Neuer PC der Marke Eigenbau – Teil 2

PC Marke Eigenbau - www.katzeausdemsack.deSo, nun konnte ich meinen neuen PC die ersten Tage genießen. Und das “genießen” ist dabei wörtlich gemeint. Als ich Anfang Januar zum ersten Mal wieder vor meinem Arbeitsrechner im Büro gesessen habe, waren die Unterschiede bei der Wartezeit (Booten, Programmstart) extrem. Im Büro nutze ich 2 PCs mit jeweils einem 19” Zoll Monitor (4:3), da dachte man (verwöhnt vom neuen 24” Zoll) wirklich, dass links und rechts was fehlt. Von den Unterschieden der Bildqualität mal ganz abgesehen. Da der erste Artikel viele interessierte Leser gefunden hat, wollte ich Euch hier noch mal ein kurzes Feedback zu den einzelnen Komponenten geben. Sicher gibt es hier und da kleine Kritikpunkte, aber ich würde auch heute wieder die gleichen Komponenten für meinen PC wählen.

Dann kommen wir mal zu den einzelnen Komponenten und der ersten Erfahrungen:

imageBisher habe ich es noch nicht geschafft, den Prozessor so richtig auszulasten. Gleichzeitiges Wandeln eines HD-Videos (Prozess Prio: hoch), Kopieren von Dateien, Schauen eines zweiten HD-Videos, E-Mail abrufen und Surfen fordern dem Prozessor nur ein müdes Lächeln ab. Wo man sonst besser gar nichts anderes mehr machte (altes Notebook), um “Kein Rückmeldung” oder ewiges Warten zu vermeiden, läuft hier alles flüssig. Man vergisst völlig, dass im Hintergrund gerade eine sehr rechenintensive Videokonvertierung läuft. Man kann problemlos etliche Dinge gleichzeitig machen. Ich wüsste nicht, wofür ich einen noch stärkeren Prozessor wie eine Intel Core i7 brauchen sollte. Klar, der könnte ein riesiges Video noch ein paar Minuten schneller wandeln, aber da der PC sowieso fast immer angeschaltet ist (wenn ich zuhause bin), läuft das sowieso im Hintergrund ab. Und wenn es wirklich mal schneller gehen muss, reicht eine einfache Bios-Einstellung und der Prozessor wird auf 3,6 Ghz oder 3,8 Ghz übertaktet (ohne komplizierte Einstellung – einfach eine Option auswählen). Ohne Übertaktung zeigt der Windows-Leistungsindex 7,5 (von maximal 7,9) an. Mit etwas Übertakten kommt man auf einen Wert von 7,6.

Alpenföhn Brocken - Heatpipe KühlerWenn etwas den Namen “Brocken” verdient hat, dann ist es mit Sicherheit dieser Heatpipe-Kühler, knapp unter 1 Kilogramm Gewicht und optisch halt ein richtiger Brocken. Passt so gerade in das Midi-Tower Gehäuse, ohne die dort vorangebrachte Dämmung zu berühren. Der 120 mm Lüfter verrichtet leise seinen Dienst. Die 4 blauen LEDs sind für mich überflüssiger Schnickschnack, da mein Gehäuse absichtlich keine Plexiglasscheiben oder ähnliches hat. Die Montage war sehr einfach und die Halterung ist sehr gut gelöst und ohne “Fummelei” zu bewerkstelligen. Der Boxed-Lüfter, der beim AMD Phenom II X6 1090T dabei war, ist gerade mal etwas mehr als ein Drittel vom “Brocken” (Größe). Da überall zu lesen war, dass der Boxed-Lüfter sehr laut ist, habe ich den gar nicht erst ausprobiert. Im normalen Takt zeigt CoreTemp 20-26 Grad Celsius an. Man streitet darüber, ob die Angaben des Prozessors stimmen. Aber selbst wenn man noch die oft zitierten 10-15 Grad Celsius dazu rechnet, bleibt es verhältnismäßig kühl. Im übertakteten Modus mit 3,8 Ghz und starker Auslastung kam ich auf maximal 37 Grad Celsius (CoreTemp) und die Lüfter liefen dabei noch lange nicht auf voller Geschwindigkeit. Dauerhaftes Übertakten kommt für mich sowieso nicht in Frage. Erstens brauche ich es bei der normalen Leistung nicht und Stromverbrauch und die Laustärke sind mir wichtiger als ein paar Prozent an Leistung.

