Test: Bluetooth-Headset Jabra Wave im Alltagstest

Jabra Wave Bluetooth Headset für 2 Handys / Smartphones - TestHeute stellen wir Euch das Headset Jabra Wave vor. Seit einigen Tagen bin ich im Besitz des kleinen Helfers und bisher sehr begeistert. Zur Ausgangssituation: seit etwa fünf Jahren war ein Bluetooth-Headset von Plantronics im Einsatz, allerdings ließ allmählich die Akkuleistung nach. Zudem sind stets ein Diensthandy und ein privates Handy im Auto dabei, so dass ein Headset her sollte, das man mit zwei Smartphones verbinden kann. Nach etwas Recherche bin ich auf den Anbieter Jabra gestoßen. Bisher hatte ich von diesem Hersteller noch nichts gehört, aber anscheinend handelt es sich um einen kompetenten Hersteller für Headsets. Welche Anforderungen sollte das Gerät des Weiteren erfüllen? Ich bin viel mit dem Cabrio unterwegs, d.h. das Headset sollte so gut es geht Umgebungs- und Windgeräusche unterdrücken. Die Sprachqualität war natürlich auch ein ausschlaggebendes Merkmal, sowie ein guter Sitz am Ohr und ein angenehmes Tragegefühl. Nicht zu vernachlässigen war zudem eine gute Akkuleistung. Bisher habe ich den Eindruck, dass das Bluetooth-Headset Jabra Wave diese Anforderungen erfüllt.

Nun aber zuerst zu den technischen Fakten (gemäß der Herstellerangaben):

– Bluetooth-Class: Class 3
– Bluetooth-Version: Version 2.1 + EDR
– Multipointing: Verbindung mit 2 Bluetooth-Geräten
– Standby: max. 200h
– Gesprächszeit: max. 6h
– Gewicht: 13g
– integriertes Mikrofon
– QuickPair-Funktion
– sowohl am linken, als auch am rechten Ohr tragbar
– Wind-Noise-Reduction
– Farbe: Schwarz/Silber
– Micro-USB-Anschluss

2 Handys / Smartphones mit einem Headset nutzen - Jabra WaveIm Folgenden möchte ich Euch meine bisherigen Erfahrungen mit dem Jabra Wave nicht vorenthalten. Bestellt habe ich es bei amazon, da dort zum einen der günstigste Preis angeboten wurde und zum anderen amazon üblicherweise sehr schnell liefert… und ich wollte ja nicht lange warten :-) Wie gewünscht traf das Headset dann auch zwei Tage nach der Bestellung ein. Also Karton auf, Verpackung geöffnet und Headset entnommen. Allerdings kam dann eine kleine Enttäuschung: Es war ein EU-Stecker-Kabel aber kein Auto-Ladekabel dabei. Gut, vielleicht war hier meine Erwartungshaltung etwas hoch. Da der Haupteinsatzzweck für das Headset die Verwendung im Auto ist, hatte ich einen entsprechenden Stecker für den Zigarettenanzünder erwartet. Da an dem Headset ein Micro-USB-Anschluss ist, lässt sich hier ein entsprechendes Kabel für den Zigarettenanzünder aber nachordern.

Jabra Wave - Testbericht - Bluetooth Headset für mehrere GeräteNatürlich wollte ich das Jabra Wave schnellstmöglich zum Einsatz bringen, so dass es schnell geladen werden musste. Das beigefügte Kabel ist allerdings nur 20cm lang, so dass das Gerät mitunter etwas unglücklich unter der Steckdose hängt. Die Ladezeit beträgt ca. drei Stunden. Während das Headset lädt, leuchtet zu Beginn ein kleines rotes Lämpchen. Dieses erlischt aber nach einiger Zeit. Ist das Jabra Wave vollständig geladen, leuchtet das Lämpchen grün. Als die 3 Stunden um waren und das grünes Lämpchen leuchtete, wurden die beiden Mobiltelefone, die mit dem Jabra Wave gekoppelt werden sollen, aus der Tasche geholt und Bluetooth aktiviert. Der Kopplungsvorgang, genauer gesagt, die Kopplungsvorgänge laufen ab, wie man es von üblicherweise von Bluetooth-Geräten kennt. Das Jabra Wave hat an der Oberseite einen Ein-/Aus-Schalter. Schaltet man diesen zum ersten Mal ein und lässt die zu koppelnden Handys nach neuen Geräten suchen, sind die Verbindungen schnell aufgebaut und bleiben dann auch. Selbst mit dem iPhone, bei dem die Bluetooth-Einrichtung etwas “fummelig” ist, gelang es ohne Probleme. An dieser Stelle ein kleiner Hinweis in Sachen Bluetooth auf dem iPhone oder iPad: Es gibt mittlerweile eine App, mit der man das Ein- und Ausschalten von Bluetooth vom Startbildschirm aus steuern kann.

