Test: Jabra Eclipse – Kleines Bluetooth-Headset in schlankem Design mit extra Ladeschale

Vor einigen Wochen haben wir Euch angekündigt, dass wir das Headset Jabra Eclipse ausgiebig testen wollen. Das haben wir nun getan und möchten Euch unsere Ergebnisse natürlich nicht vorenthalten. Schon seit längerem nutze ich Headsets von Jabra und habe hier über meine Erfahrungen berichtet. 2012 (ganz schön lange her) war es zunächst das Jabra Wave, 2014 dann das Jabra Stealth. Ich war mit den Geräten bisher immer zufrieden (ein bisschen was zu optimieren gibt´s ja immer), so dass ich natürlich sehr neugierig auf das neue Jabra Eclipse war. Denn es sollte noch kleiner und leichter sein und zusätzlich über eine transportable Ladestation verfügen. Bisher hat Jabra es ja immer geschafft, Design und gute Technik miteinander zu verbinden. So nutzen wir z. B. auch immer noch den kleinen Bluetooth-Lautsprecher Jabra Solemate mini.

Test - Bluetooth Headset - Jabra Eclipse

Der erste Eindruck

So kam Anfang November nun das Headset Jabra Eclipse ins Haus (in schwarz, gibt´s aber auch in weiß). Auch die Verpackung war wie üblich hochwertig und ansprechend. Öffnet man diese, so findet man dort das Headset in der Ladeschale. Das weitere Zubehör, nämlich eine kurze Bedienungsanleitung, vier verschiedene earGel-Aufsätze für das Headset (jedes Ohr ist schließlich anders) und ein USB-Ladekabel finden sich in einer kleinen Box neben dem Headset. Also alles in allem hatte ich einen sehr guten ersten Eindruck.

Jabra Eclipse - Testbericht - Bluetooth - Headset

Die Pressemitteilung von Jabra, die wir im Vorfeld gelesen hatten und die entsprechende Produkt-Webseite versprachen so einiges. Der Hersteller hat versucht, Funktionalität, Leichtigkeit und Design zu verbinden. So wiegt das Headset selbst gerade einmal 5,5 Gramm und die Ladestation 35 Gramm. Das Headset ist keine 5 cm lang und an der dicksten Stelle gerade einmal 1,5 cm breit, also wirklich klein. Es ist schwarz, ebenso wie die Ladeschale, mit lediglich einem dunkelgrauen Streifen auf der oberen Seite. Man sieht dort die Löcher für das Mikrofon und den Jabra-Schriftzug. Tasten gibt es am Headset keine. Es wird lediglich durch leichtes Antippen oder durch Sprachbefehle gesteuert, aber dazu später mehr.

Auch wenn ich selbst das Headset immer rechts trage, so war ich doch etwas verwundert, dass das Jabra Eclipse keine Möglichkeit bietet, das Headset links zu tragen. Bei den Vorgängermodellen konnte man nämlich wählen, an welchem Ohr man es trägt. Vielleicht bevorzugt mancher eher das linke Ohr oder hört dort vielleicht besser.

Die Inbetriebnahme

Zur Inbetriebnahme muss das Headset natürlich mit einem entsprechenden Smartphone verbunden werden. Grundsätzlich ist das Jabra Eclipse mit allen Bluetooth-fähigen Geräten kompatibel. Für mich stand aber das Telefonieren im Auto im Vordergrund. Zum Musikhören (außerhalb des Autos) würde ich wohl Kopfhörer bevorzugen und nicht nur eine Mono-Lösung an einem Ohr. Zum Pairing per Bluetooth brauche ich wohl nicht viel zu sagen. Das funktioniert ja heutzutage reibungslos, beim Jabra Eclipse durch einfachen Druck auf den Taster an der Unterseite der Ladeschale. Wer mag und ein entsprechendes Smartphone hat, das NFC unterstützt, kann auch das zum Pairing nutzen. Wenn ich ein neues Headset suche, dann achte ich immer darauf, dass zwei Smartphones verbunden werden können, da ich neben dem privaten auch mein berufliches Handy mit im Auto habe. Bei den Jabra Headsets, die wir bisher im Test hatten, war das immer der Fall, so auch dieses Mal.

Jabra Eclipse - Ladeschale - Headset

Die Testbedingungen waren ähnlich denen beim Test des Jabra Stealth. Sprich, ich nehme das Headset (diesmal inkl. Ladeschale) mit ins Auto und telefoniere so 30 – 60 Minuten täglich. Wir haben die aktuellste Firmware verwendet. Die jeweils neuste Version findet man bei Jabra auf der Supportseite, ebenso wie die Bedienungsanleitung.

