Weihnachten 2014: Microsoft Lumia 535, Fritz!Powerline 540E WLAN Set und Flirc (für Fire TV)

Natürlich ist bei mir auch Weihnachten nicht frei vom Thema Technik. Ich hatte das Glück, dass mein Wunschzettel anscheinend beim Weihnachtsmann angekommen ist und mein Betragen in 2014 wohl auch in Ordnung war 😉 . Hier möchte ich Euch nur kurz einen Einblick in meine Weihnachtsgeschenke rund um das Thema Technik gewähren. Zumindest zum Microsoft Lumia 535 und Flirc werden sicher noch mal ausführlichere Berichte folgen. Wenn Ihr Fragen zu den Geräten habt, dann packt diese gerne unten in die Kommentare.

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Microsoft Lumia 535

Ich bin in Sachen Smartphone schon länger mit Windows Phone unterwegs und auch sehr zufrieden. Leider war bei meinem HTC Windows Phone 8S kein offizielles Update auf Windows Phone 8.1 mehr möglich. Durch den geringen internen Speicher wurde das zu einem Problem. Während man bei Windows Phone 8.1 auch Apps und Daten auf einer eingelegte SD-Karte ablegen kann, war dies vorher nur mit Bildern und Videos möglich. Da ich gerne das kostenlose Here Drive zur Navigation (Offline-Karten) nutze, wurde der Speicherplatz sehr eng. Also habe ich mich schon länger nach etwas neuem umgeschaut. Ich brauche kein Smartphone mit riesiger Hardwareleistung, toller Kamera und sonstigem Schnickschnack. Aber ich wollte natürlich auch gerne ein neues Modell haben. Dann wurde im November das erste Microsoft Lumia Smartphone ohne Nokia angekündigt. Das entsprach ziemlich genau dem, was ich brauche und wollte. Ein paar Einschränkungen wie die geringere Auflösung des Displays und aufgenommener Videos waren für mich kein Problem. Da ich selten außerhalb eines WLAN-Netzwerks bin, war auch LTE kein Muss für mein neues Smartphone.

Jetzt lag es unter dem Weihnachtsbaum und ich bin nach den ersten Tagen dem Weihnachtsmann immer noch sehr dankbar. Das Smartphone ist gut verarbeitet, wenn auch nicht perfekt (Display nicht 100% gerade eingesetzt). Die Display-Auflösung ist völlig ausreichend für meine Bedürfnisse. Es läuft alles flüssig und auch die Touchbedienung ist bei mir ohne Probleme möglich (einige Käufer berichteten von Problemen). Durch Here Drive+ hat man neben dem Smartphone auch noch ein vollwertiges Navi mit weltweiten Offline-Karten. Dank einer Speicherkarte mit 64 GB habe ich hier auch keine Platzprobleme mehr. Der Akku kann im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones einfach entnommen und ausgewechselt werden. Auch die farbige Rückseite (Schale) kann man wechseln. Ich habe die blaue Variante gewählt (die in natura deutlich kräftiger ist das Babyblau auf Fotos). Mir gefällt, dass es sich optisch einfach vom Einheitsbrei der Smartphones farblich abhebt und eine weiße Schale zum Wechseln habe ich auch noch bekommen.