Jabra Wave Headset für Handy und SmartphoneWenn man künftig das Jabra Wave einschaltet, verbindet es sich dann automatisch mit den bereits bekannten Handys, sofern bei diesen Bluetooth aktiviert ist. Das Headset bestätigt die erfolgreiche Verbindung mit der Ansage “connected”. Verwendet man also zwei Mobilgeräte, so erhält man bei erfolgreicher Verbindung auch zweimal die Info “connected”. Mir gefällt besonders gut, dass man das Gerät nach dem Gebrauch einfach ausschalten kann. Klingelt übrigens das Handy und man hat das Headset noch nicht einsatzbereit, so schaltet man es einfach ein und die Verbindung mit dem klingelnden Mobiltelefon wird hergestellt. An dieser Stelle muss auch erwähnt werden, dass sich Bluetooth-Verbindungen nicht zur zu Mobiltelefonen aufbauen lassen, sondern letztlich zu jedem Bluetooth-Gerät, um Ton zu übertragen. So kann man auch Musik über das Jabra Wave hören mit der geeigneten Quelle.

Hat man das Headset eingeschaltet, kann man es aufsetzen. Der durchsichtige Ohrstöpsel kann um 180 Grad gedreht werden, so dass man es sowohl rechts, als auch links tragen kann. Es ist recht flexibel, so dass man es mit etwas Übung auch einhändig aufsetzen kann. Außerdem behindert es keine Ohrringe und passt auch unter einen Brillenbügel. Und die Frisur wird auch nicht ruiniert :-) Zum besseren Tragekomfort ist noch ein zweiter, etwas anders geformter Ohrstöpsel dabei. Da muss man halt ausprobieren, welcher im Ohr am bequemsten ist.

Jabra Wave Produktvideo–Infos zu Windgeräuschen am Ende des Videos

Ich habe nun schon einige etwas längere Telefonate mit dem Jabra Wave geführt und es dementsprechend lange am Ohr gehabt. Man spürt es kaum und es stört nicht. Telefoniert man draußen oder halt beim Cabriofahren, ist ein kleiner Schaumstoffaufsatz dabei, den man über das Mikro stülpt, so dass Windgeräusche noch besser unterdrückt werden. Die Gesprächsannahme bzw. das Auflegen erfolgt, in dem man den am Mikro angebrachten kleinen länglichen Schalter betätigt. Man sieht ihn kaum, fühlt ihn aber recht gut, wenn man an das Mikro fasst. Wenn man den oben erwähnten Schaumstoffaufsatz über das Mirko stülpt, beeinträchtigt das den Druckpunkt des Knopfes aber nicht. Über diesen aktiviert man auch die Sprachsteuerung, die zum Funktionsumfang des Jabra Wave gehört. Man hält den Knopf einige Sekunden gedrückt und kann dann nach einem kurzen Bestätigungston den Namen des Kontaktes nennen, den man gerne anrufen möchte. Dies funktioniert wie bei den meisten Sprachsteuerungen nicht immer einwandfrei. Die Gebrauchsanweisung ist hier sehr dürftig. Nach meinen bisherigen Erfahrungen vermute ich, dass das Headset nicht zwischen den Handys hin und her springt, sondern die Sprachsteuerung nur bei dem Handy funktioniert, dass man als letztes aktiv mit dem Jabra Wave genutzt hat. Nennt man einen Namen, “liest” das Headset die gefundenen Alternativen vor. Sollte es zu einem Kontakt mehrere Telefonnummern geben, so bekommt man alle möglichen angesagt und kann dann wählen. Ob es weitere Sprachsteuerungsmöglichkeiten (z.B. lauter/leiser) gibt, konnte ich bisher noch nicht herausfinden. Aktuell verändere ich die Lautstärke einfach durch den am oberen Ende des Headsets angebrachten Kippschalter.