ASRock 890GX Extreme4 AM3-MainboardDas Mainboard “rockt” auch auf jeden Fall. Mehr Einstellungsmöglichkeiten und Features sind derzeit wohl kaum zu einem vergleichbaren Preis zu bekommen. USB 3.0 (mit externer Blende für Slot oder 3,5 Zoll), SATA3, eSATA3 und vieles mehr. Freunde des Overclocking finden alle erdenklichen Optionen. Aber auch unbedarftere Anwender finden einfache Optionen, um das Übertaken im normalen Rahmen mit einer kleinen Einstellung zu lösen. Auf dem Board befindet sich eine LED-Anzeige für mögliche Fehler (irgendwas nicht angeschlossen oder falsch montiert), welche ich glücklicherweise nicht brauchte. Wer seine Konfiguration vor dem Einbau ins Gehäuse testen will, wird sich über den Power-Button auf dem Board freuen. Ebenso gibt es zwei “Clear CMOS-Tasten” (eine hinten und eine auf dem Board), wenn man es mit den Einstellungen mal übertrieben hat. Das Layout hat mir auch sehr gut gefallen, nichts war unglücklich angebracht oder wurde von Kühler oder Grafikkarte verdeckt. Auch alle Gehäusekabel waren schnell angebracht. Der Bios-Bootscreen ist etwas bunt (Grafik) und mit der Direktauswahl einer Turbofunktion versehen, mir würde die normale Textanzeige reichen. Aber die Anzeige verlangsamt den Bootvorgang nicht und ist somit ok. An Zubehör war alles Nötige dabei, mit den drei SATA3-Kabeln sollten die meisten hinkommen (es empfiehlt sich keine normalen/alten SATA-Kabel zu verwenden). Auch hier gab es keine Probleme beim konfigurieren, die Anleitungen sind sehr gut. Wer keine zusätzliche Grafikkarte braucht oder will, ist mit der Onboard-Lösung Radeon 4290 für Office-Tätigkeiten oder einen HTPC (Home Theatre PC) ausreichend bedient.

Corsair 8GB (2 Module) DDR3 PC1333 RAMWas will man zu RAM-Bausteinen ohne wilde Messorgien viel sagen. Die Bausteine sind sehr gut verarbeitet und hatten trotz Kühlkörper problemlos Platz unter anderen Komponenten wie dem Kühler. Der Leistungsindex von Windows sagt hier ebenfalls 7,5 im normalen Modus und 7,6 bei einfachem übertakten. Wichtig bei DDR3-1333 RAM ist, dass man entsprechende Einstellungen im Bios vornimmt und die Timings einträgt (hier in dem Fall 9-9-9-24). Sonst läuft das RAM nicht mit der idealen Taktung (533 Mhz statt 667 Mhz). Das war leider nirgendwo beschrieben und fiel mir nur anhand der Bios-Infos (DDR 1066 statt DDR 1333) auf. Mit den richtigen Einstellungen war dann alles ok. Braucht man 8 GB RAM? Nicht wirklich, grundsätzlich braucht man dazu natürlich ein aktuelles 64-Bit Betriebssystem (idealerweise Windows 7), damit der Speicher auch voll adressiert und unterstützt wird. Ich habe mich für 8 GB entschieden, da Speicher aktuell einfach günstig ist. Weiterhin brauche ich beruflich oft virtuelle Maschinen für Tests. Da ist es gut, wenn man noch etwas RAM übrig hat, um es dem virtuellen System zur Verfügung zu stellen.