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Der Lieferumfang ist auch auf das Smartphone und ein Netzteil beschränkt. Ein Headset muss man sich bei Bedarf extra kaufen, was mich nicht stört da ich keins brauche. Einige waren enttäuscht, dass es beim Netzteil kein abnehmbares USB-Kabel gibt. Das stört mich nicht, da ich sowieso etliche Micro-USB-Kabel besitze. Etwas mehr Leistung als die 550 mAh wären nett gewesen und hätten das Aufladen ggf. beschleunigt. Zur Akkulaufzeit kann ich noch nicht viel sagen. Am ersten Tag war es nach rund 14 Stunden leer. Das war aber die erste Aufladung und das Gerät war zur Einrichtung im Dauerbetrieb (Display und WLAN). Die zweite Aufladung hat dann bei nicht mehr ganz so intensiver Nutzung anderthalb Tage gehalten. Im besten Fall könnten zwei Tage möglich sein, bei intensiver Nutzung wird man um eine tägliche Aufladung (oder einen zweiten Akku) nicht herum kommen. Windows Phone 8.1 gefällt mir sehr gut und bietet alle wichtigen Einstellungen und auch in Sachen Apps ist alles da, was ich brauche. Die Kameras sind aus meiner Sicht auch ok, man kennt die Leistung vor dem Kauf. Für einen schnellen Schnappschuss oder das Selfie für soziale Netzwerke reicht das. Wer mehr will oder braucht, wird das Lumia 535 nicht in Betracht ziehen. Ein paar getestete Spiele liefen auch ohne Probleme, natürlich darf man hier keine Höchstleistungen erwarten. Da meine bisherigen Smartphones nie über 4 Zoll hinaus gingen, war ich wegen der 5 Zoll etwas skeptisch. Meine Hände sind aber nicht sonderlich klein und es lässt sich gut bedienen. Größer dürfte es für die Hosentasche aber nicht sein.

Dass ich mein iPad Air tagsüber eigentlich fast immer bei mir habe, war natürlich auch ein Grund warum ich kein Highend-Smartphone brauche. Wenn es etwas mehr sein muss, dann nehme ich halt das Tablet. Zumindest in den ersten Tagen merke ich aber, dass ich mein iPad weniger in die Hand nehme. Das liegt natürlich auch daran, dass das Lumia 535 jetzt erstmal interessanter ist, aber durch das größere Display wechsele ich gefühlt nicht ganz so häufig zum Tablet und mache mehr mit dem Smartphone als früher. Auch wenn Cortana (Sprachassistent) noch in einem frühen Entwicklungsstadium (Alpha) ist, muss es sich hinter Siri und Co nicht verstecken. Ähnlich wie Google Now geht es nicht nur um Sprachbefehle und die aktive Beantwortung von Fragen, sondern um die Bereitstellung von hilfreichen Informationen ohne aktive Aufforderung. Aus meiner Sicht ist Cortana auch jeden Fall auf einem guten Weg. Ich bin insgesamt mit dem Lumia 535 zufrieden und kann es bedenkenlos weiterempfehlen, wenn man mit der Ausstattung zufrieden ist.

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Auch für Einsteiger ist das System aus meiner Sicht sehr leicht zugänglich. Ich wüsste kein anderes aktuelles Smartphone in dieser Preislage (offiziell 119 €), welches da vergleichbar wäre. Natürlich würde ein iPhone ideal zu meinem iPad passen, aber ich brauche viele der Dinge einfach nicht und da gibt es nichts was mir 500 € mehr wert wäre (Vergleich – aktueller Preis eines iPhone 6). Android habe ich auf meinem Nexus 10-Tablet, welches aber sein Dasein als Testplattform fristet. Trotz dem wirklich guten Fortschritt durch das aktuellste Android-System (Android 5 – Lollipop) kann mich das System nicht so überzeugen, dass ich mein iPad gegen ein anderes Tablet tauschen würde und auch für mein Smartphone wäre Android keine Option. Man muss dazu aber auch sagen, dass ich einfach bei Microsoft zuhause bin (E-Mail, Office, OneDrive, Xbox One, Xbox Live) und somit liegt Windows Phone doch sehr nah. Das iPad mit iOS 8 bleibt aber trotz immer besser werdender Windows-Tablets sicher noch einige Zeit in meinem Besitz. Ich will aber jetzt auch nicht zu weit ausholen, wer ein günstiges aktuelles Smartphone sucht, sollte sich das Lumia 535 auf jeden Fall mal anschauen. Wer ein Dual-SIM-Smartphone benötigt, bekommt das Lumia 535 bei amazon.fr auch in dieser Austattung. Bestellen kann man das ganz normal mit seinem deutschen Amazon-Account (Kreditkarte erforderlich). Das Gerät kann natürlich auf Deutsch eingestellt werden und das Netzteil ist auch für Deutschland geeignet.