Um das Jabra Eclipse aufzuladen, ist ein entsprechendes USB-Kabel beigefügt. Wie auch schon in anderen Fällen, finde ich es nicht optimal, nur ein USB-Ladekabel ohne Netzteil beizufügen. Nicht immer hat man nämlich den Rechner an, um daran das entsprechende Gerät aufzuladen. Und ich nutze eigentlich eher ungern andere Netzteile, um etwas aufzuladen. Beim Jabra Stealth war zumindest ein Adapter für den Zigarettenanzünder dabei, was ich bei der Nutzung im Auto auch durchaus sinnvoll empfand. Beim Eclipse lädt man wie gesagt die Ladeschale mit dem USB-Kabel. In der Schale sollte sich das Headset befinden, dass dort gleich auch geladen wird. Denn das Headset selbst hat keine andere Lademöglichkeit, es gibt z. B. keinen Micro-USB-Anschluss daran. Den Ladezustand des zusätzlichen Akkus in der Ladeschale kann man drei kleinen Lichtern an der Schale entnehmen. Den Akkuzustand des Headset sieht man, in dem man auf den Taster unter der Schale drückt. Dann leuchtet das Headset rot oder grün, je nach Akkuzustand. Es leuchtet rot, wenn nur noch weniger als 20% Akku-Kapazität vorhanden sind.

Im Alltag

Aufgeladen und mit den Smartphones gepairt, habe ich das Jabra Eclipse dann mit ins Auto genommen in den Alltagstest. Sobald man das Headset aus der Ladestation entnimmt, schaltet es sich ein und verbindet sich mit den Smartphones. Auf deren Displays sieht man dann auch eine kleine Akkustandsanzeige für das Headset selbst. Man kann auf dem Smartphone auch einen entsprechende App von Jabra installieren, um ein paar wenige Konfigurationen vorzunehmen, z. B. Anruf annehmen per einmal oder zweimal Tippen. Darüber hinaus ist in der App auch noch einmal eine Gebrauchsanweisung enthalten. Das ist alles ganz nett, aber ehrlich gesagt habe ich die App bisher nicht gebraucht, außer um ein Firmware-Update zu machen. Denn eigentlich will ich mein Smartphone im Auto ja auch gar nicht nutzen. Dazu habe ich doch das Headset. Leider benötigt man das Smartphone zwingend, wenn man die Lautstärke regulieren möchte. Denn das geht am Headset selbst nicht. Das war auch schon beim Jabra Stealth so, was ich auch schon nicht optimal fand. Zugegebenermaßen musste ich die Lautstärke bisher aber nur wenige Male regulieren.

Jabra Headset Eclipse - im Test

Im Ohr trägt sich das Jabra Eclipse sehr angenehm. Es ist leicht, so dass man es kaum spürt und das earGel schließt gut in der Ohrmuschel ab. Es kommt auch nicht etwaigem Ohrschmuck ins Gehege, was z. B. beim Jabra Wave schon mal passieren konnte. Setzt man das Eclipse ins Ohr, hört man zunächst, wie viele Geräte verbunden sind und wie der Akkustand im Headset selbst ist. Dies kann man sich immer wieder ansagen lassen, in dem man einmal auf das obere Ende des Headsets tippt. Will man nun ein Gespräch initiieren, so kann man einfach zweimal auf das obere Ende des Headsets tippen. Das hat bei mir etwas Übung gebraucht, die richtige Stelle mit dem richtigen Druck zu treffen. Aber bald hatte ich mich dann daran gewöhnt. Durch das zweimalige Antippen aktiviert man Siri bzw. Google Now. Hat man zwei Smartphones angeschlossen, so reagiert immer das, das Ihr zuerst mit dem Headset gepairt habt. Ist der Sprachassistent des Smartphones aktiviert, so könnt Ihr ganz normale Befehle geben, wie z. B. jemanden anzurufen.

Wenn Ihr angerufen werdet, so könnt Ihr das Gespräch mit dem Befehl „Ignorieren“ ablehnen oder durch „Annehmen“ eben halt annehmen. Ich gebe zu, dass das bei mir von etlichen Versuchen vielleicht ein oder zweimal geklappt hat. Ich nehme Gespräche daher an, in dem ich zweimal auf das Headset tippe (ob ein- oder zweimal Tippen ein Gespräch annimmt, ist in der App einstellbar). An der Gesprächsqualität gibt es nichts zu meckern. Sowohl ich höre meinen Gesprächspartner gut als auch die Rückmeldungen meiner Gesprächspartner zur Klangqualität waren gut. Zweimal konnte ich bei ausreichend warmem Wetter – trotzt November – die Gesprächsqualität im offenen Cabrio testen und war auch dort sehr zufrieden.