Testbericht Bluetooh Headset für 2 Geräte - Jabra WaveMit dem Stichwort lauter/leiser sind wir auch schon bei einem der wichtigsten Punkte: der Sprachqualität. Die Hörqualität am Headset selbst ist sehr klar. Man versteht seinen Gesprächspartner sehr gut, insbesondere, wenn ich es mit meinem bisherigen Plantronics oder dem kabelgebundenen Headset vom iPhone vergleiche. Meine Gesprächspartner haben mir bestätigt, dass sie mich auch einwandfrei und klar verstehen. Der Härtetest war die Nutzung im offenen Cabrio. Was soll ich sagen, das Jabra Wave hat den Härtetest bestanden. Zum einen habe ich meinen Gesprächspartner sehr gut verstanden. Zum anderen war ich auch am anderen Ende der “Leitung” sehr gut zu verstehen. Zur Sicherheit habe ich beim Ausprobieren mal den Anrufbeantworter zuhause angerufen und besprochen, um mir selbst einen Eindruck zu verschaffen. Beim Abhören war die Überraschung äußerst positiv. Selbst bei voller Fahrt war man einwandfrei zu verstehen. Lediglich, wenn man das Radio dazu auch noch voll aufdreht, war das gesprochene Wort nicht mehr so gut zu verstehen. Die Akkuleistung wird mit bis zu 6 Stunden angegeben. Wie erwähnt habe ich schon einige Telefonate geführt und erst jetzt lässt allmählich die Akku-Leistung nach. Laut Hersteller soll es eine Ansage geben, wenn allmählich die Akku-Leistung nachlässt. Bisher habe ich diese Ansage aber noch nicht gehört.

Testbericht, Urteil, Note - Jabra Wavekatzeausdemsack.de meint: Ich bin sehr zufrieden mit dem Jabra Wave Bluetooth Headset. Der Tragekomfort und die Sprachqualität halten, was die Marketing-Aussagen von Jabra versprochen haben. Das Gerät wird im Fachhandel für ca. 60 EUR angeboten, ist aber online z.B. bei amazon schon für knapp 40 EUR erhältlich. Der Preis ist absolut gerechtfertigt. Besonders hervorzuheben ist das Multipointing (Verbindung mit 2 Handys/Smartphones), was natürlich auch eines der Haupt-Kaufargumente war. Die Einfachheit der Bedienung gefällt mir sehr gut und sticht im Alltag immer wieder hervor. Anschalten, Aufsetzen, es verbindet sich von allein, Telefonieren. Ein klarer Pluspunkt ist die Sprachqualität, insbesondere die Unterdrückung von Windgeräuschen. Warum also vergebe ich nicht die Bestnote? Diese möchte ich nur vergeben, wenn ich absolut nichts am Testobjekt auszusetzen habe. Und das kann ich bei aller Begeisterung nicht bestätigen. Für mich gehört zu so einem Headset ein autotaugliches Ladegerät. Des Weiteren ist die präzise Steuerung per Sprachbefehle mangels expliziter Vorgaben noch etwas undurchsichtig. Insgesamt können wir den Kauf des Gerätes, insbesondere zum günstigen Preis absolut empfehlen.

Link: Jabra Wave Bluetooth Headset bei amazon.de

Diesen Artikel teilen:Email this to someoneShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on Pinterest
avatar

Autor: Ina

Irgendwann stand der erste Computer Commodore PC-1 auf meinem Schreibtisch, doch es war sehr ernüchternd. Tastenbefehle und blinkende Punkte auf einem schwarzen Bildschirm begeisterten nicht gerade. Irgendwann wurden aus den Punkte aber bunte Bilder und aus den Tastenbefehlen eine Maus. Damit war es dann um mich geschehen. Bald wurde auch mal ein Rechner aufgeschraubt und das eine oder andere Teil ausgetauscht. Inzwischen hat sich die technische Begeisterung auf alles mögliche mit und ohne Stecker ausgeweitet. Das ganze hauptsächlich getrieben, das Beste für eine konkrete Nutzung aus einem Gerät herauszuholen; getreu dem Motto „das muss doch gehen“.

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>