Microsoft Lumia 535 – günstiges 5 Zoll-Smartphone bei amazon.de

Fritz!Powerline 540E WLAN Set

Ich bin im Laufe des Jahres in eine etwas größere Wohnung auf zwei Ebenen gezogen und auch die neuste Fritz!Box 7490 schafft es nicht alle Räume zu versorgen. Zuerst hatte ich es dann mit einem noch vorhandenen Fritz!WLAN Repeater 300E versucht. Aber das war auch noch nicht die optimale Lösung. Der Balkon war dann immer noch nicht gut versorgt und einige Geräte hatten Probleme, wenn man sich genau in der Schnittmenge der beiden Geräte (Router und Repeater) befand. Während mein PC auf der unteren Etage steht, gibt es oben das Apple TV, Amazon Fire TVXbox One und den internetfähigen Sky+ Receiver. Diese möchte man natürlich optimal versorgen um die optimale Qualität bei Streaming und Online-Gaming oder die bestmögliche Geschwindigkeit bei Downloads zu haben. Eigentlich war ich kein großer Fan von Powerline (Netzwerk per Steckdose). Ich hatte das System vor einigen Jahren mal getestet und war da von der Leistung eher enttäuscht.

fritz-powerline-set-510-540e-netzwerk-stromleitung-steckdose

Aber mit dem Fritz!Powerline 540E WLAN Set konnte ich mein Problem nun optimal lösen. So habe ich auf der unteren Etage die Fritzbox mit mit dem kleinen Powerline-Adapter (510E) verbunden und dann oben den zweiten Powerline-Adapter (540E) eingesteckt. Die theoretischen Angaben von bis zu 500 MBit sollte man natürlich nicht erwarten. Wir mussten auch etwas mit verschiedenen Steckdosen testen um Werte zwischen 100-200 MBit zur erreichen (Angaben Fritz!Box – Oberfläche). Das reicht uns aber völlig. Wir wollen keine großen Datenmengen zwischen verschiedenen Geräten hin und her schicken, sondern unsere DSL-Verbindung (ca. 12-13 Mbit) möglich verlustfrei überall verfügbar machen. Das funktioniert bei uns ohne Probleme.  Der Fritz!Powerline 540E WLAN-Adapter ermöglicht neben den zwei LAN-Anschlüssen auch noch die Bereitstellung eines WLAN-Zugangs. Auch das funktioniert nun sehr gut auf beiden Etagen (unten Fritz!Box oben 540E) und diverse Tablets und Smartphone kommen damit sehr gut klar und der Empfang oben ist deutlich besser und nun auch auf dem Balkon möglich (wobei ich bei den aktuellen Temperaturen auf Langzeitests verzichtet habe). Wer also vor einem ähnlichen Problem steht, sollte aktuelle Powerline-Technik durchaus mal in Betracht ziehen. Meine Skepsis aufgrund von lange zurückliegenden Erfahrungen war unbegründet und es ist für uns die optimale Lösung. Es gibt verschiedene Anbieter und auch viele verschiedene Sets für den optimalen Start (mit Steckdose – falls weiter benötigt, mit und ohne zusätzlichem WLAN, unterschiedlicher Anzahl an LAN-Anschlüssen und natürlich verschiedenen Geschwindigkeitsklassen).

Powerline – Netzwerk/Internet per Steckdose/Stomleitung im Haus verbinden

Flirc – Amazon Fire TV per Infrarot-Fernbedienung (Universalfernbedienung) nutzen