OCZ Vertex 2,5 Zoll SSD FestplatteDie Offenbarung schlechthin. Das liegt sicher nicht nur an dem speziell von mir gewählten Modell, sondern generell beim Thema SSD-Festplatten. SSD-Festplatten (ich nenn das jetzt mal so, wenn es auch genau genommen keine Festplatten sind) sind einfach pfeilschnell, das betrifft sowohl die Zugriffszeit von 0,1 ms (normale Festplatten im Mittel so 8,9ms) als auch die Transferraten mit bis zu 285 MB (lesen) und 275 MB (schreiben) – normale aktuelle und gute Festplatte liegen da meist bei maximal 100-145 MB. Klar, die Werte sind Maximalwerte, aber allein die Zugriffszeit macht riesig was aus. Ein komplettes Windows 7 war von DVD in 15 Minuten mit allem installiert. Mein Windows 7 64-Bit ist nach ca. 9-10 Sekunden fertig gebootet. Selbst gute Systeme mit normalen Festplatten brauchen hier 3-4x länger. Man darf nicht nur beachten, wann der Desktop “sichtbar” wird, sondern wann alles einsatzbereit und klickbar ist. Hinzu kommt natürlich noch, dass es keinerlei Mechanik gibt. Also keine Geräuschkulisse beim Laden und Speichern. Bei meiner 2,5” Zoll Variante ist eine 3,5” Zoll Halterung dabei, sodass es keinen Nachteil beim Einbau in einen normalen PC gibt. Vergleichbare Modelle mit einem 3,5” Zoll Formfaktor sind auch nicht billiger oder schneller. Wenn jemand seinen PC, das Booten, das Herunterfahren und Arbeiten deutlich beschleunigen will, dann sollte er sich eine SSD-Festplatte zulegen. Keine andere Komponente kann einen PC so drastisch beschleunigen wie eine SSD-Festplatte. Klar, die sind nicht gerade billig und die Größe ist natürlich (bei annehmbaren Preis) beschränkt, aber als Bootfestplatte sollten 60-120 GB mehr als ausreichen. Eine SDD bringt auf jeden Fall mehr als ein paar Gigabyte an RAM oder z.B. 2 Prozessor-Kerne mehr beim regulären Arbeiten.

Leider sind aber noch nicht alle Betriebssysteme und Programme für SDDs optimiert. Idealerweise nutzt man Windows 7, welches SSDs von Grund auf ideal unterstützt. Wer XP nutzt, sollte mit Tools wie dem SSD Tweaker prüfen, dass keine unnötigen Dienste laufen. Durch zu viele unnötige Schreibzugriffe kann sich die Lebensdauer der SDD verkürzen. Defragmentieren solle man eine SSD mit normalen Tools auf jeden Fall nicht. Leider sind auch Image-Tools wie z.B. Acronis True Image oder EASEUS Todo Backup noch nicht für SSD-Festplatten geeignet. Spielt man ein Image zurück, kann es durch ungünstige Anordnung der Daten zu spürbaren Leistungseinbußen kommen. Testet Eure SSD-Festplatte ggf. mit AS SSD Benchmark, dort wird oben ein Offset/Alignment-Wert mit Zahlen und OK oder BAD angegeben (grün oder rot). Nach der Nutzung von Image-Tools war bei uns immer BAD angegeben. Die meisten sagen, dass man dies nur durch komplettes Neu-Installieren schaffen kann. Paragon bietet aber auch ein Alignment Tool V2.0 an, welches diesen Umstand lösen soll ohne umständliche Neuinstallation. Ob das wirklich klappt, werden wir in den nächsten Tagen mal testen. Ein Kollege mit eine OCZ Agility 2 vermeldete schon ein positives Ergebnis. Der Wert von AS SSD Bechmark ging bei ihm von Rot auf Grün und die Transferraten beim Schreiben stiegen deutlich an.

