neuen Gerätes natürlich nicht glücklich stimmen.

Wie wichtig die noch fehlenden Funktionen sind, muss jeder Nutzer für sich selber entscheiden. Kraftstoffpreise sind für mich nicht so wichtig, da ich eine der günstigsten Tankstellen in NRW gleich um die Ecke habe. Ich hatte auch noch nie das Bedürfnis eigene POIs (Point of Interest) hinzuzufügen oder Routen am PC zu planen. Aber für viele Nutzer sind das wichtige Funktionen. Was sicher fast alle betrifft, ist die derzeit nicht mögliche Datensicherung, fehlende Radarinfos und die fehlende Kaufmöglichkeit für weitere Karten (über Europa hinaus) und alternative Stimmen.

HD Traffic - Hinweis auf Baustellen - TomTom Go Live 1000Die Akkulaufzeit des TomTom Go Live 1000 betrug bei unseren Tests bis zu ca. 2 Std. Das ist nicht deutlich mehr oder weniger als bei anderen Herstellern auf. Eigentlich schade, da ich persönlich gerne ein etwas dickeres Gerät im Tausch gegen mehr Akkuleistung in Kauf nehmen würde. Das ewige Anschließen dann den Zigarettenanzünder ist einfach nervig und ich möchte auch nicht extra für ein Navigationsgerät irgendwelche Kabel hinter den Armaturen verlegen. Aber das ist wie gesagt ein Kritikpunkt, der alle uns bekannten mobilen Navigationslösungen betrifft.

Multimediafunktionen findet man beim TomTom Go Live 1000 nicht. So gibt es keine Möglichkeit um z.B. Bilder oder MP3 darüber abzuspielen. Für uns kein wichtiger Punkt bei einem Navigationsgerät, aber vielleicht für den ein oder anderen interessant. In diesem Zusammenhang wurde wohl leider auch auf einen zusätzlichen SD- oder Micro-SD Kartenslot verzichtet. Die internen 4 GB sollten aber für die meisten Nutzer ausreichen.

Etwas vermisst haben wir den von Navigon bekannten “aktiven Fahrspurassistent”. Das TomTom Go Live 1000 zeigt über statische Pfeile die Auswahl bei mehreren Fahrspuren an, leider aber nicht in einer mitlaufenden Animation.

Andere Tester bemängelten den fehlenden Lichtsensor für die Tag-/Nachtumschaltung. Diese erfolgt per Uhrzeit und nicht mehr per Sensor. Das klappte in unseren Tests tadellos und ansonsten konnte man mit zwei Klicks die Einstellung selber ändern.

TomTom Go Live 1000 Testberichtkatzeausdemsack.de meint: Auf dem Weg zur Arbeit und zurück waren wir mit dem TomTom Go Live 1000 immer absolut zufrieden. Die Verkehrsinformationen über HD Traffic waren stets verfügbar, sehr präzise und hilfreich. HD Traffic ist bekannten Funktionen wie TMC meilenweit überlegen und somit ist der Verzicht auf TMC beim TomTom Go Live 1000 auch völlig nachvollziehbar. Die Bedienung ist für Neueinsteiger oder Vorbesitzer von TomTom Geräten sicher leicht erlernbar oder bereits bekannt. Unsere Erfahrungen auch mit ein paar unbedarften Testpersonen zeigen aber, dass der Einstieg mit Vergleichsgeräten von Navigon wesentlich leichter von der Hand geht. Wir mussten auch einige der Standardeinstellungen ändern, um das Gerät unserer Nutzung (nicht immer nur die schnellste Route) anzupassen.  An der Verarbeitung gibt es kaum was zu bemängeln und auch die Halterung im Fahrzeug überzeugt insgesamt. Ein gewichtiger Schwachpunkt wird für viele Kunden die derzeit nicht vorhandene Softwarelösung (nur Online-System – derzeit funktionieren nur Software-Updates) sein und die damit nicht nutzbaren Grundfunktionen wie z.B. Backup, Radarwarner oder den Kauf weiterer Karten. Dafür gab es in unserem Test auch eine Abwertung, da mittlerweile schon ein Monat seit der Veröffentlichung des Gerätes vergangen ist. Die zwei Jahre Live Services inklusive liegen deutlich über dem Durchschnitt anderer Hersteller (meist nur 12 Monate). Wer sich mit den Einschränkungen der Software und den damit verbundenen Funktionen arrangieren kann bzw. noch etwas Geduld aufbringt, bekommt ein wirklich gutes Navigationssystem mit exzellenten Live-Services. Durch die erwähnte Abwertung kommen wir nach unseren Tests zur Endnote “gut”. Mit einer fertigen und ausgereiften Software plus einer besseren Dokumentation wäre hier noch mehr drin gewesen.

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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6 Kommentare

  1. Hallo, habe mir auch gerade das Live 1000 angeschafft und bedanke mich für die hilfreiche Bedienungsanleitung.
    Aber:
    – gibt es eine Einstellungsmöglichkeit für Höhenangaben?
    – kann Live 1000 tatschlich keine 3D-Landschaftsdarstellung (aucvh unter Zuhilfenahme eventueller anderer herunterzuladender Programme?

    Jörg

  2. Danke für die Unterstützung.

  3. Hallo Anna,
    tippe erstmal aufs display,zweiter schritt drücke auf einstellung dritter schritt dreimal auf den linken pfeil drücke auf statusleisteneinstellung dann auf weiter und man ist am ziel.
    MfG frank

  4. Sehr guter Beitrag
    Habe gerade heute mir das Go Live 1000 gekauft und da kommt mir dieser Beitrag gerade passend

  5. Hallo Anna,

    leider kann ich dir da nicht mehr gezielt helfen. Wir haben das TomTom Go Live 1000 nach dem Test direkt zurück gegeben. Vielleicht kann dir ein anderer Leser helfen.

    Viele Grüße,
    Guido

  6. Wo findet man die Option für die Anzeige der restlichen km bei tomtom go 1000 ??

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