Dieses Weihnachtsgeschenk ist etwas spezieller und vor allem für Nutzer eines Amazon Fire TV, Media Center PC oder Raspberry Pi interessant. Zum einen dient es dazu solche Media Center-PCs oder Mini-Computer überhaupt mit einer Fernbedienung steuern zu können. Das ist beim Amazon Fire TV kein grundsätzliches Problem, da man hier eine Fernbedienung mitgeliefert bekommt. Wie wir in unserem Testbericht zum Fire TV schon angemerkt haben, funktioniert diese nur per Bluetooth, was in unserem Fall und sicher bei vielen da draußen schlecht ist. Denn viele dürften mittlerweile bei den vielen Geräten im Wohnzimmer auch auf eine Universalfernbedienung für alle Geräte setzen. Wir haben hier schon eine hochwertige Lösung mit der Logitech Harmony Touch im Einsatz. Aber diese unterstützt ohne weiteres Zubehör nur Infrarot und kein Bluetooth. Die nötige Erweiterung (Harmony Hub) kostet offiziell 99 € (Angebote ca. 60-70 €). Beides aber immer noch mehr als uns das Fire TV selbst gekostet hat. Da wir die anderen Funktionen des Harmony Hub (z. B. Wii U, PS4 oder versteckte Geräte im Schrank bedienen – z. B. hinter Schranktüren) nicht brauchen, musste eine andere Lösung gefunden werden.

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Dabei bin ich dann auf Flirc gestoßen. Der kleine USB-Adapter kann am PC konfiguriert werden und dann in den bisher sowieso ungenutzten USB-Anschluss des Fire TV gesteckt werden. Sollte der USB-Anschluss doch mal sinnvoll nutzbar sein, so geht das auch über einen USB-Hub mit mehreren Geräten. Es ist allerdings keine Plug & Play-Lösung, wenn die grundsätzliche Einrichtung auch sehr gut gemacht ist. Zuerst schließt man den kleinen Stick an einen PC oder Mac an und legt fest welches Gerät ferngesteuert werden soll. Dann nimmt man seine Universalfernbedienung zur Hand und richtet dort ein stellvertretendes Gerät für das Fire TV ein und Flirc fragt dann die einzelnen Tasten der normalen Fire TV-Fernbedienung (oder anderer Geräte) ab und man drückt die dazu passenden Tasten auf der gewünschten Fernbedienung. Danach kommt dann theoretisch der kleine Stick ins Fire TV und man steuert auch das Fire TV per Infrarot (IR) bzw. einer der verbreiteten Universalfernbedienungen.  Leider war es zumindest in unserem Fall nicht ganz so reibungslos. Ein kurzes Drücken auf der Fernbedienung führte zu mehren Befehlen beim Fire TV. Also 1x nach unten Drücken sprang dann 2 oder sogar 3 Menü-Einträge weiter runter. Das war natürlich so nicht brauchbar und ich habe lange in den Tiefen des Internets gesucht. Es gibt sowohl Einstellungsmöglichkeiten auf Seiten der Harmony Universalfernbedienung als auch bei Flirc. Diese müssen aber optimal zusammen passen, damit es auch funktioniert. Das war einige Fummelei, aber nun funktioniert es. Die Reaktion des Fire TV auf die Universalfernbedienung ist etwas träger als bei der originalen Fernbedienung. Da lässt sich aber sicher auch noch was optimieren, aber mir war wichtig, dass es überhaupt funktioniert. Auf die Sprachsuche muss man abseits der originalen Fernbedienung natürlich verzichten, da nur diese ein entsprechendes Mikrofon verbaut hat. Da zumindest bei mir die Sprachsuche selten wirklich hilfreich ist (gerade bei Apps und Spielen), stört mich das nicht. Ich werde in Kürze noch mal genauer meine Einstellungen beschreiben, da viele vor dem gleichen Problem stehen werden.

Flirc bei amazon.de

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Autor: Guido

Im Alter von 9 Jahren begann alles mit dem ZX-81 und TI-99/4A. 1981/82 ging es teilweise parallel weiter mit dem Commodore VC-20 und C64. Letzterer konnte mich für viele Jahre in seinen Bann ziehen. Danach ging der übliche Weg - mit kurzen Umwegen über Schneider CPC, Amiga - zum PC (286er mit 5 1/4 Zoll Festplatte). Auch die erste Konsole war 1978/79 die Philips G7000. Auch gesurft wurde schon vor dem heutigen Internet mit Akustikkoppler oder Modem. Seit dem interessiert mich alles was mit Computer, Internet, Software, Konsolen, Betriebssystemen, Smartphones, Tablets usw. zu tun hat.

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