Sapphire ATI Radeon HD6850Eigentlich wäre auch ich sicher mit der Onboard-Lösung erst mal ausgekommen. Denn ich bin kein PC-Gamer und habe auch nicht vor, das zu ändern. Ich spiele gerne und viel wenn es die Zeit zulässt, dies aber dann mit meinen Konsolen (vorwiegend Xbox 360). Klar, der PC kann noch höhere Auflösungen und mehr Details, aber ich bin kein Hardcore-Gamer. Die Grafik meiner Xbox 360 ist mehr als ausreichend und ich bin beim Spielen lieber der “DVD rein und fertig-Typ”. Es wäre mit viel zu lästig dann noch zu konfigurieren usw. Hinzukommt, dass ich den Xbox 360 Controller einfach liebe (ja, gibt es auch für den PC) und kein Maus/Tastatur-Spieler wäre. Bei der Xbox 360 sind die Voraussetzungen gleich, am PC würde ich mit meinem Controller bei Online-Games den Kürzeren ziehen. Da ich aber im HD-Zeitalter lebe, will ich auch Videos bearbeiten, schneiden und wandeln. Hier kann die zusätzliche Leistung einer guten Grafikkarte nicht schaden. Für die Sapphire HD6850 habe mich entschieden, da aus meiner Sicht hier Preis/Leistung stimmt (auch weil gerade die neue HD 69XX erschienen ist). Weiterhin war “Silent” ein wichtiges Thema für mich und die Sapphire HD 6850 ist kaum zu hören (selbst unter Last). Alle getesteten Grafikdemos und Tests (z.B. Ladybug und Stone Giant) hat die Karte ruckelfrei und mit besten Qualitätseinstellungen problemlos wiedergegeben. Games habe ich keine und dementsprechend auch nicht getestet. Hier sollte es aber auch für den normalen Spieler an nichts fehlen. Die Karte benötigt 2 Slots und passt von der Länge einwandfrei in mein Gehäuse. Etwas nervig waren die Voreinstellung der Grafikkarte und dem Catalyst Control Center. Hier waren Skalierungsoptionen im Standard aktivert. Aber durch das sogenannte “Underscan/Overscan” war die Bildqualität (vor allem bei Schrift) miserabel. Dieses Problem liest man oft in Rezensionen (auch bei amazon.de und meinem Samsung BX2450L). Dort wird der Monitor deshalb teilweise abgewertet, dieser kann aber gar nichts dazu (wenn dort PC und nicht AV eingestellt ist). Leider liest man dort auch oft, dass man einfach per Underscan/Overscan skalieren soll. Das ging aber in unseren Test stark zu Lasten der Bildqualität. Ich befürchte leider, dass hier viele unbedarfte Anwender mit schlechten Einstellungen und somit schlechtem Bild unterwegs sind. Jeder der Overscan aktiviert hat, sollte es mal ohne Overscan (0% unter Skalierungsoptionen – Schieberegler ganz rechts) versuchen. Bei uns kommt es dabei zu einem Unterschied wie Tag und Nacht und Die Anzeige ist absolut exakt bildschirmfüllend. Schaut bei Eurem Display immer nach Optionen wie “AV/PC” oder “Nur Scan”. Dadurch wird auch vermieden, dass da irgendwas skaliert wird. Es gibt von Sapphire auch eine übertaktete “Toxic”-Variante der HD 6850. Diese ist nicht viel teurer und bietet etwas mehr Leistung. Leider ist diese aber auch hörbar lauter und kam daher für uns nicht in Frage.

LG BH10LS30 Blu-Ray Brenner Der Brenner sollte alle Wünsche erfüllen. Er kann Blu-rays nicht nur lesen, sondern auch in akzeptabler Zeit brennen (bis 10x). Bisher habe ich nur einige CDs/DVDs gebrannt und das ging problemlos und schnell. Bei eingelegter und drehender CD ist das natürlich mit Abstand die lauteste Komponente in meinem neuen PC. Ich hab mir aber auch keinen HTPC gebaut und somit ist das für mich nicht so wichtig. Glücklicherweise dreht das Laufwerk aber nicht immer gleich los, wenn der PC mit eingelegtem Medium gestartet wird oder der Windows-Explorer geöffnet wird. Wer das Laufwerk in einen Wohnzimmer-PC bauen will, kann die Drehzahl mit Tools wie CD-Bremse runterregeln, um den Geräuschpegel zu reduzieren. Die Front-Blende passt sehr gut zu unserem Gehäuse, auch wenn die im Gegensatz zum Gehäuse “glänzt”. Kauft man derzeit die Retailversion, bekommt man viele Tools von Cyberlink dazu (Power Producer, LabelPrint, Power DVD 8, Media Show). Es handelt sich aber um eingeschränkte bzw. ältere Version. Das könnte gerade bzgl. des Abspielens von Blu-rays ärgerlich sein, da PowerDVD 8 schon etwas betagt ist. Zum Abspielen nutze ich meinen normalen Blu-ray Player und habe damit kein Problem.