Die Ladeschale

Besonders gespannt war ich auf die Ladeschale und damit die Möglichkeit, das Headset „nachzuladen“ ohne es an den Strom anzuschließen. Die Ladeschale ist recht schick. Allerdings auch etwas unpraktisch. Im Gegensatz zum insgesamt handlicheren Jabra Stealth nimmt sie in der kleinen Ablage in der Mittelkonsole vom Auto doch Platz weg. Man kann die Ladeschale ja auch nicht weit weg legen (z. B. ins Handschuhfach), da das Headset ja wieder hineingelegt werden muss, um es abzuschalten. Leider hat das Headset selbst keinen Möglichkeit, es abzuschalten. Ich habe dann des Öfteren mit dem Headset telefoniert und irgendwann sagte mir die nette weibliche Stimme des Headset, dass der Akkustand niedrig sei. Das hatte mich schon etwas verwundert. Denn ich hatte vielleicht so 3-4 Stunden vertelefoniert und war davon ausgegangen, dass das Headset sich in der Ladeschale immer wieder auflädt. Denn nach Herstellerangabe soll die Ladestation für bis zu 7 weitere Gesprächstunden sorgen, da sich das Headset, dessen Akku nur max. 3 Stunden hält, darin auflädt. Diese Angaben konnte ich nicht nachvollziehen. Daher haben wir einmal folgenden Test gemacht. Wir haben die Ladeschale ohne Headset einmal geladen und dann das vollständig entladene Headset reingelegt. In der Tat war das Headset dann später aufgeladen. Das sind aber eher theoretische Bedingungen, da man das Headset ja nach Telefonaten immer wieder in die Ladeschale legt, um es abzuschalten. Bei unserer Nutzung hat es dann mit dem Laden „zwischendurch“ allerdings nicht so optimal geklappt bzw. hatte ich mir mehr davon versprochen. Aber so ist das manchmal mit der Erwartungshaltung. Ich konnte auch nicht umhin, an das Jabra Stealth zu denken, das selbst schon eine Akkukapazität von bis zu 6 Stunden mitbringt und nur ein kleines bisschen größer ist als das Eclipse. Das musste ich seltener laden und konnte es durch den vorhandenen Micro-USB-Anschluss direkt anschließen; eine gesonderte Ladeschale war nicht nötig.

Jabra Bluetooth Headsets - Größenvergleich

Fazit

Für das Jabra Eclipse spricht sicherlich das schicke Design, der sehr gute Tragekomfort, die sehr gute Klangqualität, das geringe Gewicht und die geringen Abmaße des Headsets selbst. Dem gegenüber steht ein sicher stolzer Preis von 99,99 EUR. Zudem ist das Headset nur rechts tragbar. Wer es also kaufen möchte, sollte sich darüber im Vorfeld bewusst sein. Darüber hinaus ist da diese Ladeschale. Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er diese gut und sinnvoll findet oder nicht. Sie muss quasi immer mit dem Headset mitgeführt werden, da man es sonst nicht ausschalten und auch nicht laden kann. Das finde ich eher unpraktisch. Bzgl. des Ladevorgangs war beim Jabra Stealth wenigstens noch der Adapter für den Zigarettenanzünder dabei; beim Eclipse nur das USB-Ladekabel. Beim Abwägen aller Vor- und Nachteile, bei der Berücksichtigung des Preises und im Vergleich zum Jabra Stealth, das wir mit „sehr gut“ bewertet haben, komme ich daher zu einer Gesamtnote „gut“. Das Jabra Stealth ist vielleicht nicht ganz so schick und ein kleines bisschen größer. Dafür steht es dem Eclipse in der Klangqualität in nichts nach und ist in der Handhabung bzgl. Transport, Ausdauer und Aufladen für mich die bessere Wahl. Außerdem kostet es derzeit knapp die Hälfte des Eclipse.

Jabra Eclipse - Testurteil - Bluetooth-Headset

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Autor: Ina

Irgendwann stand der erste Computer Commodore PC-1 auf meinem Schreibtisch, doch es war sehr ernüchternd. Tastenbefehle und blinkende Punkte auf einem schwarzen Bildschirm begeisterten nicht gerade. Irgendwann wurden aus den Punkte aber bunte Bilder und aus den Tastenbefehlen eine Maus. Damit war es dann um mich geschehen. Bald wurde auch mal ein Rechner aufgeschraubt und das eine oder andere Teil ausgetauscht. Inzwischen hat sich die technische Begeisterung auf alles mögliche mit und ohne Stecker ausgeweitet. Das ganze hauptsächlich getrieben, das Beste für eine konkrete Nutzung aus einem Gerät herauszuholen; getreu dem Motto „das muss doch gehen“.

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