600 Watt leises Netzteil Plug Cooler Master Silent Pro GoldDas CoolerMaster Slient Pro Gold 600 ist jetzt nicht gerade ein Schnäppchen. Viele sparen immer am Netzteil, was aber aus meiner Sicht ein großer Fehler ist. Neben der Effizienz ging es mir auch um das Thema Lautstärke und die Möglichkeit, nur benötigte Kabel im Gehäuse zu haben (kein fester Kabelbaum für alles). All diese Merkmale erfüllt das Netzteil aber. Sicher gibt es auch Netzteile, die ein Drittel kosten und auch 600 Watt oder mehr bieten. Diese wandeln aber oft einen großen Teil der verbrauchten Energie (Strom) in Wärme und stellen diese eben nicht den Komponenten zur Verfügung. Ich will mit einem Netzteil nicht “heizen” und der Stromverbrauch sollte – auch wenn mein System sicher kein “Energiesparmodell” ist – trotzdem eine Rolle spielen. Das Netzteil ist sehr gut verarbeitet, extrem leise und die Plug-Technologie für die einzelnen Stromversorgungen überzeugen. Kritisieren muss man die Länge der SATA-Stromkabel. Selbst in meinem Miditower reicht ein Kabel nicht, um das Blu-ray Laufwerk oben und unten die SSD mit einem Kabel zu versorgen. Hier hat man leider etwas an der falschen Stelle gespart. Alle zusteckbaren Kabelverbindungen sind dafür als Flachkabel gelöst und lassen sich somit leicht und sauber im Gehäuse verlegen.

CoolerMaster Sileo RC-500 Midi TowerDas Gehäuse ist schon etwas älter, aber immer noch eines der wenigen von Haus aus gedämmten Gehäuse. Die Dämmung ist jetzt sicher noch nicht perfekt, aber für meine Bedürfnisse völlig ausreichend. Für knapp über 60 Euro gibt es hier wenig zu meckern. Vorne ist bereits eine Blende mit 2x USB, Mic-In, Köpfhörer-Ausgang und 1x SATA vormontiert. Gerade eSATA findet man vorne noch nicht in allen Gehäusen. Vorne und hinten ist jeweils ein 120 mm Lüfter verbaut. Diese sind kaum hörbar und noch leiser als der Lüfter auf dem Alpenföhn Brocken. Das Gehäuse ist komplett geschlossen, schlicht schwarz und ohne Fenster. Ich mag diese brachialen Gehäuse im Alien-Look mit Plexiglas nicht. Vorne befindet sich mittig ein sehr schmaler Streifen (blau beleuchtet). Dieser bildet die Powertaste, Resettaste und ganz unten die HDD-LED. Das beleuchtete hätte nicht sein müssen, sieht aber ganz schick aus. Nur der schmale Streifen als Taste kann vor allem bei der Powertaste nicht überzeugen und ist zu filigran. Da hätte ich mir einen normalen runden Taster gewünscht. Mann  kann nicht alles haben. Sonst ist die Montage simpel und auch die Laufwerke sind schnell und einfach montiert. Die Hauptseite ist mit Daumenschrauben verschlossen, sodass man hier auch ohne Werkzeug mal schnell reinschauen kann.

Logitech MK710 - Kabellose Tastatur/Maus-KombiZu einem neuen PC wollte ich dann auch wieder mal eine vernünftige Tastatur und Maus. Das noch vorhandene Equipment war entweder sehr betagt oder China-Ware. Auf meiner Suche fand ich dann das Wireless Desktop Set MK710 von Logitech. Ich brauch keine Gamer-Tastatur oder andere Besonderheiten. Ein paar zusätzliche Funktionstasten können nicht schaden, es soll aber auch nicht Überhand nehmen. Sowohl Tastatur als auch Maus sind schick (für mein Empfinden – etwas weniger Plastik-Look wäre aber schön gewesen). Leider musste Logitech bei der Tastatur wie so viele Hersteller mal wieder Hochglanz-Oberflächen verwenden. Sieht leider schon direkt beim Abziehen der Folien nicht mehr wirklich makellos aus. Es betrifft den kompletten Bereich zwischen den Tasten. Nach 10 Minuten Nutzung sind etliche Finger drauf. Je nach Beleuchtung fällt es nicht auf, aber über meinem Schreibtisch sind direkt Lampen angebracht. Ich frag mich ernsthaft was Hochglanz auf täglich angefassten Oberflächen sucht. Ich hoffe, dass dieser Trend bald ein Ende hat. Sonst fühlt sich die Tastatur sehr gut an und auch die Handballenauflage ist gut gepolstert (nicht zu viel und nicht zu wenig). Die zusätzlichen Funktionstasten kann man per Software selber nach Wunsch belegen, mit Programmen, Aktionen oder Systembefehlen. Die Zeichen auf den Tasten sind leider “aufgeklebt” und nicht eingraviert. Extreme Vieltipper müssen also damit rechnen, dass sich irgendwann die Zeichen auflösen. Viele mögen ja keine Wireless-Tastaturen aber ich kann keine Nachteile oder Verzögerungen feststellen (und ich tippe nicht gerade langsam). Die LCD-Anzeige für Batterie, Num-Lock, Caps-Lock usw. ist sehr dezent. Die Laser-Maus (M705) liegt bestens in der Hand und überzeugt mich vollkommen. Erst hatte ich da Bedenken wegen den zusätzlichen Tasten oben und an der linken Seite. Ich hatte früher mal eine Maus, bei der ich andauert versehentlich eine dieser Zusatztasten gedrückt habe. Die Tasten bei der Logitech-Maus sind aber so angebracht (bzw. mit entsprechendem Druckpunkt versehen), dass mir bis jetzt noch kein ungewollter Klick untergekommen ist. Die Batterien sollen bis zu drei Jahren halten, dass muss sich natürlich erst mal rausstellen. Aber alles über einem Jahr wäre für mich ok. Für die Controller meiner Xbox 360 oder Wii habe ich sowieso einen riesigen Vorrat an den benötigten Mignon(AA)-Akkus. Insgesamt gibt es bis auf die wirklich nervige Hochglanzoberfläche und etwas zu viel Plastik-Look keine Kritik. Wer denkt, dass hier ein Microfasertuch hilft, wird enttäuscht. Entweder gehen die Fingerabdrücke nicht 100% weg oder mit zu viel Druck kommen Microkratzer daher.

Samsung SyncMaster BX2450L LED Monitor 24" ZollMein letztes Notebook hatte ein 17” Zoll Display und im Büro nutze ich zwei 19” Zoll Displays (getrennt an 2 PCs). Ein 24” Zoll bedarf dann erst mal einiger Gewöhnung. Meinen 40” Zoll LCD-Fernseher fand ich vor Jahren auch noch riesig, aber seien wir mal ehrlich, irgendwann ist alles “normal”. Mittlerweile habe ich mich an das große Display und die Auflösung gewöhnt. Ist schon sehr cool mit zwei Fenstern/Dialogen nebeneinander (Windows 7 macht´s möglich); gerade beim Bloggen eine echte Erleichterung. Für mich kam nur ein 16:9 Bildschirm mit FulHD-Auflösung in Frage (1920×1080). Warum? Weil ich den Monitor auch mal mit einer Xbox 360 verbinden möchte, wenn mein LCD-Fernseher mit Schnulzen, Fremdschäm-Sendungen, Prominews und anderen Dingen von der weiblichen Mitbewohnerin blockiert ist. Und da hab ich an 16:10 Monitoren schon sehr unschöne Skalierungen und schwarze Ränder gesehen. Und auch bei Filmen und Videos möchte ich dann schon die passende Auflösung haben. Der Samsung BXL2450L hat mir vom Design einfach super gefallen. Er ist nicht neigbar oder höhenverstellbar, aber die Optionen nutze ich auch im Büro nie (habe immer Monitorständer darunter). Mit Magic Angle bietet der Samsung auch eine Option, um aus jedem Blickwinkel eine optimale Darstellung zu gewährleisten. LED war einfach die Wahl, weil der Monitor sehr flach ist und einen geringen Stromverbrauch bietet. Mit einmal VGA und 2x HDMI sind aus meiner Sicht genug Anschlüsse vorhanden. VGA-Kabel und DVI->HDMI-Kabel liegen bei. Der Samsung BX2450L hat keine direkten Tasten. Gesteuert wird das Menü durch das Berühren des durchsichtigen Plexiglasrahmens unten; stylisch und wenn alles einmal eingestellt ist auch völlig ok. Aber wenn man den Monitor beim ersten Mal komplett konfiguriert, ist es eher nervig. Ein paar versteckte Tasten an der Seite wären mir lieber gewesen. Auch das Menü ist eher schlicht und nicht gerade sehr benutzerfreundlich. Dafür kann man sehr viele Einstellungen beeinflussen. Auch ein Eco-Modus zum weiteren Einsparen von Energie ist vorhaben. Hier gibt es die Einstellungen 100%, 75% und 50% und natürlich aus. Für mich ist 75% super, da mir der Monitor in der normalen Einstellung sowieso zu hell ist. Lautsprecher sind im Gerät nicht vorhanden, aber hinten steht ein entsprechender Ausgang (natürlich nur bei HDMI-Quellen mit Ton) bereit. Dieser kann über die “Tasten” des Monitors in der Lautstärke geregelt werden. Das Bild überzeugt mich auf ganzer Linie. Sowohl in Sachen Schärfe, Kontrast wie auch bei schnellen Bewegungen. Abgesehen von der Bedienung und dem schlichten Menü gibt es hier nichts zu meckern.

3000 GB? 3 Terabyte? Ist das nicht etwas übertrieben? Auf jeden Fall Zwinkerndes Smiley Ich brauche die jetzt auch nicht wirklich. Aber es gab für mich ein paar gute Gründe. Zum einen habe ich die Festplatte sehr günstig bekommen und zum anderen ist es eine SATA3 (SATA-600) Festplatte, die mit Transferraten von bis 145 MB überzeugt. Kopieren von dieser Platte auf die SDD oder andersherum ist auch ein Augenschmaus. Die Bewegung des Fortschrittsbalken ist nur im Zeitlupen-Modus genau zu verfolgen Zwinkerndes Smiley Die Festplatte ist deutlich hörbar bei Lese- und Schreibzugriffen, aber die Geräusche sind sehr dumpf und nicht so “kratzend”. Ich wollte aber bewusst die schnellere 7K3000 und nicht die leisere 5K3000. Ich hoffe grundsätzlich immer, dass niemand auf die Idee kommt eine solch große Festplatte als Bootmedium zu nutzen (auch partitioniert). Anscheinend machen das aber wirklich manche und deshalb warnt Hitachi, dass nur wenige Mainboards und Controller das ermöglichen. Auch die Nutzung von mehr als 2,2 TB ist nur mit neuem Mainboard und Betriebssystem wie Windows 7 möglich. Wer also einen älteren Rechner mit der Festplatte erweitern will, sollte sich genau informieren. Es gibt zwar spezielle Treiber, aber das ist eher eine Notlösung. Ansonsten empfehlen sich sowieso immer zwei Festplatte (oder eine SSD) – ein Bootmedium und eine Datenfestplatte. Das kommt der Performance zu Gute und auch der Sicherheit. Sonst konnte ich noch nicht viel mit der Festplatte machen, da diese erst vor Kurzem geliefert wurde.

Sollte es noch Fragen zu den Komponenten geben, könnt Ihr das gerne in die Kommentare packen.

Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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11 Kommentare

  1. Mit Bios und allem (also wirklich startend mit Druck auf den Einschalter) sind es 30-32 Sekunden bis der Desktop mit Icons optisch komplett da ist. Ein Klick auf Chrome und der Browser öffnet sofort (Chrome öffnet ohne Verzögerung direkt auf Klick – Chrome ist da halt extrem schnell und die SSD sorgt für den Rest).

  2. Also du klikst 24sec nach start den z.b. den firefox broser an und bist im Internet?

  3. Also für das Bios und testen von RAM/Laufwerken usw. vergehen 7-9 Sekunden
    Ab dem Bootvergang sehe ich nach weiteren 8-10 Sekunden (abhängig Software/Autostart) den Desktop komplett und kann alles anklicken und starten (ohne Verzögerung).
    Windows lädt aber natürlich noch einige Dienste verzögert nach.
    Per Ereignisanzeige von Windows 7 werden 17 – 24 Sekunden als Startzeit angezeigt. Herunterfahren dauert 3 – 5,5 Sekunden.

  4. Wie lange braucht er denn von Einschalten bis er komplett hochgefahrenist?
    Gruß

  5. Hallo Philipp,
    mache ich doch gerne. Ja das mit den Preisen und warten ist immer so eine Sache. Aber SSDs kommen gerade mit SATA-300 an Grenzen. Die ersten SSDs mit SATA-600 bieten besonders im Bereich Lesen noch mal mehr Leistung. Schauen wir mal wie es sich entwickelt.
    Viele Grüße
    Guido

  6. Ich hatte ja schon bei Teil 1 deines Berichtes geschrieben, dass mir die Zusammenstellung gut gefällt. Ich finde es toll, dass du dir hier nochmal die Mühe machst deine Erfahrungen so ausführlich mitzuteilen. Die SSD hat es mir dabei besonders angetan. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, noch etwas zu warten, da die Preise ja noch recht schnell weiter Fallen dürfte, aber mit dem Argument kann man bei Hardware ja bis in alle Ewigkeit warten.
    Gruß
    Philipp

  7. @Oli: Dann viel Erfolg. Das Projekt HTPC bin ich vor ca. 2 Jahren mal angegangen. Habe gleich 2 davon gebaut. Einen für mich und einen für einen Kumpel. Allerdings habe ich nach wenigen Wochen schon die Lust verloren und den wieder verkauft. Es gibt zwar mit XBMC (http://xbmc.org/) einen ziemlich coolen Mediaplayer für HTPCs, aber irgendwas fehlt immer. Dann geht man wieder zurück ins Windows/Browser am Fernseher und kann nichts erkennen von weitem (oder zoomt wie wild). Naja ich war nicht so begeistert. Bin aber auch kein großer Filme-/Musiksammler. Das übernimmt jetzt mein Blu-ray Player und notfalls ist an meinem neuen PC ein 5m HDMI-Kabel zum Fernseher 😉
    Meine bessere Hälfte baut interessiert mit. Sie meckert nur, wenn ich sie anmeckere wenn etwas nicht direkt funktioniert 😉

  8. dem stimme ich vollkommen zu. mir gehts auch darum dass ich selber bestimmen kann was rein kommt und das ich das alles selber zusammgebastelt hab. Baue selber zur zeit an einem „Selfmade“ HTPC mit Custom Gehäuse und allem drum und dran. Frau meckert, aber ich mag mein Hobby 😉

  9. Bemerkenswerter Beitrag. Würde gern mehr Beitraege zu der Thematik lesen.

  10. Hallo Marvin,
    danke fürs positive Feedback. Ja sehe ich auch so. Mit fertigen Rechnern habe ich so mein Problem. Es fehlt immer was, es wurde irgendwo zuviel gespart oder der Preis ist zu hoch wenn wirklich alles gute Komponenten drin sind. Und ich muss zugeben, dass ich einfach Spaß am zusammenbauen und testen habe. Klar da wird auch mal geflucht wenn was nicht geht, aber das gehört auch dazu. Und wenn ich oft sehe was auf fertigen Rechnern alles für ein Müll installiert ist (Demos, 90 Tage Virenschutz, Spieleportale…), da fängt man dann doch sowieso mit der Installation wieder von vorne an.
    Viele Grüße,
    Guido

  11. Schöner Artikel! Mir gefällt auch die Zusammenstellung, ist gute Hardware dabei.
    Ich baue seit Jahren mir meine PCs selber. Das ist zum einen eine riesige Kostenersparnis (im Vergleich zu Komplett-PCs mit ähnlichen Leistungen) und zu dem ein wirklich individueller PC.

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